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Buchstabensuppe – Blog der Stadtbüchereien Düsseldorf

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seltsame Titel

Die Reihe SOS: Kochbücher, die keine sind…

Hier kommt ein kleiner Nachschlag zur Reihe SOS:

Ich bin jemand, der sich gerne in der Küche aufhält und sich um das leibliche Wohl seiner Familie kümmert. UND: Ich bin am Teller genauso gut wie am Herd 😉

Deshalb bin ich immer für Input bezüglich neuer Gerichte zu haben und blättere zur Anregung gerne in Kochbüchern. Aber ein neuer Trend macht mir das Leben schwer:

Bücher, die sich nur als Kochbuch tarnen…

Das reicht von der deftigen Küche ‚Schweinskopf al dente’ und ‚Winterkartoffelknödel’ über die internationale Küche ‚La cucina siciliana’ bis zu wirklich exotischem ‚Koriandergrün und Safranrot’ von Preethi Nair. ABER: Nirgendwo ein Rezept zu finden!!!

Lecker Essen!

Auch hier wird meine Familie nicht satt:

Kate Jacobs schreibt mit ‚Wenn Frauen kochen’ keinen Gourmetband, der auf weibliche Essgelüste oder Kochkenntnisse eingeht.

Kurt Bracharz’ Titel lautet ‚Der zweitbeste Koch’. Das ist zugegebenermaßen ein richtig SCHLECHTER Kochbuch-Titel. Ähnlich das Werk von Katinka Buddenkotte ‚Nicht lecker, aber Weltrekord’. Das wäre k e i n Argument für den mir Angetrauten, wenn das Essen nicht schmeckt…

Solche Kochbücher würde ich mich gar nicht trauen, mit nach Hause zu nehmen…

Schon eher was zum Nachtisch gibt es hier (nicht):

Crepe, Fruchtsalat, Eis - Perfekt!Die Titel ‚Eine Leiche zum Dessert’ und ‚Mordkompott’ lassen noch Zweifel aufkommen, ob man genießbare Zutaten- und Zubereitungslisten im Inneren findet. Aber bei ‚Bittersüße Schokolade’ oder sogar ‚Schäumend wie heiße Schokolade’ habe ich schon klare Bilder von dampfendem Schokokuchen vor Augen. Auch ‚Rote Grütze mit Schuss’ lässt mir das Wasser im Mund zusammenlaufen. Aber nix als Vortäuschung falscher Tatsachen!

Nett finde ich den Titel ‚Birne sucht Helene’, der aber halt auch nichts mit der Zubereitung des leckeren Desserts zu tun hat. Etwas bedrückend kommt der Titel ‚Die besondere Traurigkeit von Zitronenkuchen’ daher. Hört sich irgendwie nicht nach einem geselligen Sonntagskaffee mit Kuchen an…

Für hinterher noch (k)einen Kaffee?

‚Die Kaffeemeisterin’ kommt in die ‚Cappuccino-Jahre’.

Alles Lug und Trug! Vielleicht ist das eine neue Diät? Lesen statt essen? Die ‚SOS-Diät’ wäre ein passender Name…Abnehmen garantiert 😉

Ähem, gerade fällt mir auf, dass dieser Blog ja „Buchstabensuppe“ heißt!  OH – oh…

Bis demnächst…

 

SOS: Kleiner Nachtrag für Weltverbesserer

Im Post „Womit man alles die Welt verbessern kann…“ habe ich Literaturvorschläge für Weltverbesserer aufgeführt. Und da gibt es doch tatsächlich noch einen Neuzugang zu vermelden!
Werner Schwanfelder versucht das Nützliche mit dem Gutem zu verbinden und betitelt sein Buch „Wie Sie Profit machen und nebenbei die Welt verbessern“.
Schnell auf die Literaturliste setzen, liebe Leser.

Die Reihe SOS: Womit man alles die Welt verändern kann…

Nachdem ich in den letzten Artikeln der Reihe SOS die eher deftigeren Titel angeprangert habe, soll es jetzt nunmehr um die Weichgespülten gehen. Denen unter Euch, die vom Geiste her nie aufgegeben haben, die Welt ein Stückchen besser zu machen, ist dieser Artikel hier gewidmet. Unser Bestand gibt da mannigfaltige Anregungen:
Alicia Silverstone macht mit dem Buch „Meine Rezepte für eine bessere Welt“ hier den Anfang. Sie beschreibt den Inhalt ihres Kochbuchs mit „bewusst genießen, schlank bleiben und die Erde retten mit 120 veganen Rezepten“. Kochen und essen für den Weltfrieden? Okay 😉
Noch ein Stück ungewöhnlicher versucht Josie Jeffrey die Welt zu retten. „Mit Samenbomben die Welt verändern: für Guerilla-Gärtner und alle, die es werden wollen“. Durch wildes Begrünen der grauen Städte alles besser machen? Anscheinend möglich!
Und jetzt mal alle Frauen aufgepasst! Die einfachste (und schönste?) Art seinem Gewissen Genüge zu tun: „Shopping hilft die Welt verbessern“. Perfekt! Ich bin überzeugt! Ich werde ein Gutmensch!
Man kann es wohl auch intellektueller haben. „Social Marketing für eine bessere Welt“ ist ein Praxishandbuch für Politik, Unternehmen und Institutionen. J.F. Rischard startet den „Countdown für eine bessere Welt“ und bietet damit Lösungen für 20 globale Probleme. Gut zuzureden versucht uns Franz Alt mit dem Buch „Eine bessere Welt ist möglich
Wer und was alles die Welt verändern kann, ist wirklich unglaublich!
Was in meiner Branche alle glauben: „Bücher, die die Welt verändern“. Aber auch „Sechs Pflanzen verändern die Welt“. Bei den besagten Wunderpflanzen handelt es sich laut Henry Hobhouse übrigens um Chinarinde, Zuckerrohr, Tee, Baumwolle, Kartoffeln und den Kokastrauch. Ich kann nicht erklären, warum es gerade diese sechs sind. Ihr müsst das Buch schon selber lesen, um herauszufinden, ob es sich lohnt, den Autor vielleicht mit Josie Jeffrey (die mit den Samenbomben) zusammen zubringen.

Hier jetzt etwas, das wahrscheinlich weder Wirtschaftswissenschaftler, noch sonst einer meiner Leser bezweifelt: „Ökonomen verändern die Welt“ und „Maschinen verändern die Welt“.
In etwas vorsichtigem Konjunktiv schlägt Rupert Sheldrake „Sieben Experimente, die die Welt verändern könnten“ vor. Er möchte damit – laut Untertitel – zur Revolutionierung des wissenschaftlichen Denkens anstiften. Etwas praktischer kommt da das Buch von Ulrich Hoffmann daher: „1000 Ideen, täglich die Welt zu verbessern“. Die Jugendversion davon scheint das hier zu sein: „500 junge Ideen, täglich die Welt zu verbessern“ von Daniel Westland.
Also, ich hoffe, ich habe ausreichende und für jedes Individuum passende Möglichkeiten dargestellt, die Welt zu einer besseren zu machen.
Damit endet auch vorerst diese kleine Reihe SOS. Vorschläge zu neuen Themen oder Anmerkungen zu den alten Themen – wer weiß schon, ob sich demnächst nicht noch weitere Autoren zu lustigen Titeln hinreißen lassen – sind hier jederzeit herzlich willkommen!

Sex sells – die Reihe SOS geht weiter

Nicht wundern! Damit dieser Blog nicht von Internet-Nannies, also Cyber-Filterprogrammen, auf die schwarze Liste gesetzt wird, werde ich das Wort mit den drei Buchstaben (vorne ein großes S  – hinten ein x) im Folgenden konsequent durch ‚ – Piep – ’ ersetzen.
Man kennt es von schnelllebigen Medien wie Zeitschriften, Werbung und so. Nackte Damen und Anzüglichkeiten, wo immer es geht. Aber auch der gute alte Buchmarkt ist natürlich auf Verkaufszahlen angewiesen und versucht sein Glück mit schmissigen Titeln, die das Wort ‚ – Piep – ’ enthalten. Immer ein Hingucker für den geneigten Käufer! Auch in unserem Bestand befinden sich solche Medien…
Joseph Scheppach erklärt uns zum Beispiel die Chronobiologie unter dem Titel „ Piep – um acht“.

Piep – und Macht“ (huch, das reimt sich) allerdings ist es eine Metaerzählung des amerikanischen Films des 20. Jahrhunderts.

Was meint Ihr, womit sich der folgende Titel befasst?
„Wie viel – Piep – passt in ein Einmachglas?“

Ich gebe mal vier Möglichkeiten vor:
A.    Okkultismus
B.    Deutsch-Deutsche Geschichte
C.    Methodologie der Mathematik
D.    Alpinismus
Na?! Den Telefonjoker gibt es hier nicht! Die Auflösung reiche ich irgendwann mal nach 😉

Bei dem Buch „Piep – im Garten“ bereinigt zum Glück der Untertitel schnell die spontan entstehenden Gedanken beim Leser. Hier geht es nämlich um die raffinierten Verführungskünste der PFLANZEN.
Der Original-Titel „How pleasure works“ ist eindeutig, aber etwas langweilig, zugegeben. Was macht der deutsche Übersetzer daraus? „Piep – und Kunst und Schokolade – warum wir mögen, was wir mögen“!
Und der Titel von Harald Schmidt zielt eindeutig auf Verkaufszahlen ab. Nicht nur – Piep – sells, auch Titelteile anderer Bestseller sind auf jeden Fall hilfreich! So überschreibt er denn: „Piep – ist dem Jakobsweg sein Genitiv“.

‚Wie ein Chromosom unser Leben bestimmt’ wäre ein netter Titel für das Buch von David Bainbridge gewesen. Das hat es aber nur zum Untertitel gebracht. Der Titel lautet: „Das X in – Piep“.
Bei Shere Hites Buch „Piep –  & Business“ geht es um Männer und Frauen bei der Arbeit.

Also, bevor Ihr jetzt alle wie verrückt googelt: Die richtige Antwort auf mein kleines Rätsel von eben lautet überraschenderweise C! Wer hätte damit „gerechnet“?

Aus der Reihe SOS – Heute: Fäkalsprache

Jetzt kommt ein Blog-Beitrag, für den ich mich fast etwas schäme. Ich möchte deshalb noch mal Neueinsteigern in die Reihe SOS erklären, warum ich im Folgenden schreckliche Worte in diesen seriösen Blog schreibe.
Der deutsche Buchmarkt ist unübersichtlich. Um mit den Bucherzeugnissen die Aufmerksamkeit der potenziellen Kunden zu erlangen, greifen manche Verlage oder auch die Autoren zu Titeln, die provokant sind und nicht immer auf den Inhalt schließen lassen. Dieses Mal geht es in der Reihe um Ausdrücke, die eine meiner Freundinnen ihrer vierjährigen Tochter mit „Böses Wort“ beschreibt…. Sie wissen, was ich meine….
Wie man im Titel einer Biografie gleich dreimal eines der bösen Worte unterbringen kann, beweist das Buch von Andreas Altmann „Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend“.
Und ob ich eine pädagogische (!) Anthologie mit dem Titel „Verdammte Scheiße, schlaf ein!“ übernächtigten Eltern bedingungslos empfehlen kann, frage ich mich wirklich. „Go the fuck to sleep“ ist übrigens der englische Originaltitel davon! Auch nicht besser.
Im Buch von Martin Wehrle „König Arsch“ ist der Ausdruck ‚König Kunde’ etwas schmissiger aufgenommen worden.
Der Titel eines Ratgebers zum Umgang mit dem Vorgesetzten lautet „Mein Chef ist ein Arschloch, Ihrer auch?
Wenn es in die humoristische Richtung geht, kann ich eher verzeihen. So nennt denn Sandra Danicke ihr Buch über Kunstbetrachtungen „Kunst interessiert keine Sau…“. Sie schien mit dem Titel 2011 gute Umsätze gemacht zu haben, denn 2012 brachte sie dann ein weiteres Buch heraus namens „Kunst versteht keine Sau…“.
Und der Comedian Kurt Krömer begrüßt in seinem Kabarettprogramm mit „Na du alte Kackbratze!
Das Scheiss-Buch“ – Untertitel: Entstehung, Nutzung, Entsorgung menschlicher Fäkalien – befasst sich wenigstens mit Kot. Hier ist der Titel zwar nicht irreführend, aber der Kraftausdruck wäre wohl nicht nötig gewesen.

Um diesem wenig schönen Blogbeitrag einen versöhnlichen Ausklang zu geben, empfehle ich allen, die sich mit dem Verlegen und Herausgeben von Medien beschäftigen, das Buch von Laurie Graham: „Handbuch der feinen englischen Art“.

Hoffentlich ist das ein ausgleichender Abschluss dieses ‚häßlichen‘ Artikels.

Fortsetzung folgt….

SOS-Reihe: Seltsame Titel

Hier nun wie angekündigt der erste Teil der Reihe SOS:
Wer vermutet hinter dem Titel „Wir tanzen nicht nach Eurer Pfeife
die Sozialgeschichte von Volkstanz und Volkstanzpflege in Deutschland?
Das Gegenstück ist folgender Titel: „Wir pfeifen nicht nach Ihrer Tanze!
Hier verbirgt sich eine Zitatensammlung aus den Sternstunden der Reden unserer Politiker.
Unter dem Titel „Vernäht und zugeflixt“ schreibt Ilse Achilles von Versprechern, Flüchen, Dialekten und Co. Wem jetzt schon der Kopf schwirrt, der fragt sich vielleicht „Wer bin ich – und wenn ja wie viele?“ Richard David Precht unternimmt da eine philosophische Reise mit uns.
Meine – und Thorsten Haveners – Empfehlung zur Besserung des Zustandes: „Denken Sie nicht an einen blauen Elefanten!“ oder leihen Sie die CD „Mit Vokal-Singen zur inneren Heilung“.

Wer diese Skurilitäten übertreffen kann, ist herzlich eingeladen, sie hier mit in die Suppe zu werfen!

 

Vorankündigung der Reihe SOS

Was der deutsche Buchmarkt so hervor bringt, ist nahezu unüberschaubar. Selbst eine Großstadtbibliothek wie unsere, muss eine Auswahl treffen, da natürlich das Budget begrenzt ist. Da spielen viele Faktoren eine Rolle: Aktualität, allgemeiner oder spezieller Bedarf der Nutzer, Bestandslücken, Bedeutsamkeit in den Medien, und so weiter. Es gibt also viele Dinge, die zu bedenken sind, bevor man Medien für die Bibliothek kauft. Und die Verlage machen es einem auch nicht leicht: Die Titel lassen nicht auf den Inhalt schließen, sind manchmal sehr verwirrend, wenig aussagekräftig,  oder sogar unanständig.
Auch in unserer Bibliothek tummeln sich Titel, die auf den ersten Blick seltsam anmuten. Da aber nicht der Titel, sondern der Inhalt und die Nachfrage danach zählt, werden solche Bücher auch in einer öffentlichen Einrichtung wie der unseren geführt.

In den folgenden Wochen werde ich zu diesem Thema eine kleine lockere Reihe starten. Bisher in der Vorbereitung sind posts zum Thema „Prinzipienreiter“ „Seltsame Titel“ „Fäkalsprache“ und „Sex sells“.
Meine Fundstücke sind übrigens ausnahmslos Sachbuchtitel. In der Belletristik sind ansprechende oder auch verrückte Titel durchaus angemessen, finde ich, denn da soll die Phantasie angesprochen werden.

Wer Buchtitel kennt oder sogar in seinem Regal stehen hat, deren Aussage ihn auch immer irritieren, ist herzlich eingeladen, am Zusammentragen der Kuriositäten hier teilzunehmen.

Wer sich jetzt fragt, warum ich diese Reihe SOS genannt habe, dem sei erklärt: Sachbuch ohne sachlichen Titel! Ein schmissiger Name bringt’s 😉   –   ODER?

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