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Buchstabensuppe – Blog der Stadtbüchereien Düsseldorf

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Persönliches

Achtens: Annalina geht ins Lektorat

Hallo zusammen!
Es liegt mal wieder eine spannende Woche hinter mir. Montag war mein letzter Tag in der EDV, an dem ich ein (für mich) neues Programm kennengelernt habe. Das ist so ähnlich wie Excel und für die Personen, die gerne über aktuelle Veranstaltungen informiert werden möchten. Außerdem wurde mir gezeigt wie man Etiketten mit Empfängernamen erstellt. Obwohl Technik eigentlich gar nicht so mein Ding ist, war es doch schön, zumindest einen Laien- Einblick in die Programme der Stadtbüchereien und die Arbeit der EDV zu bekommen.
Seit Dienstag bin ich jetzt im Lektorat, in der Abteilung für Belletristik. Eine angenehme Mischung aus Büchern, Computer und Auskunft. Am schönsten finde ich aber, dass das Lektorat aussucht, welche Bücher (und Hörbücher) neu angeschafft werden. Außerdem beteiligen sich Teile des Lektorats an Führungen und Veranstaltungen, wo wir schon gleich beim Thema wären. Dienstagabend fand nämlich eine Lesung der Autorin Rumjana Zacharieva im Rahmen von „Frisch gepresst“ statt. Die deutschsprachige Schriftstellerin bulgarischer Herkunft stellte hier ihr neues Buch „Transitvisum für´ s Leben“ vor, welches die Geschichte einer jungen Frau erzählt, die gerade vom Balkan ins Westdeutschland der 1970er Jahre immigriert und praktisch von einer Kultur in die nächste stolpert. Die Autorin war sehr sympathisch und hatte eine humorvolle Art, die sich auch in ihrem Roman widerspiegelt. Trotzdem hat das Buch natürlich einen ernstzunehmenden Hintergrund der einigen hier in Deutschland nicht fremd ist. Ich war jedenfalls begeistert von der Veranstaltung und werde hoffentlich bald anfangen, das erste Buch der Autorin „7 Kilo Zeit“ zu lesen. Das hat sie mir nämlich geschenkt und signiert, was richtig, richtig nett von ihr ist. Ein Exemplar ihres zweiten Buches „Bärenfell“ hat sie außerdem der Bücherei gestiftet. Also ein wirklich großes Dankeschön an Rumjana Zacharieva!!
Um keinen Roman zu schreiben, den wegen seiner Länge kaum jemand liest, fasse ich meine Tätigkeiten und Erlebnisse der Woche jetzt mal zusammen. Meine Arbeit im Lektorat besteht aus Recherche zu Veranstaltungen, dem Überlegen, welche Bücher man kaufen sollte, Bestandspflege (alte Bücher, die nicht mehr gut aussehen und kaum ausgeliehen werden aussortieren, ins Magazin stellen, wegwerfen oder gegebenenfalls ersetzen) und der Arbeit am Auskunftstisch. Ich bin manchmal echt verwundert, welche exotischen und detaillierten Wünsche geäußert werden und wie schwer es teilweise ist, die dann auch zu finden. Da ich mich noch nicht besonders gut in der Zentralbibliothek auskenne bin ich meistens (noch) keine große Hilfe, aber das gucke ich mir noch von den Kollegen ab. Die erklären und helfen zum Glück immer ganz viel.
Alles in allem gefällt es mir hier ziemlich gut, die Sonne ist zurück und es ist fast Wochenende! Also macht´ s gut, genießt das Wetter und schaut demnächst mal bei den Neuerwerbungen vorbei. (Vielleicht auch online? Die monatlichen Neuerwerbungen an der rechten Seite)

Tschüß! Bye! Salut! Adios! Ciao! Пока́! 再见 ! سلام !

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Famoser FaMI

Häufig wird mir die Frage gestellt, warum ich denn noch privat Bücher lese; schließlich läse ich ja den ganzen Tag auf der Arbeit. Jedes Mal, wenn mir diese Frage gestellt wird, merke ich, wie viele Menschen den Beruf des Fachangestellten für Medien und Informationen (FaMI) gar nicht kennen oder dass die Fragesteller nur wahnwitzige Vorurteile zu diesem Beruf haben. Ich beantworte die Frage immer gleich: Ich habe noch nie ein Buch während der Arbeit gelesen. Dafür ist gar nicht die Zeit vorhanden. Es gibt so viele Dinge in einer Bücherei zu tun, so viele verschiedene Tätigkeiten, die erledigt werden müssen. Da denke ich gar nicht an entspannendes Lesen. Meistens lässt sich im Gesicht meines Gegenübers erkennen, dass er leicht verwirrt ist. Viele Tätigkeiten? Keine Zeit? Du kommst doch sicherlich erst  kurz vor Öffnung in die Bibliothek und sitzt dann den ganzen Tag regungslos auf deinem Stuhl und starrst auf den Bildschirm deines Computers. Ab und zu kommt dann mal eine alte Omi und fragt nach irgendeinem uralten Schinken den sie für ihren Enkel ausleihen will, weil sie das Buch in Ihrer Jugend verschlungen hat und unbedingt möchte, dass er dieses wundervolle Werk liest. Jetzt merke ich, dass der Beruf des FaMI in vielen Köpfen meiner Umgebung völlig falsch dargestellt ist. Ich erkläre meinem Gegenüber, dass ich eine 39 Stunden Woche habe und jeden zweiten Samstag mal arbeiten darf.  Ich komme also nicht kurz vor Öffnung der Bücherei. Ich erläutere grob meine Tätigkeiten: Jedes Medium, das zurück kommt, muss auch wieder zurück ins Regal. Dies geschieht nicht durch einen Zauberspruch, kleine Trolle stellen die Medien auch nicht zurück. Das mache ich. Es kommen nicht nur alte Omis in die Bib und wollen Bücher für ihre Enkel. Das Publikum ist bunt gemischt, was meiner Meinung nach die ganze Angelegenheit viel interessanter macht. Man weiß nie, welcher Leser als nächstes kommt und was er für eine Frage mitbringt. Regungslos sitze ich schon gar nicht vor meinem Computer. Ich bin die ganze Zeit in Bewegung, zeige den Lesern wo sie ein Buch finden und helfe den Lesern, an den Internetcomputern und vieles mehr. Meistens erhellt sich das Gesicht meines Gegenübers und er ist überrascht, was ich alles machen muss. Dabei habe ich gerade meinen Beruf nur minimal beschrieben. Wenn ich meinem Gegenüber alle Tätigkeiten genau erklären würde, dann holte ich mir erst einen Kaffee. (tk)

Annalinas siebter Bericht

Hallo! Hello! Bonjour! Hola! Ciao! приве́т! 你们好! مرحبا
Die Interkultur lässt grüßen.

Das Wetter haut mich immer noch nicht vom Hocker, ist aber bestimmt förderlich für die Ausleihzahlen. Glaube ich zumindest, da ich es im Selbstversuch merke. Nicht mal unsere Katze geht noch gerne raus, trotz Winterfell (und Winterspeck!).
Letzen Montag war ich das erste Mal in der Zweigstelle Gerresheim, die ich bisher nur als Haltestelle der S-Bahn und von der Statistik her kannte. Dort gab es ein Problem mit der Software, also hatte die EDV Außendienst, um sich das Problem vor Ort anzuschauen und zu lösen. Ich finde es ja toll, dass jede Zweigstelle ihr eigenes Flair hat, auch wenn eigentlich alle zusammen gehören. In Gerresheim fand ich die Möbel in der Kinderecke am schönsten, außerdem ist in der oberen Etage echt viel Platz.
Montagnachmittag war ich gleich noch mal außerhalb des Büros, in Bilk musste ein Router ausgetauscht werden. Dort fand nämlich die regionale Bibliothekskonferenz  statt, bei der auch E-Reader vorgestellt wurden. Außerdem herrschte reger Betrieb, es sind ja jetzt Herbstferien. Das einzige, was ich bisher aus der Schulzeit vermisse.
Dienstag habe ich für verschiedene Internet-Seiten der Stadtbücherei QR- Codes generiert und diese auch auf Tags abspeichert. So können die Kunden mit Smartphones demnächst irgendwann auch an dem Bücherregal auf den Onlinekatalog zugreifen oder Rezensionen zu interessanten Büchern lesen. Oder es in der Onlinebibliothek suchen. Oder auf der Facebook- Seite der Stadtbüchereien stöbern….
Anschließend habe ich mich endlich mit den E- Readern auseinander gesetzt, die es jetzt seit ein paar Wochen in allen Büchereien gibt. Drei verschiedene Modelle wohlgemerkt. Eigentlich sind sie ganz einfach zu bedienen, man muss es einfach mal versuchen. Niedlich sind sie auf jeden Fall alle drei, jeder hat so seine Vor- und Nachteile. Wobei ich auch gerne das Papier zwischen meinen Fingern beim Umblättert fühle. Aber so ist das halt mit der neuen Technik…
Mittwoch war ich krank und bin im Bett geblieben. Eine  prompte Reaktion meines Immunsystems auf den fehlenden Sonnenschein.
Donnerstag bis Samstag hatte ich ein Seminar im Rahmen meines Freiwilligen Sozialen Jahres in Krefeld. Unser Thema war „Gewalt“, was das eigentlich genau ist und wie man sie verhindern kann. Werde ich hoffentlich nie anwenden müssen, vermutlich würde ich intuitiv eh anders reagieren, als ich eigentlich soll. Außerdem habe ich gelernt: Wenn eine Person es sich fest vorgenommen hat, dann wird sie gewalttätig, egal, was man macht. Man kann diese Reaktion nur verhindern, wenn sie spontan erfolgt.
In diesem Sinne: Bleibt gewaltfrei und haltet die Ohren unter den Mützen steif.

Bis demnächst!

Es regnet, es regnet…. Annalinas Bericht von der letzten Woche

Hallo zusammen. Ich schaue gerade aus dem Fenster der EDV und sehe was? Einen grauen Himmel, Regen und Bäume, die sich im Wind wiegen. Ein goldener Herbst wäre doch wesentlich aufbauender. Aber zumindest ist es das richtige Wetter um zu Hause auf dem Sofa mit einem Heißgetränk meine Bücherliste abzuarbeiten.
Montag war das Wetter um einiges besser. Nach dem Telefon-Marathon und der ausführlichen Einweisung in das, was man theoretisch machen könnte aber auf keinen Fall tun sollte, hatte ich abends noch eine interkulturelle Stadtführung durch Flingern- Süd. Angefangen hat diese am zakk (wer es nicht kennt, es ist das Zentrum für Aktion, Kultur und Kommunikation und bietet verschiedenste Angebote für alle Altersklassen an), in dem sich auch ein Literaturautomat befindet. Über die bunt besprayte (und sehr schöne) Fichtenstraße ging es zum Club Portegues, einem portugiesischem Laden und Cafe. Ein sehr schönes Ambiente mit einer großen Auswahl an Lebensmitteln und Weinen. Man erkennt den Laden an dem Esel auf dem Dach!  Der nächste Halt war die Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung Icklack, die auch ein paar interkulturelle Projekte durchführt. Wir bekamen außerdem einen Einblick in die Freizeitgestaltungsmöglichkeiten vor Ort, wenn ich jünger wäre, würde ich da nachmittags bestimmt auch mal hingehen. Die letzte Station waren die Stadtwerke, ein schönes Gebäude, in dem sogar Bäume wachsen. Eine Mischung aus Denkmalschutz und Neubau, auf jeden Fall sehenswert. Der Rundgang war also alles in allem sehr interessant, ging allerdings auch bis 20:30Uhr.
Am Dienstag hatte ich meine Einführung in unser Zeiterfassungssystem. Da es offensichtlich noch kein peinliches Bild von mir für den Jahresrückblick gab, wurde bei der Gelegenheit auch gleich mal eins gemacht. Ansonsten habe ich gelernt, wie man eine Statistik erstellt (und konvertiert) und nach Internetseiten für die Medienboxen geschaut.
Mittwoch hatte ich frei, der deutschen Einheit sei dank!
Gestern, am Donnerstag, war ich das erste Mal in der Zweigstelle Garath. Die Bücherei in Garath erstreckt sich über vier Etagen und ist richtig gemütlich und mit viel Mühe eingerichtet. Über die orangefarbenen Heizungen kann man sich zwar streiten, ich finde sie jedenfalls einfach nur retro! Schade, dass nicht mehr Leute dieses schöne Gebäude nutzen!
Heute ist Freitag, auch wenn meine Wochenendestimmung etwas vom Wetter gedämpft wird. Bisher habe ich mich selbst sinnvoll mit dem Schreiben von Rezensionen im LibraryThing (im Onlinekatalog) beschäftigt, da diese ruhig weiter ausgebaut werden können.
Wünsche euch allen ein schönes Wochenende, mir steht heute noch eine dreistündige Zugfahrt nach Paderborn bevor.

Adios Amigos!

Neuer Blog, neues Glück… Annalina ist jetzt in der Zentralbibliothek

Hallo aus der Zentrale! Heute ist mein erster Tag hier in der EDV und mein Kopf ist jetzt schon voll mit Theorie und Begrifflichkeiten. Wenn ich auch nicht alles verstanden habe, halte ich schon mal fest: Man kann viel machen, sollte es aber nicht. Und das Klingeln des Telefons ist hier praktisch Hintergrundmusik.
So viel zu meinem ersten Eindruck. Jetzt zu meiner letzten Woche in Flingern. Am Dienstag fand in der Zweigstelle Bilk eine Theateraufführung von „Hexenkuss und Zaubermuss“ statt. Gäste sind zahlreich erschienen, über 80 Kinder und Elternteile waren da (man bedenke, dass die Bücherei in Bilk ja nicht so groß ist). Ich würde sagen, den Kindern hat es gefallen. Die Hexe in Rosa kam auf jeden Fall gut an!

Mittwoch stand ganz unter dem Weihnachtsstern. Unser Azubi und ich hatten die Aufgabe, aus den Weihnachtsmedien, ein paar Buchstützen, einem Tisch und zwei Regalen was Schickes zu zaubern. Ich finde ja, das ist uns gelungen. Nach etwas Diskussion über Ästhetik und einem ordentlichen Kaffee.
Am Donnerstagmorgen hatten wir dann Kinderbespaßung in Form eines Bilderbuchkinos. „Hällo Ei äm Betty“ erzählt die Geschichte einer schottischen Kuh, die zu Besuch auf einem Bauernhof ist. Trotz Verständigungsproblemen (Betty spricht nur Englisch) kommen die Tiere gut miteinander aus. Unterschwellige Wertevermittlung für Kinder, die aufgepasst haben. Und die, bei denen das nicht der Fall war, konnten sich über die anschließende Bastelstunde freuen, bei der jeder am Ende eine Kuh sein konnte. Wenn sie also nichts über Interkultur mitgenommen haben dann zumindest ein Hörnerstirnband.
So viel zu meiner letzen Woche in Flingern. Alles in allem war meine Zeit dort ein super Start in mein FSJ und ich werde meine Kollegen echt vermissen. Jetzt fängt dann wohl eine „oh du fröhliche“ neue Zeit hier in der Zentrale an. Ich bin gespannt!

Und weiter geht mein FSJ! – der vierte Bericht von Annalina aus Flingern.

Letzten Dienstag haben wir in Flingern Besuch von der Bezirksvertretung bekommen, aber da ich dienstags frei habe, kann ich dazu persönlich leider nichts berichten. Aber ich habe bei den Vorbereitungen zu dem Treffen geholfen und ein paar Gläser poliert. Eins ist übrigens dabei kaputt gegangen, was mein besonderes Talent noch mal hervorhebt.
Es folgte gleich Mittwoch wieder ne Besprechung, diesmal mit dem Chef und ein paar Kolleginnen in der Zentralbibliothek. Besprochen wurde das Kleingedruckte fürs Großgedruckte. Flyer, Medien, Veranstaltungen und Co. Es muss an vieles gedacht werden …
Um den Mittwoch weiterhin aktiv zu gestalten, stand nach unserer Rückkehr aus der Zentrale gleich der nächste Termin an: Ein Besuch beim Zentrum Plus der Caritas in Flingern. Die Senioren hatten vor kurzem einen Workshop „SORAQ- Soziale Ressourcen für altersgerechte Quartiere“ mit der Fachhochschule, bei dem sie Orte in Flingern fanden, die ihnen gefallen und welche, wo es zu Problemen kommt. Dabei wurde die Bücherei Flingern mehrfach positiv erwähnt. Im Moment plant die Gruppe eine Art Projekt, bei der Flingern mit „Strick-Graffitti verschönert wird. Mit anderen Worten: Säulen und Schilder werden bunt verziert durch Gestricktes. Eine schöne Idee; wenn sie durchgesetzt wird, mache ich Fotos!
Am Donnerstag, hatten wir ein paar Kindergartenkinder zu Besuch, die sich den Lesegarten angeschaut haben. Und ein Bilderbuchkino gabs auch noch! Ein Kind wollte am Ende gar nicht mehr weg.
Und zu guter Letzt, damit keiner denkt, ich wäre faul oder nur zum Lesen hier, mein „Wochenergebnis: Diese Woche habe ich neben vielen anderen Sachen für jeden Bezirk mit einer Zweigstelle die Bevölkerungsstruktur ausgewertet (damit man ungefähr weiß, wie man die Projekte ausrichten könnte).
Jetzt ist Freitag und der Azubi ist unten ganz fleißig, sodass ich hier oben am Computer den ganzen mühseligen Fleißkram machen kann. Aber bald beginnt mein Wochenende 🙂

In diesem Sinne: Macht´s gut, hoffentlich wird es nicht so kalt!

Internationale Bibliothek – der dritte Bericht von Annalina aus Flingern

Bonjour Ensemble!

Um das Klischee einer interkulturellen Mitarbeiterin komplett zu machen: Ich war am Wochenende in Paris! Zumindest am Samstag. Ein- Tages- Ausflug mit dem Jugendreisebus. Man gönnt sich ja sonst nichts. Und Frankreich ist doch ums Eck.
Aber bevor ich hier alle Einzelheiten erzähle oder einen Reisführer schreibe, ziehen wir doch die Parallele zu meiner Arbeit. Obwohl ich vier Jahre in den Genuss von Französischunterricht kam musste ich feststellen, dass mein ach so großes Vokabular plötzlich auf wenige Brocken zusammengeschrumpft war und ich mit meinen Kommunikationsversuchen ein doch eher verzweifeltes Bild abgegeben habe. Offenbar so verzweifelt, dass man sofort dazu überging, mir auf Englisch zu antworten. Die Erweiterung meine Französischkenntnisse blieb also leider aus, dennoch  habe ich eins mitgenommen: Es ist ziemlich blöd, wenn man sich nur schlecht verständigen kann. Und man ist dankbar über jedes gedruckte oder gesprochene Wort, das man versteht.
So viel  zu meinem Wochenende und zurück zum eigentlichen. Letzte Woche hatten wir ein Seminar über Interkulturelle Kompetenz. Sollte uns Bibliotheksmitarbeiter noch mal sensibilisieren und uns einiges in Erinnerung rufen, was man beim Umgang mit Menschen mit Integrations- oder Migrationshintergrund beachten sollte. Um anschließend zu beweisen, wie offen und tolerant wir sind, haben wir eine Moschee und einen russischen Verein, AVP (Akzeptanz, Vertrauen, Perspektive) besucht.  Meiner Meinung nach das Interessanteste an dem guten Seminar. Kann ich auch nur weiter empfehlen (am 3. Oktober ist Tag der offenen Moscheen), hilft auf jeden Fall, Vorurteile loszuwerden. Zumindest wenn man bereit ist, sich von ihnen zu trennen. Die meisten sind über ein offenes Gespräch nämlich sehr froh und dankbar und auch jederzeit bereit, jede ernsthafte Frage zu beantworten. Genau wie die Franzosen jederzeit bereit waren, uns die richtige Metro zu zeigen.
Ansonsten hatten wir noch eine Projektbesprechung und waren auf den 30. Geburtstag des Stadtladens der Diakonie in Flingern eingeladen. Leider haben wir den Raum nicht auf Anhieb gefunden und unser Aufenthalt war etwa so lang wie unsere Suche.
So weit, so gut, die Arbeit geht weiter. Salut!

Annalina in Flingern

Hallo zusammen!!

Als erstes möchte ich euch unser Sitz-Schwein vorstellen!

Eigentlich gehörte es zu einer Ausstellung, beehrt uns aber glücklicherweise immer noch mit seiner Anwesenheit. Geschaffen wurde es übrigens von Esther Marschall, die ihr Atelier auf der Lichtstraße in Flingern hat. Vermutlich wird es dicke Kindertränen geben, sollte es uns verlassen. Vielleicht lehne ich mich etwas weit aus dem Fenster wenn ich sage, es ist eine Art Maskottchen hier in Flingern. Aber man hat sich einfach schon an den Anblick gewöhnt, dieses Schwein gehört praktisch zum Mobiliar. Außerdem passt es farblich gut zu der Info-Theke.
Leider hat es noch keinen Namen. Wenn euch einer einfällt, Ideen sind immer willkommen!

Da heute Donnerstag ist mache ich mal eine Art Wochenrückblick und dokumentiere das Wichtigste für euch.
Die Woche fing gleich anstrengend an, zwei unserer Kolleginnen fehlten krankheitsbedingt und so mussten wir den Bibliotheksalltag zu dritt (ich eingeschlossen) meistern. Nicht, dass das nicht machbar gewesen wäre. Trotzdem finde ich, dass einige Kollegen unersetzbar sind. Oder sie fehlen einem zumindest, sagen wir es so. Jedenfalls hatten wir mehr zu tun als sonst. Dazu kamen dann noch die neuen Regale, die umgebaut und gefüllt werden mussten. Ja, wir haben neue Möbel bekommen! Meiner Meinung nach hat der Teil der Kinder- und Jugendbücherei am meisten davon profitiert und sieht jetzt noch einladender aus als vorher.  Die Regale in der Romanabteilung sind zwar noch nicht aufgefüllt, stehen aber schon. Alles in allem war Montag recht arbeitsreich und ich hab mich riesig über den freien Dienstag gefreut.
Weiter ging es also erst am Mittwoch. Da wurde neben dem üblichen Einstellen die Monatsabrechnung gemacht und mir natürlich auch erklärt. Zahlen sind zwar eigentlich nicht so mein Fall aber ich habe es trotzdem verstanden (und mit dem Taschenrechner nachgerechnet). Nachdem ich ein paar Dokumente kopiert hatte konnte unsere Abrechnung abgeschickt werden. Ich hoffe doch, sie ist vollständig und gut angekommen!
Heute, am Donnerstag, war ich mit zwei Kolleginnen bei einer Sitzung in der Zentrale. Dort habe ich eine Menge der Kollegen kennengelernt, mit denen ich im Laufe des Projekts mehr zu tun haben werde. Es wurde viel besprochen, was zwar interessant, aber für mich nicht unbedingt primär wichtig war. Trotzdem eine willkommene Abwechslung!
Als wir dann wieder „ zu Hause“ in Flingern waren wurden wir angenehm überrascht: Ein Techniker hat einen Ausleihautomaten ausgetauscht, der uns durch seine Lautstärke schon länger auf die Nerven gegangen war. Jetzt herrscht endlich wieder Ruhe an der Ausleihe, was wohl allen zu Gute kommt.
Morgen geht es nach Unterrath, Projektbesprechung. Hier also noch mal der Beweis: Ich bin nicht nur zum Bücher sortieren hier!
An dieser Stelle verabschiede ich mich mal und suche einen Leihwunsch raus. Sollte die Tage was Spektakuläres passieren werde ich es euch mitteilen. Und wenn nicht, dann auch.
Macht es gut und genießt die (hoffentlich nicht letzten) Sonnenstrahlen!

Annalina ist in Flingern

Hallo erstmal!

Für alle, die es noch nicht wissen: Die Stadtbüchereien Düsseldorf haben dieses Jahr erstmals ein Freiwilliges Soziales Jahr im Bereich Interkulturelle Bibliothek angeboten. Ich bin mehr durch Zufall (und die Hilfe von Google) darauf gestoßen und war so begeistert, dass ich sofort und eher spontan eine Bewerbung für die Stelle geschrieben habe. Eigentlich hatte ich mir keine großen Chancen ausgerechnet, genommen zu werden und habe mich geistig schon in einer anderen Institution, umringt von plärrenden Kindern, mein FSJ ableisten gesehen. Doch scheinbar sollte es einfach so sein, dass mein erstes Bauchgefühl sich als richtig erwiesen hat: Diese Stelle ist einfach mein Ding! Nach langer (bürokratiebedingter) Wartezeit konnte ich mich dann riesig darüber freuen, für ein Jahr zum Team der Stadtbüchereien Düsseldorf zu gehören und da auch ein bisschen mitzumischen.

Damit ihr wisst, mit wem ihr es hier zu habt, stelle ich mich mal kurz vor. Ich bin Annalina, 19 Jahre alt und erst kürzlich dazugezogen. Vorher habe ich in Paderborn gelebt und von da auch mein Abitur mitgebracht. Jetzt nehme ich mir quasi ein Jahr Auszeit um mich beruflich zu orientieren und schon erste Arbeitserfahrungen zu sammeln. Bin es nämlich leid immer in der Schule zu sitzen und mich mit Theorie vollstopfen zu lassen.
Die letzten zwei Wochen habe ich in der Zweigstelle Flingern verbracht, wo ihr mich wohl auch die nächste Zeit noch antreffen könnt. Hier lerne ich erstmal den täglichen Ablauf einer Bücherei kennen, den ich vorher immer unterschätzt habe. Das ist nämlich mehr Arbeit, als es aussieht!

Meine ersten Eindrücke: Flingern ist ein sehr multikultureller Stadtteil mit vielen internationalen Möglichkeiten fürs Mittagsessen. Man kann sogar beim Griechen Pizza bekommen!
Meine Kollegen und Vorgesetzen sind alle sehr freundlich, hilfsbereit und humorvoll. Man hat ja eher ein etwas verstaubtes Bild von der Bibliothekarin mit dem strengen Blick und der Hornbrille, an diesem Klischee ist absolut nichts dran! In Flingern herrscht übrigens geballte Frauenpower ohne Zickenkrieg. Wenn in Düsseldorf alle so nett sind bleibe ich noch ein Weilchen hier. Hätte mich nicht besser treffen können.
Aber jetzt mal zu dem entscheidenden, meinen eigentlichen Aufgaben und Tätigkeiten. Wie bereits erwähnt, in einer Bibliothek gibt es mehr zu tun, als man sich als Besucher immer vorstellt. Hier arbeiten nicht ohne Grund vier Leute (und meine Wenigkeit) nicht nur während den Öffnungszeiten. Ich habe z.B. eine 38,5 Stunden Woche und bekomme immer, wenn ich gerade nichts zu tun habe und dekorativ in der Gegend herumstehe, eine Aufgabe aufs Auge gedrückt (wobei ich den Verdacht nicht loswerde, dass außer mir selten jemand scharf darauf ist, sie zu machen).
Hauptsächlich sortiere ich im Moment Medien (Bücher, DVDs etc.) oder suche Leihwünsche heraus. Durch die viele Übung beherrsche ich das Alphabet jetzt besser denn je und bin was neue Medien angeht direkt an der Quelle. Das ist für mich auch ziemlich vorteilhaft, da ich selber gerne lese und mir schon das ein oder andere Buch ausgeguckt habe. (Bis zum Ende meines Jahres habe ich sie hoffentlich alle gelesen.)
Manch einer mag jetzt vielleicht denken, ich langweile mich hier zu Tode oder werde als billige Arbeitskraft missbraucht- dabei war ich noch gar nicht fertig, meine vielfältigen Aufgaben zu erläutern.
In erster Linie arbeite ich nämlich an dem Projekt „Interkulturelle Bibliothek“ mit, für das ich bisher einiges recherchiert habe. Dazu gehören all die Veranstaltungen, die zwar erst im nächsten Jahr stattfinden, dieses Jahr aber noch „festgezurrt“ werden müssen. Bedeutet im Klartext: Viel Organisation.
Mein bisheriger „Höhepunkt“ war das Vorbereiten der Bastelarbeit für das nächste Bilderbuchkino. Da ich nicht zu viel verraten möchte nur so viel: Ich musste 100mal mit Hilfe einer Schablone das gleiche Motiv zeichnen und anschließend ausschneiden. Warum darauf keiner heiß war ist mir schon klar.
Auch das Abhängen der Bilder von der letzten Ausstellung fiel mit in meinen Bereich. Man bedenke dabei, dass die Bilder erst abgehangen und dann aus den Rahmen entfernt werden mussten. Insgesamt viel Arbeit für drei Personen (eine davon Hochschwanger). Aber es hat sich am Ende für mich sogar gelohnt, ich konnte mir eins der Bilder aussuchen und behalten. An dieser Stelle noch mal vielen Dank dafür!
Jetzt zum letzten, für die meisten wahrscheinlich eher uninteressanten Punkt meiner Tätigkeiten: Der Bibliothekscomputer. Einen Blick in die Programme werfen, Bücher bestellen und vormerken, eine Bücherliste mit Excel erstellen. Zu jeder Arbeit gehört halt auch etwas Theorie.
So, ich denke, das reicht erst mal, ist doch etwas mehr geworden als geplant. Sollte für den ersten Eindruck genügen. Da dieser Blog jetzt auch zu meinen Aufgaben zählt halte ich natürlich jeden, der sich dafür interessiert, auf dem Laufenden, was hier so vor sich geht.
Bis dahin, ich hoffe, ich hab euch nicht gelangweilt!
Annalina

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