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Buchstabensuppe – Blog der Stadtbüchereien Düsseldorf

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Veranstaltungsreihe: Ausgezeichnete Literatur!

Mit Nobelpreisträgern auf Weltreise

Nobelpreis Medaille

Zum vierten Mal lädt die Düsseldorfer Zentralbibliothek Sie ein, in der Reihe „Ausgezeichnete Literatur“ an vier Abenden Literaturnobelpreisträgerinnen und Literaturnobelpreisträger aus aller Welt kennenzulernen. Die Österreicherin Elfriede Jelinek ist auch nach der Verleihung des Literaturnobelpreises 2004 noch immer umstritten. Wir stellen Ihnen die Autorin in einem Vortrag im März vor und erleichtern auf unterhaltsame Art den Zugang zu ihrem umfangreichen und anspruchsvollen Werk. Das besondere Verhältnis von Thomas Mann zur Musik steht im Fokus des zweiten Abends. Wie dessen Künstlerroman „Doktor Faustus“, ein Briefwechsel mit Theodor Adorno und mit dem Komponisten Arnold Schönberg zusammenhängen, klären die Künstlerinnen und Künstler des Maiabends auf. Im Herbst dürfen Sie sich auf eine Begegnung mit dem Chilenischen Literaturnobelpreisträger Pablo Neruda freuen. Mit Musik, Gesang und Rezitation lassen wir seine Lyrik für Sie lebendig werden. Zum 100. Geburtstag von Albert Camus gratuliert die Reihe dem Franzosen mit einem Vortrag im Oktober. Sein Zitat stellen wir als augenzwinkerndes Motto diesem Programm voran, in der Hoffnung, dass Ihre Aufmerksamkeit für die vier bevorstehenden Abende geweckt ist und wir Sie zum Neu- und Wiederentdecken der Porträtierten und ihrer Texte anstiften können: „Man sollte auch gute, ja, ausgezeichnete Bücher verbieten, bloß damit sie mehr gelesen und beachtet werden.“ (Albert Camus)

Sie sind herzlich eingeladen!

Übrigens, der Eintritt ist frei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

In der Zentralbibliothek, Bertha-von-Suttner-Platz 1

Dienstag, 26.03.2013 um 20 Uhr
„Keiner kann dann sagen, er hätte es nicht gewusst….“ –
Elfriede Jelinek – politische Autorin und Wortkünstlerin

Nobelpreisträgerin für Literatur 2004

Elfriede Jelinek

Elfriede Jelineks Texte verwischen bewusst die Grenzen literarischer Gattungen und lassen keine Identifikation mit den handelnden Personen zu. Sie treffen den Leser oder Zuhörer durch ihre direkte Sprache und sind radikal sozial- und gesellschaftskritisch. Der Zugang fällt selten leicht, aber er lohnt sich! Dr. Bärbel Lücke zeigt in ihrem Vortrag Gründe dafür auf, sie zeichnet die Biographie der österreichischen Literaturnobelpreisträgerin nach, und erläutert Jelineks Hauptthemen von ihren frühen Prosatexten wie „Lust“ oder „Die Klavierspielerin“ bis zu aktuellen Theaterprojekten wie „Rechnitz“ oder „FaustIn and Out“.

Die Schauspielerin Anna Barbara Hagin spricht Auszüge aus dem umfassenden, einzigartigen und vielseitigen Werk von Elfriede Jelinek.

Dr. Bärbel Lücke

Dr. Bärbel Lücke studierte Germanistik und Anglistik und arbeitete als Studienrätin an Gymnasien in Hannover und Celle. Mit der Promotion 2002 über die Prosa von Elfriede Jelinek verschob sich ihre Forschungstätigkeit vom methodischen Ansatz der Interpretation hin zur Analyse, also zur dekonstruktivistischen Lektüre im derridaschen Sinne. Mit Elfriede Jelinek fand sie eine Autorin, deren Sprache und Werk auf der Dekonstruktion gleichsam zu beruhen scheinen.

Anna Barbara Hagin

Anna Barbara Hagin besuchte die Westfälische Schauspielschule Bochum. 14 Jahre lang hatte sie feste Engagements an verschiedenen großen und kleinen Schauspielhäusern in Deutschland. Heute lebt sie als freie Schauspielerin, Rundfunksprecherin und Autorin in Bochum.

 

Mittwoch, 15.05.2013 um 20 Uhr
„Fülle des Wohllauts“ – Thomas Mann und die Musik

Nobelpreisträger für Literatur 1929

Thomas Mann 1929

Wenn er nicht Dichter geworden wäre, hätte er Musiker sein mögen, hat Thomas Mann einmal gesagt. Musik begleitet Thomas Manns Leben und Schaffen, er hat über Musik geschrieben, Musikbeschreibungen an Schlüsselstellen seiner Werke platziert und sie selbst nach musikalischen Prinzipien gebaut. Während seiner Arbeit im amerikanischen Exil an seinem großen Künstlerroman „Doktor Faustus“ stand Thomas Mann in einem regen und geistreichen Briefwechsel mit Theodor W. Adorno, mit dem ihm eine lebenslange Freundschaft verband. Ein Aspekt des Briefwechsels bezog sich auf den Ärger mit dem Komponisten Arnold Schönberg, der Thomas Mann heftig angriff und ihn des geistigen Diebstahls bezichtigte. Er warf nämlich Thomas Mann vor, sich durch seinen Helden im „Doktor Faustus“ zum Erfinder der Zwölfton-Musik aufgeschwungen zu haben.

Die Briefwechsel zwischen Thomas Mann und Theodor Adorno, das berühmte Kapitel Nr. 8 aus dem Roman „Doktor Fautus“, die Musikstücke op. 33 von Arnold Schönberg und Ludwig van Beethovens große Klaviersonate op. 111 lassen dieses „Musik- und Rezitationsprojekt“ zu einem ganz besonderen Abend werden.

Christian Nickel

Christian Nickel erhielt seine Schauspielausbildung in Berlin an der „Ernst-Busch-Schule“. Seine wichtigsten schauspielerischen Stationen waren das Schauspiel Frankfurt/Main, das Residenztheater in München und das Burgtheater in Wien, wo er fünf Jahre lang zum festen Ensemble gehörte. Er stand unter der Regie von Peter Stein, Luc Bondy, Karin Beier, Thomas Langhoff u. a. auf der Bühne und ist seit fast 10 Jahren auch selbst als Regisseur tätig. Mit seiner Familie lebt er zurzeit in Wien.

Julia Botchkovskaia

Julia Botchkovskaia studierte am Tschaikowsky Konservatorium in Moskau und an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Sie ist Preisträgerin verschiedener internationaler Klavierwettbewerbe wie „Maria Canals“ in Barcelona und „AMSA World Piano Competition“ in Cincinnati. Julija Botchkovskaia lehrt an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg.

 

Dienstag, 24.09.2013 um 20 Uhr
„Der große Gesang“ – Hommage an Pablo Neruda

Nobelpreisträger für Literatur 1971

Pablo Neruda

Pablo Neruda, der große chilenische Dichter, lässt Gedichte und Prosa entstehen, die wie der Gesang seines Lebens sind. Der Freund des damaligen chilenischen Präsidenten Salvador Allende war Idol und Hoffnungsträger für eine ganze Generation friedens- und demokratiebewegter junger Menschen. „Der große Gesang“ ist ein Gedichtzyklus über den Kampf Lateinamerikas gegen den Kolonialismus. Er entstand von 1938 bis 1948/49, als der Autor wegen der Nachstellungen der Regierung im Untergrund lebte. Der Band erhebt den Anspruch, eine Geschichte des gesamten hispanoamerikanischen Subkontinents zu sein und beschreibt die Erschaffung Lateinamerikas, seiner Flora und Fauna, sowie das Auftreten des Menschen, die Eroberung durch die Konquistadoren, die anschließenden Befreiungskämpfe und die Hoffnung auf Unabhängigkeit. In vielen lateinamerikanischen Ländern wird die Verehrung für dieses Werk nur noch von der für die Bibel übertroffen.

Die Hommage an diesen schwelgerischen Poeten wird umrahmt von Musik von Manuel de Falla, Garcia Lorca und anderen Komponisten.

Eva-Maria Coenen

Die Schauspielerin Eva-Maria Coenen war nach dem Schauspielstudium an der Folkwang-Universität an verschiedenen Theaterbühnen engagiert und sammelte Erfahrungen in zahlreichen Film- und Fernsehauftritten. Seit 13 Jahren leitet sie einen Sprechkurs an der Essener Universität und legt den Fokus ihrer künstlerischen Arbeit auf musikalische Lesungen.

Frank und FranciscaDie lyrische Mezzosopranisting Francisca Hahn war zehn Jahre am Essener Aalto-Theater engagiert und ist jetzt freischaffend als Konzert- und Opernsängerin tätig. Regelmäßig gibt sie Liederabende und Konzerte im In- und Ausland. Frank Kedzierski studierte an den Musikhochschulen Duisburg, Köln und Luzern und schloss seine Ausbildung mit dem Konzertexamen bzw. Solistendiplom ab. Der Gitarrist ist Förderpreisträger sowie Finalist und Preisträger internationaler Wettbewerbe.

 

Mittwoch, 30.10.2013 um 20 Uhr
„Leben heißt handeln.“ – Albert Camus zum 100. Geburtstag

Nobelpreisträger für Literatur 1957

Albert Camus

1960, mit gerade einmal 46 Jahren kommt der Franzose Albert Camus völlig unerwartet und auf tragische Weise ums Leben. Sein beachtliches, aber unvollendet gebliebenes Werk zeugt von außergewöhnlicher Schönheit und Kraft. Als Schriftsteller, Journalist, Philosoph, Theaterautor und Regisseur war er ein glühender Verteidiger der Freiheit, der seine Kunst und sich selbst ganz in den Dienst der menschlichen Würde stellte und einen unermüdlichen Kampf gegen jede Form von Unterdrückung führte – ein poète engagé, mit seinen Zweifeln, Wandlungen, seiner Leidenschaft und seinem Zorn. Absurde Motive wie Einsamkeit, Sehnsucht, Auflehnung, Missverständnis, Heimsuchung, Todesurteil und Tod verschmelzen in seinen Dramen und Romanen mit seinem politischen Engagement und mit zeit- und gesellschaftskritischen Elementen.

Michael Serrer, stellt in einem Vortrag das Leben und Werk Camus‘ vor, Bernt Hahn liest Auszügen daraus.

Michael Serrer

Michael Serrer ist Literaturwissenschaftler und lehrte an verschiedenen Universitäten. Er schreibt u. a. für die „Zeit“ und die „Neue Zürcher Zeitung“ und ist Herausgeber zahlreicher literarischer Werke. Seit 1998 leitet er das Literaturbüro NRW e.V. in Düsseldorf.

Bernt Hahn
© Katja Illner 2006

 

Bernt Hahn ist Schauspieler und war nach seiner Ausbildung an der staatlichen Hochschule für Musik und Theater in Hannover über dreißig Jahre ohne Unterbrechung an diversen Theatern tätig. Heute lebt er als Freiberufler, hat Engagements bei allen deutschen Rundfunkanstalten, führt eigene literarische Programme im In- und Ausland auf und ist außerdem gefragter Hörbuchsprecher.

Montagsprosa – eine Veranstaltungsreihe in Benrath

Montagsprosa in der Orangerie

Montagsprosa

Bereits im 18. Jahr veranstalten der Benrather Kulturkreis und die Stadtbücherei Benrath gemeinsam die Lesereihe „Montagsprosa in der Orangerie“. Fünfmal im Jahr wird neue literarische Prosa vorgestellt, immer an einem Montagabend. Das Besondere dieser Reihe ist, dass Autorinnen und Autoren ihre literarischen Neuerscheinungen im Kontext eines jährlich wechselnden Rahmenthemas präsentieren. Für das Publikum ergibt sich dadurch ein spannender Zusammenhang, ein intensiver Bezug. Fäden spannen sich von einer Lesung zur anderen. Wir freuen uns, dass wir immer wieder große Autorennamen gewinnen können und die Besucherinnen und Besucher in der Orangerie Benrath interessante aktuelle Literatur hören, erleben und diskutieren können. Konzeption und Moderation der Lesereihe hat Dr. Karin Füllner.

Stadtbücherei Benrath Urdenbacher Allee 6
Telefon 0211.89-97187
Der Eintritt ist frei.

Montag, 6.5.2013, 19.30 Uhr

Katharina Wolf-Grießhaber liest Ivo Andric „Die Brücke über die Drina“

Katharina Wolf-Grießhaber

Der großartige historische Roman „Die Brücke über die Drina“ erschien 1945 und hat den Weltruhm von Ivo Andric begründet, der 1961 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Andric erzählt von einer Brücke, die bei Visegrad, einer bosnischen Stadt nahe der serbischen Grenze über die Drina führt. Sie verbindet und trennt Orient und Okzident. Was hier misslingt, wird überall misslingen, wo diese beiden Welten aufeinanderstoßen, was hier gelingt, gibt Hoffnung auch für anderswo. Vom siebzehnten Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg spannt Andric einen großen Erzählbogen und zeigt, wie die wechselhaften Geschicke der Menschen in der Stadt und der Brücke miteinander verwoben sind. Katharina Wolf-Grießhaber, 1955 in Stuttgart geboren, lebt und arbeitet als freie Übersetzerin in Münster. Sie hat Publikationen zu Danilo Kis, Ivo Andric, Bora Cosic und Vladimir Nabokov vorgelegt. Zu den von ihr übersetzten Autoren gehören Slavenka Drakulic, Danilo Kis, Bora Cosic und Dzevad Karahasan.

Benrather Kulturkreis

In Kooperation mit dem Benrather Kulturkreis und mit freundlicher Unterstützung des Kulturamtes der Landeshauptstadt Düsseldorf

Und noch eine kleine Veranstaltungsreihe in Bilk

Mord in Bilk

Mord in Bilk

Die Krimireihe „Mord in Bilk“ wird Ihnen präsentiert in Kooperation mit dem Bürgerhaus im Stadtteilzentrum Bilk.

Ganz schön mordlustig geht es im Stadtteilzentrum Bilk zu. Dank der Kooperation zwischen Stadtbücherei und Bürgerhaus kommen Krimifans in den Genuss von spannenden Lesungen bekannter und unbekannter Autorinnen und Autoren mit Bezug zu Düsseldorf und Umgebung. Namensgeber dieser Krimireihe ist Martin Conraths Krimi „Schuldig“ – der Mord im Roman findet auf dem Gelände des Stadtteilzentrums statt.

Die Tatzeiten

Jörg Isringhaus: "Ein fremder Feind"

Am Dienstag, den 7. Mai 2013 um 19 Uhr
Jörg Isringhaus liest aus: „Ein Fremder Feind“

Der Eintritt ist frei.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Eine mysteriöse Nazi-Expedition an den Amazonas, ein soziopathischer Killer, der in der SS Karriere macht, und ein Agent, der die Führungselite des Dritten Reichs töten will – das sind die Zutaten, aus denen Jörg Isringhaus seinen zweiten Roman komponiert hat. Erneut steht der von den Nazis zu den Engländern übergelaufene Agent Richard Krauss im Mittelpunkt. Diesmal bekommt er es mit einem besonders perfiden Gegner zu tun …

Auch eine kleine Reihe, ist eine Reihe

Heute stellen wir an dieser Stelle eine kleine Veranstaltungsreihe vor, die wir gemeinsam mit dem Verband Deutscher Schrifsteller (VS) präsentieren:

fantasie und alltag

Die Stadtbüchereien sind Gastgeber des Verbandes Deutscher Schriftsteller (VS) mit seiner neuen Lesereihe fantasie und alltag.

Verband deutscher Schriftsteller

Lesung

Moderation: Otto Vowinckel

Leonie Viola Thöne – geb. 1990, ist erstaunlich vielseitig künstlerisch tätig (Gesang, Schauspiel, Literatur, Komposition, Malerei). Sie ist im Vorstand des VS-NRW. In LA hat sie gerade einen Musicalfilm geschrieben und produziert. Sie schreibt an einer Dissertation über „Pickup Artists“ an der Universität Berkeley.

Jens Prüss – geb. 1954, studierte Germanistik und Philosophie. Seit 1979 Autor und Journalist, 1988 Nachfolger von Rolfrafael Schröer im Literaturbüro NRW. Redakteur der Zeitschrift „Neues Rheinland“, Lektor beim WDR. Veröffentlichung von Prosa, Essays, Glossen, Hörspielen und Fernsehfilmen. Etliche Buchveröffentlichungen. 1997 erstes Kabarettsoloprogramm „Der mit dem Löwensenf“.

Mittwoch, den 24. April 2013 um 18:00 Uhr
in der Zentralbibliothek, Bertha-von-Suttner-Platz 1

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

In Kooperation mit der Gesellschaft für Literatur in Nordrhein-Westfalen, dem Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, dem Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf und ver.di

Es werden mehr Veranstaltungen folgen. Aktuelle Informationen gibt es auf unserer Veranstaltungsübersicht.

 

 

Heute gibt es eine Lesung der Veranstaltungsreihe „Frisch gepresst – Neue Bücher aus Düsseldorf“ in der Zentralbibliothek

Wir stellen euch eine unsere ältesten Veranstaltungsreihe hier etwas näher vor:

Frisch gepresst – Neue Bücher aus Düsseldorf

Im Jahr 2013 wird die Reihe „Frisch gepresst. Neue Bücher aus Düsseldorf“ fortgesetzt. Ins Leben gerufen wurde die Reihe gemeinsam vom Literaturbüro und der Zentralbibliothek, um ein größeres Bewusstsein zu schaffen für die Vielfalt der Düsseldorfer Literaturszene, die oft im Schatten ihrer Schwester, der Kunst, steht. Die Veranstalter waren zunächst selbst gespannt, wie lange es möglich sein würde, in jedem Jahr zehn Termine mit neuen Büchern zu füllen, die nicht nur aus der Feder einer Düsseldorfer Autorin oder eines Autors bzw. aus einem Düsseldorfer Verlag stammen müssen, sondern auch den Qualitätskriterien standhalten können. Das Potential ist noch immer nicht erschöpft und die OrganisatorInnen Michael Serrer und Annette Krohn entdecken immer neue AutorInnen.

Dienstag, 15. Januar 2013 um 18 Uhr

Christoph Peters liest „Wir in Kahlenbeck“
(Luchterhand Literaturverlag)
Der 15-jährige Carl Pacher wächst Anfang der 80er Jahre im streng katholischen Jungeninternat am Niederrhein heran. Das Collegium Gregorianum Kahlenbeck ist eine Welt für sich, einerseits voller Verbote und elitärem Geist, andererseits gärt unter der Oberfläche der Geist pubertärer Rebellion. Diese Widersprüchlichkeit prägt den jungen Schüler und er steht zwischen dem rechten Glauben und seinen frühreifen erotischen Phantasien. Lange verkehrt er heimlich mit dem Küchenmädchen Ursula, obwohl diese Verbindung auf Dauer kaum eine Chance hat. Ein Pubertäts- und Internatsroman, sowohl tiefgründig als auch komisch über Religion und Spiritualität, über Freundschaft und Rivalität, über das Fegefeuer der Pubertät und die Fallgruben der Liebe.

Christoph Peters wurde 1966 in Kalkar geboren. Er ist Autor von bislang fünf Romanen sowie mehrerer Erzählungsbände und wurde für seine Bücher mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem aspekte-Literaturpreis.

Moderation: Michael Serrer, Literaturbüro NRW e.V.

Dienstag, 19. Februar 2013 um 18 Uhr

Thomas Christen liest „Der Abend vor der Nacht“
(Secession Verlag)
Verwoben mit der Geschichte und der abgründig traurigen Verlorenheit des Diebes und Oldtimerliebhabers Steven Blake, der auf furchtbare und beinahe obszöne Weise einen ungeheuren Verrat an seinem Freund begeht, erzählt Thomas Christen die kraftvoll schöne, von Liebe erfüllte Lebensgeschichte des Kunsthändlers Wilhelm Langhans. Der 78jährige Kunsthändler ist Witwer und leidet an fortgeschrittener Demenz. In seinem Haus trifft er am Abend vor der endgültigen Einweisung in ein Pflegeheim wider Willen auf Steven Blake. Ein Roman über das Vergessen und Erinnern, mitreißend und einfühlsam geschrieben.

Thomas Christen, geboren 1955, lebt in Düsseldorf und studierte Politikwissenschaften, Germanistik, Soziologie und später Agrarwissenschaften. Nach zwanzig Jahren Tätigkeit in einer Heidelberger Klassikproduktion gründete er im Jahr 2000 das audio-visuelle Konzeptlabel tomtone music. Er schrieb über zwanzig Jahre lang Texte für Künstler wie Udo Jürgens, Milva und Veronika Fischer. Bisher erschienen von ihm die beiden Lyrikbände „Ferngespräche“ (2007) und „Windweit der Mensch“ (2010). „Der Abend vor der Nacht“ ist sein erster Roman.

Moderation: Michael Serrer, Literaturbüro NRW e.V.

Dienstag, 19. März 2013 um 18 Uhr

Tatjana Kuschtewskaja liest „Russinnen ohne Russland“
(Grupello Verlag)
„Russinnen ohne Russland“ versammelt achtzehn beeindruckende Schicksale, achtzehn kurze Novellen über Liebe, Hass, Angst und Erfolg – sie setzen die Reihe fort, die Tatjana Kuschtewskaja ihren berühmten Landsfrauen widmet. Das 2010 erschienene Buch „Liebe- Macht-Passion. Berühmte russische Frauen“ offenbart die Lebenswelt von Frauen, die russische Geschichte geprägt haben. Nun erfährt man von Töchtern Russlands, die ihre Erfolge in der Fremde gefeiert haben – wie etwa von der Königin von Frankreich Anna Jaroslawna, dem Hollywood -Star Anna Nazimowa und der „Eisernen Frau“ namens Mura. Diese Frauen vor dem Vergessen zu bewahren, ist das Ziel von Tatjana Kuschtewskaja.

Tatjana Kuschtewskaja, geboren 1947 in der Turkmenischen SSR in der Wüstenoase Dargan-Ata, verbrachte ihre Kindheit in der Ukraine. Sie studierte Musikpädagogik an der Musikhochschule von Artjomowsk (Diplom) und arbeitete acht Jahre lang als Musikpädagogin in Jakutien. Tatjana Kuschtewskaja lebt seit 1991 in Deutschland.

Moderation: Michael Serrer, Literaturbüro NRW e.V.

Dienstag, 16. April 2013 um 18 Uhr

Christoph Schmitz liest „Das Wiesenhaus“
(Suhrkamp Verlag)
Im Körper von Johannes Schneider regiert der Krebs. Auch wenn seine Familie sich rührend um ihn kümmert besteht für ihn wenig Hoffnung. Er fürchtet sich vor seinem Tod und davor, in Vergessenheit zu geraten. Beim Schreiben kämpft er gegen die Angst und das Vergessen an und träumt sich zurück in seine Kindheit im Rheinischen, an einen geradezu mythischen Ort – ins Wiesenhaus. Hier blüht das Leben wie die Landschaft. Doch bringt der Blick zurück auch Verdrängtes ans Licht, das Familienidyll bekommt unerwartet erste Risse. Langsam, aber sicher schreibt Schneider sich voran, hin zur Wahrheit darüber, was damals wirklich geschah und wie er zu dem wurde, der er heute ist.

Christoph Schmitz, geboren 1961 in Linz am Rhein, war nach einem mehrjährigen Aufenthalt in Brasilien Journalist beim ARD-Hörfunk und Redakteur beim Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Heute ist er Kulturredakteur und Moderator beim Deutschlandfunk.

Moderation: Michael Serrer, Literaturbüro NRW e.V.

Dienstag, 21. Mai 2013 um 18 Uhr

Prof. Dr. Thomas Druyen liest „Der Krieg der Scheinheiligkeit“
(Maxlin Verlag)
Die Krisen in der Welt scheinen unbeherrschbar und übersteigen unser Fassungsvermögen. Nicht nur das Chaos an den Finanz- und Politikmärkten stranguliert einen Großteil aller Bevölkerungen. Auch das Ringen um die Vorherrschaft in der Informationstechnologie, in der strategischen Weltraumnutzung oder in der Sicherung von Rohstoffquellen sind brandgefährliche Kampfzonen. Im Gegensatz zu den meist ökonomischen Erklärungsversuchen sieht Thomas Druyen die Wurzel allen Übels im drohenden Untergang eines gesunden Menschen-verstandes. Für ihn ist bereits ein dritter Weltkrieg der individuellen und kollektiven Verdrängung ausgebrochen. In diesem Tumult wird die Scheinheiligkeit zur stärksten Waffe. Der Text führt zu einem neuen Handlungsbewusstsein der Konkrethik. Wenn der Schein nicht länger die Mittel heiligen soll, müssen wir aus einem Traum erwachen, der immer mehr zum Alptraum wird.

Prof. Dr. Thomas Druyen ist Soziologe und der Begründer der Vermögens-kulturforschung. Er studierte an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster die Fächer Jura, Soziologie, Publizistik und Philologie sowie Anthropologie an der Universität Colombo. In Münster war er von 2006 bis 2010 Direktor des Forums für Vermögensforschung. Seit 2007 ist er ordentlicher Professor an der Sigmund Freud PrivatUniversität in Wien und seit 2009 Vorstand des Instituts für Vergleichende Vermögenskultur und Vermögenspsychologie. Mit seinem 2003 erschienenem Buch „Olymp des Lebens – das neue Bild des Alters“ und dem Buch „Goldkinder“, erschienen 2007, erreichte er nationalen und internationalen Bekanntheitsgrad.

Dienstag, 18. Juni 2013 um 18 Uhr

Jasna Mittler liest „Meine erste bis 99igste Liebe“
(Dumont Verlag)
Was ist die Liebe? Wo fängt sie an, wo hört sie auf – und wo genau ist sie überhaupt zu finden? Eine junge Frau schweift durch ihre Erinnerung und erzählt von den neunundneunzig Lieben in ihrem Leben. Dabei zeigt sich, dass die Liebe ebenso in großen Gefühlen auftritt wie in flüchtigen romantischen Augenblicken, die ihr Ende bereits in sich tragen. Und so vielfältig, wie die Liebe Gestalt annimmt, so unterschiedlich sind die Gründe für ihr Scheitern: Die erste Liebe, im Vorschulalter, zerbricht am Unvermögen der Protagonistin, Würstchen mit Pommes zuzubereiten. Die sechsundzwanzigste Liebe ruft nie wieder an. Und die dreiundachtzigste Liebe kann einer Illusion nicht standhalten.

Jasna Mittler, 1975 in Neuwied geboren, studierte in Hildesheim Kulturwissenschaften. Sie hat bereits zahlreiche Erzählungen veröffentlicht.

Moderation: Michael Serrer, Literaturbüro NRW e.V.

Dienstag, 18. Juli 2013 um 18 Uhr

Mario Giordano liest „1000 Gefühle – für die es keine Worte gibt“
(Berlin Verlag)
Die Freude über den ersten Schnee, die Wut auf den frühen Vogel, die Sehnsucht nach einem Knutschfleck, das Mitleid mit dem zerbrochenen Spielzeug, die Erleichterung, endlich mal Nein gesagt zu haben, oder das Glück beim ersten Blick aufs Meer … Schon mal gespürt? Mario Giordano öffnet ein Kabinett der 1000 Gefühle, für die es keinen Namen gibt – magisch, melancholisch und ein bisschen weise. Es sind die großen und erhabenen Gefühle dabei, die kleinen und fiesen, Kindergefühle und Elterngefühle, italienische Gefühle und katholische Gefühle, Männergefühle und Mädchengefühle, berühmte Gefühle und Friseurgefühle – ein kleines Buchwunder wird vorgestellt.

Mario Giordano studierte Psychologie und Philosophie in Düsseldorf. Er ist vor allem als Drehbuchautor (u.a. für den Tatort) und Verfasser von Kinder- und Jugendbüchern bekannt geworden. Er erhielt den Bayerischen Filmpreis für die Verfilmung seines Romans „Black Box“ unter der Regie von Oliver Hirschbiegel.

Moderation: Michael Serrer, Literaturbüro NRW e.V.

Unser schönsten Veranstaltungsreihen

Wir haben einige sehr schöne Veranstaltungsreihen, die ihr auch in der Veranstaltungsübersicht auf unserer Homepage finden könnt:

Jetzt stellen wir euch die erste Reihe hier im Blog vor:

Snoepjes

Literarische Bonbons aus dem Nachbarland Niederlande

Snoepjes

„Snoepjes“ bietet Ihnen literarische Leckerbissen aus den Niederlanden. In diesen Veranstaltungen können Sie bekannte Autorinnen und Autoren und deren unterschiedliche Genres erleben. Die Reihe beginnt mit drei Lesungen im April und wird im Herbst fortgesetzt. Das deutsch-niederländische Krimiautorenduo Thomas Hoeps und Jac. Toes bilden dabei am 10. April den Auftakt.

Bernd Scholtz

Mein Dank geht an die Organisatoren dieser Veranstaltungen, die in Zusammenarbeit des Bilker Bürgerhauses und der Bilker Stadtteilbücherei entstanden sind. Gerne unterstützt das niederländische Generalkonsulat in Düsseldorf diese Reihe im Rahmen der deutsch-niederländischen Kulturförderung. Ich wünsche allen Besucherinnen und Besuchern viel Spaß bei der literarischen Reise in die Niederlande.

Bernd Scholtz
Konsul Kultur und Kommunikation
Niederländisches Generalkonsulat Düsseldorf

Stadtbücherei Bilk, Friedrichstraße 127
Telefon 0211.89-9 92 90
Der Eintritt ist frei.

Dienstag, 10.04.2013 um 19 Uhr

Thomas Hoeps und Jac. Toes: „Höchstgebot“

Thomas Hoeps und Jac. Toes
© Jörg Wüstkamp

Ein Gemälde des berühmten Surrealisten René Magritte aus dem Kunstbesitz der Unternehmerfamilie Roeder wird zu einem legendären Betrag versteigert. Aller Sicherheitsmaßnahmen zum Trotz wird das Bild auf dem Transport nach Maastricht gestohlen.

Thomas Hoeps und Jac Toes: "Höchstgebot"

Am selben Abend geht in Aachen das Labor der Medizintechnik-Firma Roeder in Flammen auf. Die Ergebnisse jahrelanger Forschung werden vernichtet, und in den Trümmern findet sich die Leiche einer Frau. Die Profilerin Micky Spijker untersucht die Vorfälle. Will jemand das Familienunternehmen in den Ruin treiben?

Dienstag, 16.04.2013 um 19 Uhr

Kerstin Schweighöfer: „Auf Heineken können wir uns eineken“

Kerstin Schweighoefer
© Vincent van den Hoven

Nach ihrem Romanistikstudium träumt Kerstin Schweighöfer von Champagner und einem romantischen Tête-à-Tête mit einem Jean-Irgendwas. Doch wie immer hat das Leben einen anderen Plan, und Kerstin trifft Jan-Kees, bei dem einfach alles stimmt außer der Nationalität.

Kerstin Schweighoefer: "Auf Heineken können wir uns eineken"

Jan-Kees kommt aus Holland. Kiffer, Kühe, Tulpen und Tomaten. Soll das ihr großes Los gewesen sein? Oder können Holländer doch mehr, als deutsche Autobahnen verstopfen? Ein Buch für alle, die bereit sind, unser oft belächeltes Nachbarland neu zu entdecken.

 

Dienstag, 24.04.2013 um 19 Uhr

Marente de Moor: „Die niederländische Jungfrau“

Marente de Moor
© Juergen Bauer

Sommer 1936. Janna, eine junge Fechterin, soll bei einem Freund ihres Vaters in die Lehre gehen. Von Maastricht aus reist sie über die Grenze nach Aachen. Hier lebt – verwundet und verbittert zurückgekehrt aus dem 1. Weltkrieg – Egon von Bötticher.

Marente de Moor: "Die niederländische Jungfrau"

Auf einem einsamen Landgut unterrichtet er zwei Zwillingsbrüder und organisiert blutige Duelle für Studenten. Jannas Abneigung gegen den narbenübersäten Egon schlägt schon bald in Verliebtheit um. Welches Geheimnis aber gibt es zwischen ihm und ihrem Vater? Ausgezeichnet mit dem „AKO-Literatuurprijs 2011“.

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