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Buchstabensuppe – Blog der Stadtbüchereien Düsseldorf

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Persönliches

Tra-ri-ra, der Sommer, der ist da!

sommerJuchu, jetzt ist er aber wirklich da und gibt nicht nur ein kurzes Zwischenspiel um nach zwei Tagen wieder zu verschwinden!

Ständig fallen mir Dinge ein und auf, an denen ich mich erfreuen kann. Viel mehr, als noch vor ein paar Wochen:

– Unseren Himbeerstrauch vor der Haustüre, an dem wir alle ein oder zwei Tage schauen, ob wir schon wieder ernten können. Und dann die sonnenwarmen Früchte direkt vom Strauch zu essen.

– Dass wir den Geburtstag unserer Tochter hinter uns gebracht haben. Sechs Kinder hat sie eingeladen und es waren auch alle da. Zwischen umgeschütteten Apfelsaft, dreckigen Gummistiefeln und vorbereiteten Spielen, die dann aber keiner spielen wollte, hat es allen gefallen.

– Unsere Tochter kann Fahrrad fahren! Wie schön ist es mit ihr gemeinsam kleine Strecken zu fahren, bei denen wir sonst das Auto genommen hätten (das ist jetzt eh total überhitzt). Und wir können uns am Gegenwind und (vor allem unsere Tochter) an der Geschwindigkeit erfreuen.

– Die spontane Einladung zu einer Wasserschlacht in Nachbars Garten.

– Mit unserer Tochter immer wieder die große Wasserrutsche im Schwimmbad runter zu sausen.

– Darauf zu warten, dass die klitzekleinen Äpfel von unserem Apfelbaum größer und größer werden und hoffen, dass der Baum sich nicht überschätzt hat mit der Verteilung, weil am kleinsten Zweig fünf Äpfelchen dicht aneinander gedrängt hängen.

– Sehen, wie unsere Tochter immer selbständiger wird und sich selber beschäftigen kann. Wie lieb sie zu Kleineren ist, sie an die Hand nimmt und sich um sie kümmert – aber nur wenn sie Lust drauf hat.

– Den fremden streunenden Kater ein bisschen gezähmt zu haben. Zu sehen, dass er immer wieder kommt, sich gerne füttern und streicheln lässt. Ihm gemeinsam den Namen „Mau“ (wie in den Conni-Büchern) zu geben.

– Die neuen An- und Einsichten, die der Lupenbecher unserer Tochter uns allen beschert. Von Fliegen, Ameisen, kleinen Grashüpfern bis zu Blüten und Steinen war schon alles drin.

–  Stolz die ersten Auftritte unserer Tochter mit dem Kinderchor erleben zu dürfen. Und abends von ihr zu hören, dass das Beste am Auftritt der Kuchen danach war.

– Jeden Tag nach zu schauen, ob die Sonnenblumen schon Blüten bekommen haben.

– Abends lange draußen zu sitzen und zu genießen wie es langsam dunkel und kühler wird und dabei mit dem E-Book-Reader noch ein bisschen zu lesen. Weil er halt so schön klein und leicht und praktisch ist.

So einen E-Book-Reader kann ich eh nur jedem empfehlen. Und wer ein bisschen mehr machen möchte, als nur zu lesen, sollte sich unbedingt einen Mini-Tablet-PC anschaffen. Da kann man mit durchs Internet surfen und Spiele machen und Filme auf youtube schauen und natürlich auch gaaaanz viel lesen. Und das Beste ist: die Online-Bücher dazu gibt es kostenlos bei den Stadtbüchereien!

Lehner, Monika:
^Den^ Sommer erleben mit Ein- bis Dreijährigen / Monika Lehner. [Ill.: Antje
Bohnstedt]. – 1. Aufl.. – München : Don Bosco, 2013. – 93 S. : Ill.
(Mit kleinen Kindern durch das Jahr)
ISBN 978-3-7698-1977-9 kart. : EUR 14.95 (DE), EUR 15.40 (AT), sfr 21.90
(freier Pr.)
Schlagwörter: Sommer / Kinderkrippe / Beispielsammlung
Ndl 3 Lehner                            .

„Du bist ein Piffer“

Denken sich Ihre Kinder auch immer wieder lustige oder ausgefallene oder ungewöhnliche Wörter oder Satzgebilde aus?

Als die ersten richtigen gemeinsamen Mahlzeiten mit unserer Tochter möglich waren, überlegten wir als kleines Ritual uns alle an die Hände zu nehmen und gemeinsam zu sagen „Piep – Piep – Piep, guten Appetit“. Das komplette Original gefiel uns nicht ganz so gut, daher kürzten wir es einfach ab. Mit der Zeit wurde daraus „Wir wünschen uns einen guten Appetit“, weil das so auch im Kindergarten gemacht wird. Irgendwann bestand unsere Tochter dann aber auf „Wir wünschen uns einen Sternen-Appetit“. Das gefiel mir persönlich sehr. Das hatte Charme und war ungewöhnlich. In Gedanken sah ich uns in einer lauen Sommernacht unter dem Sternenhimmel sitzen. Leider wurde nach einiger Zeit aus dem „Sternen-Appetit“ ein „Laternen-Appetit“ (ob des Reimes wegen?). Das fand ich gar nicht mehr charmant. Ich assoziierte alte schmuddelige leicht angerostete Straßen-Laternen. Das hatte für mich mit dem ursprünglich „gutem Appetit“ nicht mehr viel zu tun. Aber seit einigen Tagen schöpfe ich Hoffnung. Das Neueste ist „Wir wünschen uns einen Kartoffelpüree-Appetit“. Dabei gibt es bei uns gar nicht so häufig Kartoffelpüree. Unsere Tochter meinte dazu nur, aber im Kindergarten gäbe es den und der schmeckt. Ich bin gespannt, was für Appetite wir noch alles bekommen werden.

Weniger Appetit hat unsere Tochter seit längerem auf „lutschige“ Sachen. Wenn ich ihr unterwegs eine halbe Brezel reiche, fragt sie mich meist erstmal, ob diese auch nicht lutschig sei. Der Begriff ist schön selbsterklärend. Alles, was angebissen oder glibberig ist, kann schnell und einfach als lutschig bezeichnet werden. Erstaunlich, dass es dieses Wort nicht offiziell gibt.

Ebenfalls sehr beliebt ist bei unserer Tochter, uns mit Unsinn-Namen zu bezeichnen. Schon vor ca. einem Jahr überraschte uns unsere damals gerade dreijährige Tochter beim Abendessen mit dem Satz „Papa, Du bist ein Piffer!“, der von viel Gelächter begleitet wurde. Wir versuchten herauszufinden, was denn ein Piffer ist, erhielten aber bis heute keine Antwort. Immer wieder wurden wir so bezeichnet. Nach ein paar Wochen fragte ich im Kindergarten nach. Aber auch die Erzieherinnen schauten verblüfft und amüsiert und hatten keine Antwort. Testweise nannten wir unsere Tochter ab und zu auch mal so. Aber je nach Stimmung antwortete sie weinerlich bis erbost „Ich bin kein Piffer.“ oder  „Mama, sag Papa, dass ich kein Piffer bin“. Das lässt uns vermuten, dass es gar nicht so toll ist, ein Piffer zu sein. Vielleicht ist es ja auch ein Schimpfwort?

Und vor einigen Wochen sind nun wieder neue fantasievolle Wortschöpfungen dazu gekommen. Leider nicht alle ganz „stubenrein“. So kann es leider passieren, dass einer am Abendbrottisch als „Aa-Nudel“ bezeichnet wird. Glücklicherweise ist das das Schlimmste bisher. Beliebt ist auch uns abwechselnd „Mama-„ oder  „Papa-Pizza“ zu nennen. Wir haben einfach mitgemacht und zurück gerufen: „Du bist ein Blumenkohlauflauf!“ oder auch: „Du Grünkohl, Du.“ Oder es unsere Tochter gleichgetan und uns selber völlig neue Kombinationen ausgedacht und sie damit überrascht: „Du bist ein Elefanten-Keks … oder ein Gummibärchen-Brummer… oder eine Enten-Nudel“. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Machen Sie doch einfach auch mit und hinterlassen Sie in der Kommentarfunktion Ihre neuesten Kreationen oder die Ihrer Kinder. Wir sind gespannt! (hg)

Weihnachts-Blögchen von Annalina

Hallo!!

Weihnachten steht schon fast vor der Tür. In dem ganzen Trubel voll Geschenke und Leckereien wäre mir eins beinahe entgangen: Heute bin ich seit genau 4 Monaten bei den Stadtbüchereien. Ein Drittel meines Jahres ist also schon um! Wo ist die Zeit nur geblieben??
Die letzten Wochen wurde ich etwas „aufgeteilt“ und war an manchen Tagen in der Stadtteilbücherei Unterrath und an anderen im Lektorat (Naturwissenschaften & Medizin) eingesetzt. Da ich ab Samstag Urlaub habe, ist das hier meine letzte Arbeitswoche für dieses Jahr. Die Rechercheaufgaben sind erledigt, ein Führungskonzept ist geschrieben. Karteikarten mit Buchvorschlägen sind abgearbeitet. Mein Urlaub kann kommen!!
Wenn ich die letzten 4 Monate so Revue passieren lasse, muss ich sagen, dass ich echt viel gesehen und gelernt habe, seit ich hier bin. Ich war in unterschiedlichen Zweigstellen und Abteilungen, bei Veranstaltungen, Seminaren und Sitzungen dabei. Und es werden noch mehr nächstes Jahr 🙂
Wenn ich nur daran denke, wie verzweifelt ich am Anfang war, sobald sich ein Leser auch nur der Info, an der ich saß, näherte (und sei es, um zu fragen wo die Kopierer stehen) muss ich fast lachen! Genau wie ich anfangs dachte, ich würde mich hier in der Zentrale niiiie zurechtfinden oder unser Bibliotheksprogramm auch nur ansatzweise verstehen.
Undenkbar heute.

Ich werde meinen letzten Blog dieses Jahr mal nicht so lang machen. Genießt die Feiertage, macht euch am besten vor der Erhöhung der Jahresgebühr (also noch dieses Jahr einen Ausweis) und kommt gut ins neue Jahr!

Oh, und denkt dran: An Heiligabend, den beiden Weihnachtsfeiertagen, Silvester und Neujahr haben die Büchereien geschlossen.

Alles Gute!!!

Annalina zu Nikolaus

Hallo zusammen!!

Ich gebe zu, ich habe lange nichts mehr geschrieben und dementsprechend natürlich auch einiges unterschlagen. Ich versuche mal, die Tage seit meinem letzten Blog (mit Hilfe meines Terminkalenders) etwas zusammen zu fassen:
Am Mittwoch, dem 14.November habe ich mir das erste Mal eine Führung mit einem Integrationskurs angeschaut. Das Prinzip klingt recht simpel: bestehende Deutschkenntnisse festigen, die Teilnehmer aber gleichzeitig nicht überfordern und primär Bereiche zeigen, die von Interesse sein können. Bei der Umsetzung muss man allerdings einiges mehr beachten, da gerade Kleinigkeiten von entscheidender Bedeutung sein können. Inzwischen war ich auch bei einer zweiten Führung, am 4.12.  und bei einer, mit einem Integrationskurs in der Kinder- und Jugenbücherei am 27.11.
Im Anschluss an die Führung am 14. November habe ich (leider nur) noch das Ende von „Der Grüffelo“ in der Kinder- und Jugendbücherei mitbekommen. Wirklich schade, es war nämlich ein Papiertheater mit anschließender Vorlesestunde. Immerhin konnte ich noch beim Basteln der Grüffelo- Masken helfen. Da haben sich die Kinder viel Mühe gegeben und echte Kunstwerke geschaffen.
Am 16.11. war das Ende der Lesewoche und eine Veranstaltung für die Lesepaten. Vom Programm habe ich allerdings nicht viel mitbekommen, da ich Türdienst hatte (und tendenziell kamen immer dann Leute, wenn es gerade interessant wurde). Dazu kann ich also nicht gerade viel erzählen.
Ein wirkliches Highlight war dafür meine Teilnahme an den Grundseminaren für die Vorlesepaten. (Für die, die es vielleicht nicht wissen: Vorlesepaten sind Ehrenamtliche, die in Kitas und Kindergärten, aber auch anderen sozialen Einrichtungen vorlesen. So lernen Kinder schon früh den Umgang mit Büchern kennen und lieben und sie erweitern nebenbei ihre Sprachkenntnisse.)
Das erste Seminar war eher theoretisch und ist auf die grundlegenden Fragen eingegangen („Wie finde ich eine Kita?“; „Wie vielen Kindern kann ich vorlesen, ohne dass Chaos herrscht?“). Das zweite war hingegen vor allem auf praktischen Beispielen aufgebaut. Wir hatten z.B. einen Auszug aus einer amtlichen Verlautbarung der deutschen Post und sollten einzelne Abschnitte unterschiedlich vorlesen (wie ein Nachrichtensprecher, ein Märchenerzähler, ein Prediger…).  Das war teilweise echt lustig, weil es einfach überhaupt nicht gepasst hat. Wer das gerne mal selbst versuchen möchte, ich habe einen Link mit dem Text im Internet gefunden:  http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/206054
Ansonsten gab es noch einige Sitzungen, Auskunftsdienste und das Abarbeiten einer sogenannten „Nietenliste“ (da stehen Bücher drauf, die im ganzen Jahr nicht ausgeliehen wurden – das kann mehrere Gründe haben: z.B. dass sie leider geklaut wurden oder dass sie einfach nicht gefragt sind). Mit dem Überarbeiten der Rechercheaufgaben bin ich fast fertig, im Moment arbeite ich an einem Konzept für die Führungen.
Oh, und am 4.12 war noch ein Seminar zum Thema „Web 2.0“. Da ging es vor allem um unseren Auftritt bei Facebook und Twitter, was machen wir gut? und was kann man verbessern? An dieser Stelle würde ich einfach mal direkt fragen: Was denkt ihr, können wir besser machen? Oder was wünscht ihr euch für die Zukunft im Bezug auf unsere Internet- Aktivitäten?
Zu guter letzt: Jetzt gerade bin ich in der Zweigstelle Unterrath und helfe, das Japanische Blütenfest nächstes Jahr zu planen.
Ich wünsche allen einen schönen Nikolaus!

Heute ist Welt-Hallo-Tag

Und damit wird nicht an den unvergesslichen Song von Lionel Richie erinnert.
Die Idee, die hinter dem Welt-Hallo-Tag steckt, ist, dass man statt der Anwendung von Gewalt lieber Kommunikation nutzt, um Konflikte und Auseinandersetzungen beizulegen. Ein „Hallo“ kann ein erster Schritt zu einem Kontakt sein.
Initiiert wurde der „World Hello Day“ 1973 von Brian und Michael McCormack als Reaktion auf den Jom-Kippur-Krieg. Während des Nahostkonfliktes war der Jom-Kippur-Krieg der vierte arabisch-israelische Krieg und begann mit einem Angriff Ägyptens und Syriens auf Israel am 6. Oktober 1973. Es war der höchste jüdische Feiertag – Jom Kippur. Mit diesem Krieg wurde die Ölkrise in den 70er Jahren ausgelöst.
Schade, dass ich jetzt einen aktuellen Bezug zur Gegenwart herstellen kann. Mir wäre es sehr viel lieber gewesen, der Artikel wäre hier zu Ende. Aber leider gibt es noch reichlich kriegerische Konflikte in der Welt.
Und ein „Hallo“ wird die aktuelle Gaza-Krise zwischen Israel und den Palästinensern nicht beenden. Aber wenn wir im Kleinen bei uns, unter uns, mal „Hallo“ sagten, auch wenn wir lieber einen Streit vom Zaun brechen würden…. Wenn es im Kleinen besser wird, vielleicht reicht es ja dann mal auch für die „Großen“, einfach mal „Hallo“ zu sagen.
Also: ein herzliches „Hallo“ euch allen! (kk)

 

Annalina – zum zehnten Mal!

Hallo zusammen!

Ich weiß nicht wie’s bei euch war, meine letzen Tage waren abwechslungsreich und bunt gemischt. Auch wenn es draußen langsam echt kalt wird und ich mir nicht sicher bin, ob und wann wir einen Herbst hatten, hier wird’s nicht langweilig. Im Gegenteil: Gerade in einer etwas kälteren Jahreszeit steigt das Interesse an Büchern, Filmen oder CDs, sodass wir hier gut beschäftigt sind. Ich werde mal das Interessanteste erzählen…
Letzten Donnerstag war ich das erste Mal live bei einer Führung durch die Bücherei dabei, die natürlich etwas anders verläuft als die Probe mit Kollegen. Die Teilnehmer waren angehende Kinderpfleger/innen aus der Berufsschule und hatten dementsprechend besonderes Interesse an den Bereichen Pädagogik und Kinderpflege (Medizin). Ich schaue bei den Führungen erst mal nur zu um hinterher eventuell Verbesserungsvorschläge machen zu können, da ich noch nicht „berufsblind“ bin. Später kann ich dann auch bei der Entwicklung von Führungskonzepten mithelfen. Weiterlesen „Annalina – zum zehnten Mal!“

Annalinas neunter Bericht

Hallo und so weiter!

Die 11. Woche meines Freiwilligen Sozialen Jahres hat begonnen. Wider manchen Erwartungen einiger Freunde und Bekannter  bin ich noch nicht vor Langeweile gestorben und mir gefällt es hier immer noch. Aber mein Job ist ja auch sehr abwechslungsreich und angenehm. Seltsamerweise haben doch einige ein eher trockenes Bild von der Arbeit in der Bücherei.
Jetzt zum Wochenrückblick, der diesmal zwei Wochen umfasst. Das liegt daran, dass ich mir in der letzten Woche den Freitag freigenommen habe und so ein schönes, langes Wochenende hatte. Es hat sich also angeboten, für den Blog die letzten beiden Wochen zu kombinieren.
Am vorletzten Freitag (26.10.) fand in der Kinder- und Jugendbücherei der Zentralbibliothek eine Kinderveranstaltung statt. Wir hatten zu Gast: Karibuni!!! Eine musikalische Reise um die Welt, bei der die Kinder mitsingen und mittanzen durften. Wir waren z.B. in Afrika, bei den Indianern und auch in Australien („Bring das Känguru mit- Pitt!“). Durch einfache Refrain-Texte und leichte Choreographien konnten alle miteinbezogen werden. Interkulturell waren dabei nicht nur die Musikbeiträge sondern auch das Publikum. Den Kindern und mir hat es auf jeden Fall sehr gefallen und ich freue mich schon auf Ende Januar, da sind Karibuni nämlich in Flingern (und ich natürlich auch!).
Seit letztem Mittwoch bin ich regulär im Lektorat für die Untergruppen Medizin und Naturwissenschaften, wo ich auch vorher schon bei Bestellungen geholfen habe. Freut euch also schon mal auf viele, schöne, neue Sachen. Die haben allerdings einen weiten Weg, bis sie im Regal landen. Man nennt diesen Weg durch  verschiedene Abteilungen auch „Geschäftsgang“ und ist gerade dabei, ihn mir zu erklären (das ist aber etwas zu viel für den Blog). Fakt ist, einige Bestellungen sind schon da, liegen hier gerade auf dem Tisch und warten auf ihre Signatur und die weitere Bearbeitung im Katalog und der Buchbinderei.
Ansonsten ist da noch der Auskunftsdienst, immer wieder eine Freude. Besonders, wenn man zu irgendwelchen fachspezifischen Sachen (z.B. dem Pareto-Prinzip)
gefragt wird, die man noch nie gehört hat und von denen man auch nicht weiß, wie sie geschrieben werden. Oder zu Bildern, die doch eventuell in irgendeinem Buch drin sein könnten. Es ist leider nicht so einfach, ein Buch mit einer Zeichnung eines Herzens im Stil der Renaissance zu finden, da dies ja theoretisch an verschiedenen Standorten (z.B. Anatomie in der Kunst oder der Medizin) stehen könnte. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich mich langsam etwas besser zurecht finde und mir die Auskunft dementsprechend auch mehr Spaß macht.
Ein anderes Highlight meiner letzten Woche war der Probelauf einer Rechercheübung für die Sekundarstufe I. Wer denkt, man zeigt denen eben mal die Räume und die Automaten, der irrt, allein die Vorbereitung für so eine Führung ist zeitaufwendig und muss gut durchdacht werden. Das sieht man auch daran, dass sie zuerst mit dem eigenen Personal geübt wird bevor man den Kindern am Ende noch unlösbare Aufgaben gibt. Die sollen ja auch was dabei lernen. Übrigens werde ich mich wohl die nächsten Wochen etwas genauer mit den Führungen auseinandersetzen und die verschiedenen Prinzipien dahinter kennenlernen.
Am Dienstagabend (30.10) hatten wir auch wieder eine Veranstaltung, eine musikalisch begleitete Lesung. Gelesen wurden „Die Zimtläden“ des bereits verstorbene Autors Bruno Schulz; gelesen hat Bernt Hahn und die musikalische Begleitung erfolgte durch den Klarinettisten und Komponisten Theo Jörgensmann. Eingeleitet wurde die Veranstaltung von Dr. Bastian Fleermann, Leiter der Düsseldorfer Mahn- und Gedenkstätte.
Die Veranstaltung war recht anspruchsvoll, Unterhaltung auf hohem Niveau. Ich persönlich fand die Ausschnitte gut vorgetragen, auch wenn es mir abends um 20:00Uhr etwas an Konzentration für das Gelesene mangelte. Aber so ist das: das vielfältige Programm spricht eben unterschiedliche Menschen an.
Die nächste Veranstaltung findet übrigens nächsten Dienstag statt. Eine Lesung von Lena Gorelik „Sie können aber gut Deutsch!“, um 20 Uhr hier in der Zentralbibliothek. Ich habe mal in das Buch reingelesen und bin echt angetan und gespannt.

So weit, so gut. Macht´ s besser! 🙂

Lena auf der Insel (Teil 2)

Reading Room „Humanities 1“

An meinem zweiten Dienstag habe ich zwei Stunden in einem der 11 „reading rooms“ verbracht. Diese sind für Leser nur zugänglich, wenn Sie ihren Mitgliedsausweis vorzeigen.
Die Leseräume dürfen nicht mit Jacken oder Mänteln sowie mit Taschen betreten werden.
Hierfür gibt es extra Spinde und eine Garderobe.
Außerdem verboten sind: Getränke, Lebensmittel, Stifte (Mit der Ausnahme von Bleistiften) sowie auf laut gestellte Handys.
Wenn man möchte, kann man aber seinen eigenen Laptop zum Arbeiten mitbringen.
Wer seinen Geldbeutel, das lautlose Handy, Bleistifte, Notizzettel oder den eigenen Laptop mitbringen möchte, bekommt an der Garderobe eine durchsichtige Tragetasche, damit man jederzeit sehen kann, ob der Leser ein Buch der Bibliothek eingesteckt hat.
Möchte ein Leser ein Buch bestellen, so kann es bis zu 70 Minuten dauern, bis das Buch bei ihm angekommen ist.
Ein Leser kann bis zu 10 Bücher täglich bestellen und sich maximal 6 Bücher für 3 Tage reservieren lassen.
Es besteht außerdem die Möglichkeit, sich von Zuhause aus Bücher in einen Reading Room zu bestellen. Um diese dann am nächsten Tag lesen zu können, muss die Bestellung vor 16 Uhr geschehen.

Die Bibliothek von innen in Boston Spa

Möchte ein Leser ein Buch aus Boston Spa, so dauert dies maximal 48 Stunden.
Da die British Library keine Bücher ausleiht, besteht die Möglichkeit einige Kapitel zu kopieren.
Hierfür benötigt man allerdings eine Kopierkarte.
Zwischendurch habe ich immer wieder an der Bestellung von deutschen Büchern gearbeitet.

Mein Fazit für das Praktikum:
Ich kann es jedem wirklich, wirklich, wiiiirklich! nur empfehlen, ein solches Praktikum zu absolvieren.

Ich wurde überall herzlich empfangen, habe nicht eine unfreundliche Person getroffen und auch, wenn ich mal Probleme mit der Sprache hatte, wurde mir sofort alles mit Händen und Füßen erklärt.

Ich bin sehr dankbar für die Erfahrungen und Eindrücke, die ich dort sammeln konnte – auch, wenn ich nun weiß, dass ich mich nie mehr alleine in ein Flugzeug setzen werde, Flugangst lässt grüßen!
Vielleicht würde ich aber jedem den guten Tipp geben, ein wenig mehr Zeit einzuplanen. Zwei Wochen waren (trotz Heimweh) schon ziemlich kurz und leider hatte ich auch nicht die Möglichkeit, viel von London selbst zu sehen.
Aber wenn es danach gehen würde, wäre ich wahrscheinlich gar nicht wiedergekommen, es gibt so viele Ecken und Straßen in London die es für mich noch zu besichtigen gibt.

 

Die London Library

Im Dezember 2012 werde ich wieder, diesmal allerdings privat (und mit dem Bus), nach London reisen.
Dort treffe ich mich dann auch mit den ehemaligen Kollegen, zu denen ich noch einen guten Kontakt habe.

Danke, für die tolle Zeit!

Lena

Achtens: Annalina geht ins Lektorat

Hallo zusammen!
Es liegt mal wieder eine spannende Woche hinter mir. Montag war mein letzter Tag in der EDV, an dem ich ein (für mich) neues Programm kennengelernt habe. Das ist so ähnlich wie Excel und für die Personen, die gerne über aktuelle Veranstaltungen informiert werden möchten. Außerdem wurde mir gezeigt wie man Etiketten mit Empfängernamen erstellt. Obwohl Technik eigentlich gar nicht so mein Ding ist, war es doch schön, zumindest einen Laien- Einblick in die Programme der Stadtbüchereien und die Arbeit der EDV zu bekommen.
Seit Dienstag bin ich jetzt im Lektorat, in der Abteilung für Belletristik. Eine angenehme Mischung aus Büchern, Computer und Auskunft. Am schönsten finde ich aber, dass das Lektorat aussucht, welche Bücher (und Hörbücher) neu angeschafft werden. Außerdem beteiligen sich Teile des Lektorats an Führungen und Veranstaltungen, wo wir schon gleich beim Thema wären. Dienstagabend fand nämlich eine Lesung der Autorin Rumjana Zacharieva im Rahmen von „Frisch gepresst“ statt. Die deutschsprachige Schriftstellerin bulgarischer Herkunft stellte hier ihr neues Buch „Transitvisum für´ s Leben“ vor, welches die Geschichte einer jungen Frau erzählt, die gerade vom Balkan ins Westdeutschland der 1970er Jahre immigriert und praktisch von einer Kultur in die nächste stolpert. Die Autorin war sehr sympathisch und hatte eine humorvolle Art, die sich auch in ihrem Roman widerspiegelt. Trotzdem hat das Buch natürlich einen ernstzunehmenden Hintergrund der einigen hier in Deutschland nicht fremd ist. Ich war jedenfalls begeistert von der Veranstaltung und werde hoffentlich bald anfangen, das erste Buch der Autorin „7 Kilo Zeit“ zu lesen. Das hat sie mir nämlich geschenkt und signiert, was richtig, richtig nett von ihr ist. Ein Exemplar ihres zweiten Buches „Bärenfell“ hat sie außerdem der Bücherei gestiftet. Also ein wirklich großes Dankeschön an Rumjana Zacharieva!!
Um keinen Roman zu schreiben, den wegen seiner Länge kaum jemand liest, fasse ich meine Tätigkeiten und Erlebnisse der Woche jetzt mal zusammen. Meine Arbeit im Lektorat besteht aus Recherche zu Veranstaltungen, dem Überlegen, welche Bücher man kaufen sollte, Bestandspflege (alte Bücher, die nicht mehr gut aussehen und kaum ausgeliehen werden aussortieren, ins Magazin stellen, wegwerfen oder gegebenenfalls ersetzen) und der Arbeit am Auskunftstisch. Ich bin manchmal echt verwundert, welche exotischen und detaillierten Wünsche geäußert werden und wie schwer es teilweise ist, die dann auch zu finden. Da ich mich noch nicht besonders gut in der Zentralbibliothek auskenne bin ich meistens (noch) keine große Hilfe, aber das gucke ich mir noch von den Kollegen ab. Die erklären und helfen zum Glück immer ganz viel.
Alles in allem gefällt es mir hier ziemlich gut, die Sonne ist zurück und es ist fast Wochenende! Also macht´ s gut, genießt das Wetter und schaut demnächst mal bei den Neuerwerbungen vorbei. (Vielleicht auch online? Die monatlichen Neuerwerbungen an der rechten Seite)

Tschüß! Bye! Salut! Adios! Ciao! Пока́! 再见 ! سلام !

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