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Buchstabensuppe – Blog der Stadtbüchereien Düsseldorf

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RFID-Technik

Herrschaft der Maschinen!?

Immer öfter hört man, unser Alltag sei längst von Maschinen bestimmt. Auch bei den Stadtbüchereien stehen inzwischen Verbuchungsmaschinen.

Immer die selbe Leier. Jeden Tag auf’s Neue erreichen uns dieselben Fragen und Beschwerden, „Arbeiten sie noch?“ oder „Wann wird ihr Arbeitsplatz wegrationalisiert?“. Bei diesen Fragen zeichnet sich immer ein kleines Grinsen in meinem Gesicht ab. „Natürlich arbeiten wir noch, nur nicht alle an einem Fleck sondern im ganzen Haus verteilt oder hinter den Kulissen.“
Immer kaputt, unpersönlich, Medien nicht verbucht; die üblichen Beschwerden die wir Tag für Tag über die neuen Automaten hören.
Immer kaputt? Kann gar nicht sein, sonst könnte ja niemand etwas ausleihen. Sollte der Automat tatsächlich seinen Geist aufgeben, haben wir genügend andere Automaten, die genutzt werden können. Und sollten wirklich alle Automaten gleichzeitig ausfallen, so kümmert sich unsere EDV-Abteilung sofort um das Problem. In den meisten Fällen lässt sich das Problem relativ schnell lösen. Und sollte das Leben aus allen Automaten gleichzeitig entfliehen und wir nicht in der Lage sein, alle Patienten schnellstmöglich zu reanimieren, können sie immer noch auf die Thekenverbuchung zurückgreifen.
Unpersönlich? Kann gar nicht sein, schließlich arbeiten hier nicht nur Maschinen. Natürlich ist der Rückgabe- oder Ausleihvorgang ein Stück weit unpersönlicher geworden, weil das kurze Gespräch an der Theke entfällt. Jedoch gibt die durch die Automaten gesparte Zeit uns die Möglichkeit, intensiver auf ihre Fragen und Anliegen einzugehen. Und selbst wenn es uns gelingen sollte, den Automaten Persönlichkeit  einzuhauchen, wären wir trotzdem noch für sie vor Ort.
Medien nicht verbucht? Kann gar nicht sein, außer Sie haben versucht den Turm zu Babel mit ihren Medien auf den Ausleihautomaten nach zu bauen. Die Reichweite der Leseantennen ist leider nicht unbegrenzt, schließlich wollen sie die Bücher ihres Nachbarn nicht gleich mit verbuchen. Wichtig bei der Verbuchung ist, dass nicht mehr als 6 Bücher gestapelt werden sollten. DVDs, BluRay-Discs, Hörbücher oder Musik-CDs werden am besten nebeneinander bzw. nacheinander verbucht. Und sollte es tatsächlich ein Problem mit der Ausleihe oder Rückgabe geben, stehen wir Ihnen bei.
Sie müssen keine Angst haben, dass durch die Benutzung der Automaten unser Job wegrationalisiert wird. Es gibt genug Dinge, die kein Automat erledigen kann: eine gute Veranstaltung planen oder etwa Medien einkaufen die genau Ihren Geschmack treffen. Sie müssen nur Angst haben, wenn sie sich für die rote oder die blaue Pille entscheiden müssen. Denn dann hat die Herrschaft der Maschinen bereits begonnen. Aber das würden wir niemals zulassen. (tk)(sk)

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Diese neue Technik!

Jetzt ist die Selbstverbuchungstechnik in der Zentralbibliothek schon ein paar Wochen alt und trotzdem können mich Kunden noch mit ihrer Art, diese Technik teils intuitiv zu bedienen, überraschen.
Letzte Woche kniete eine ältere Dame vor einem Ausleihautomaten. Ich half ihr wieder auf die Beine und fragte besorgt, ob ich einen Krankenwagen rufen sollte. Sie verneinte schelmisch lächelnd und erklärte, dass sie nur mal unter die Ablage des Gerätes schauen wollte, um herauszufinden, wie der Automat es denn schaffte, einen Stapel Bücher zu identifizieren ohne alle Titel zu „sehen“, da die Medien ja alle übereinander lagen. Meine möglichst einfach gehaltene Erklärung, dass das Einlesen per Funktechnik funktioniere, hinterfragte die Kundin ausführlich. So habe ich ein echtes Fachgespräch mit dieser älteren Dame über die genauen Vorgänge in dem Automaten geführt. Sie war fasziniert und bedankte sich überschwänglich.

Ähnlich gelagert war der Fall zweier Jungen. Die beiden suchten die Kamera oberhalb des Ausleihautomaten wegen derselben Fragestellung: Wie schafft der Automat das? Woran erkennt er die Titel, die sie aufgelegt hatten?

Manchmal traut man den Geräten aber auch zuviel zu: Ein Kunde, dem bewusst war, dass er ein Buch zu spät abgab, legte das von ihm errechnete Versäumnisentgelt direkt mit dem Buch in den Rückgabeautomaten. Er meldete sich dann beim Personal, weil die Bezahlung der zwei Euro nicht auf seiner Quittung erschien. Zum Glück fand sich das Geldstück in der Sortieranlage wieder an und wurde ihm zum Zwecke des Einzahlens am – dafür vorgesehenen – Kassenautomaten ausgehändigt.

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