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Buchstabensuppe – Blog der Stadtbüchereien Düsseldorf

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literarischer Schnellkurs

Innenansichten – wer wir sind, was wir tun, warum und mit wem (Teil 3: Veranstaltungen)

Annette Krohn, Veranstaltungsarbeit,
Organisation Literarischer Schnellkurs

„Happy Birthday, Literarischer Schnellkurs!“ 20 Jahre literarische Bildung und Unterhaltung in der Zentralbibliothek von Annette Krohn

Der Literarische Schnellkurs wurde 1997 in der Zentralbibliothek ins Leben gerufen. Die Idee war, dem Düsseldorfer Publikum einzelne Autorinnen und Autoren näher zu bringen, an sie zu erinnern, Furcht vor der Lektüre von Klassikern zu nehmen, ihre zeitlosen Inhalte auf besondere Art erfahrbar zu machen und natürlich: das Publikum gut zu unterhalten. Wie bei allen Veranstaltungen der Zentralbibliothek geht es uns immer darum, die Freude am Lesen und den Spaß an der Literatur zu fördern. Das Konzept des Schnellkurses ist schnell erklärt: Weiterlesen „Innenansichten – wer wir sind, was wir tun, warum und mit wem (Teil 3: Veranstaltungen)“

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Günter Grass

Ein literarischer Schnellkurs an vier Abenden

Günter Grass
Quelle: wikipedia

Der Literarische Schnellkurs 2012 ist dem Schriftsteller Günter Grass gewidmet, der in diesem Jahr seinen 85. Geburtstag feiert. An vier Abenden werden sein Leben, sein Werk und Wirken in Vorträgen von Literaturexperten unter verschiedenen Gesichtspunkten in der Zentralbibliothek beleuchtet.
Der Literaturnobelpreisträger Günter Grass gilt als einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller und Intellektuellen der Gegenwart. Kaum ein anderer hat national und international durch sein künstlerisches, politisches und kulturelles Engagement so von sich reden gemacht und polarisiert. Es ist uns ein Anliegen, Ihnen das gewichtige, umfangreiche, literarische Werk vorzustellen und dabei die Biographie des Autors mit einzubeziehen.
Einen besonderen inhaltlichen Fokus legen wir auf seine Zeit in Düsseldorf, die wir mit einer Ausstellung der Bergischen Universität Wuppertal dokumentieren. Nach seiner Kriegsgefangenschaft war Günter Grass als junger Mann Steinmetzlehrling und Kunststudent in Düsseldorf, wo er wichtige Prägungen erfuhr, die sein späteres Schaffen nachdrücklich beeinflussten. Wir laden Sie herzlich ein, den Literatur- und Grass-Experten, dem Schauspieler und zahlreichen Günter Grass-Originaltönen zu lauschen, um seine Werke und Persönlichkeit näher oder neu kennenzulernen!
Übrigens, der Eintritt ist kostenlos und Anmeldungen sind nicht erforderlich.
Eine Anmeldung ist nur für Gruppen erforderlich. (Unter Telefon 0211.89-94027 oder E-Mail: annette.krohn@duesseldorf.de)

In der Zentralbibliothek, Bertha-von-Suttner-Platz 1

Mittwoch, 05.09.2012 um 20 Uhr

„Vom Rhein in die Welt“
Günter Grass‘ prägende Düsseldorfer Jahre 1946 bis 1952

Günter Grass verbrachte sein 20. bis 25. Lebensjahr in Düsseldorf und erfährt hier entscheidende Prägungen für sein ganzes Leben: durch Diskussionen mit den Franziskanern seines Lehrlingsheims der Caritas in Düsseldorf-Rath kommt es zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Katholizismus seiner Kindheit. In der Lehrzeit als Steinmetz und im Studium an der Kunstakademie entwickelt Grass eine handwerklich bestimmte Berufsethik und findet zu einer eigenständigen Position in der Kunst. Als Waschbrettspieler einer Jazzband entwickelt er seinen Sinn für Rhythmus, Musik und öffentliche Auftritte. Er erlebt die Währungsreform und lernt am „Schreibtisch des Ruhrgebiets“ die Anfänge des Wirtschaftswunders kennen. Der erhoffte Neuanfang nach 1945 schlägt um in eine Restauration des Alten, für die der Werbeslogan „Persil bleibt Persil“ symptomatisch ist. Enttäuscht vom Westen zieht Günter Grass 1953 nach Berlin – im Umzugsgepäck hat er viel Düsseldorfer Stoff für Werke von der „Blechtrommel“ bis zum „Häuten der Zwiebel“.

Prof. Dr. Volker Neuhaus
Bild: Dorothee Römhild

Prof. Dr. Volker Neuhaus war von 1977 bis 2008 Universitätsprofessor für Neuere Deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft in Köln. Er forschte und veröffentlichte u. a. zu Goethe und seiner Zeit, zum europäisch-amerikanischen Roman seit dem 18. Jahrhundert und zur Nachkriegsliteratur.

Volker Neuhaus: Schreiben gegen die verstreichende Zeit

Volker Neuhaus publizierte zahlreiche Aufsätze und Monographien über Günter Grass und ist der Hauptherausgeber aller Grass-Werkausgaben von 1987 bis 2007.

Mittwoch, 12.09.2012 um 20 Uhr

„Verlorene Heimat und sprachliche Exzessivität“
Günter Grass: „Die Danziger Trilogie“

Günter Grass erlangte mit seinen Werken „Die Blechtrommel“ (1959), „Katz und Maus“ (1961) und „Hundejahre“ (1963), die er später selbst als Danziger Trilogie bezeichnete, weltweiten Ruhm. Gemeinsam ist diesen drei Büchern die Perspektive des Ich-Erzählers, der aus einer unterschiedlichen persönlichen Schuld heraus schreibt. Neben dem Schauplatz Danzig ist außerdem die Erweiterung des Wirklichkeitsverständnisses, nämlich das Einbeziehen der Einbildungskraft und des Wechsels zwischen Sichtbarem und Erfundenem, eine besondere Gemeinsamkeit der drei Romane. Durch die Novelle „Im Krebsgang“ (2002) erfährt die Danziger Trilogie eine Fortführung in der Gegenwart, indem bereits bekannte Charaktere dort wieder auftreten und einige Ereignisse aus den drei Romanen wiederaufgegriffen oder erwähnt werden. Dr. Dieter Stolz führt in seinem Vortrag in diese Werke ein und lässt Grass durch das Einspielen von Hörbuchauszügen selbst daraus lesen.

Dieter Stolz

Dieter Stolz, geboren 1960, studierte Germanistik und Geschichte in Münster und Berlin. Er promovierte mit einer Arbeit über Günter Grass und ist Mitherausgeber der Günter Grass Werkausgabe. Er war Assistent an der TU Berlin, anschließend Programmleiter für den Bereich Neue deutschsprachige Literatur beim Literarischen Colloquium Berlin und 10 Jahre lang Redakteur der Zeitschrift „Sprache im technischen Zeitalter“.

Günter Grass: Die Blechtrommel

Seit 2006 arbeitet er als freier Lektor und Gastdozent an verschiedenen Universitäten im In- und Ausland.

Mittwoch, 19.09.2012 um 20 Uhr

„Emblematische Windhühner“ – Zur Verschränkung von literarischem und bildkünstlerischem Werk bei Günter Grass

Der Literaturnobelpreisträger Günter Grass ist gelernter Steinmetz und studierte von 1948 bis 1952 an der Kunstakademie Düsseldorf und von 1953 bis 1956 an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin Grafik und Bildhauerei. Als Kind wollte er Künstler werden und noch heute arbeitet er am Text wie ein Bildhauer: im Stehen, bei Tageslicht und im steten Versuch, die Skulptur aus Worten bis zum Druck offen für Veränderungen zu halten. Prof. Dr. Andreas Meier wird in seinem Vortrag die Wechselwirkungen zwischen der schriftstellerischen Tätigkeit von Günter Grass und seiner Arbeit als bildender Künstler aufzeigen. Der Schauspieler Olaf Reitz liest Auszüge aus dem literarischen Werk von Günter Grass.

Prof. Dr. Andreas Meier

Der Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Andreas Meier habilitierte 1997 mit einer Schrift zum Thema Christian August Vulpius in seiner Korrespondenz mit Goethe und anderen Zeitgenossen – Briefe zur Unterhaltungskultur der Goethezeit. Unter anderem war er Stipendiat der Fritz-Thyssen-Stiftung und der Stiftung Weimarer Klassik. 2000 war er Mitbegründer des Else Lasker-Schüler-Jahrbuchs zur Klassischen Moderne. Seit 2002 lehrt Prof. Dr. Andreas Meier Deutsche Philologie an der Bergischen Universität Wuppertal.

Olaf Reitz

Olaf Reitz, geboren 1969, ist als Schauspieler, Sprecher und Theatermacher über die Landesgrenzen hinweg aktiv. Im Vordergrund seiner Arbeit steht die Realisation eigener Theaterprojekte, aber auch Leseprogramme und Hörspiele gehören zum Repertoire, sowie zahlreiche Musikprogramme von alter bis neuer Musik. www.olafreitz.de

Mittwoch, 29.09.2012 um 20 Uhr

Günter Grass als Trommler im politischen Alltag – politisches Engagement oder ein Literaturnobelpreisträger als Störenfried?

Günter Grass polarisiert: mit seinem literarischen Werk, vor allem aber mit seinem politischen Engagement und den Äußerungen als politisch denkender Intellektueller. Zuletzt brachte ihm die Publikation des Gedichtes „Was gesagt werden muss“ unter anderem das Einreiseverbot nach Israel ein und löste weltweite Debatten aus. Jörg-Philipp Thomsa, Leiter des Günter-Grass-Hauses (Lübeck) eröffnet in seinem Vortrag Einblick in Günter Grass‘ Biographie und legt den Fokus auf dessen Bedeutung als Störenfried und Intellektueller, der sich immer wieder politisch engagiert und zu Wort meldet. In Ausschnitten aus Originaltönen kommt der Nobelpreisträger selbst zu Wort.

Jörg-Philipp Thomsa

Jörg-Philipp Thomsa studierte Germanistik und Geschichte an der Universität Duisburg-Essen. Seit 2009 leitet er das Günter Grass-Haus / Forum für Literatur und bildende Kunst in Lübeck. Seine Promotion zum Thema „Kulturpolitik in einer Industrie- und Arbeiterstadt. Duisburg seit 1945“ steht kurz vor dem Abschluss.

Thomsa - Grass

Jörg-Philipp Thomsas Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte sind die Literatur und bildende Kunst im 20. und 21. Jh., Kunst- und Literaturvermittlung sowie Kulturpolitik.

Günter Grass – Düsseldorfer Jahre (1947 – 1952)

Kunstakademie
Bild: Stadtarchiv Düsseldorf

Eine Ausstellung zum 85. Geburtstag des Nobelpreisträgers

Man hat sich daran gewöhnt „Die Blechtrommel“ (1959), den sicherlich wichtigsten Roman im umfangreichen Werk des Nobelpreisträgers, mit einem Plan der Stadt Danzig zu lesen. Ebenso wichtig für das Itinerar Oskar Matzeraths ist ein Plan der Stadt Düsseldorf, in der Grass selbst einen wichtigen Abschnitt seines Lebens verbrachte. Nach dem Abschluss seiner Steinmetzlehre 1949 begann er hier an der Akademie seine Ausbildung zum Bildhauer, die er ab Januar 1953 in Berlin fortsetzte. Diese „Düsseldorfer Jahre“ ziehen sich als prägende Spur nicht nur durch „Die Blechtrommel“ sondern ebenso durch den abschließenden Teil seiner berühmten „Danziger-Trilogie“, die „Hundejahre“.

In einer kleinen Ausstellung soll vornehmlich entlang historischer Aufnahmen dieser Lebensabschnitt und sein Niederschlag im Werk dokumentiert werden. Studentinnen der Bergischen Universität Wuppertal haben auf der Grundlage eines mit Prof. Dr. Andreas Meier entwickelten Konzeptes umfangreiches Bildmaterial zusammengetragen, das die Verschränkung von Biographie und epischem Werk, aber auch dessen Bezüge zu seinen in Düsseldorf entstandenen künstlerischen Arbeiten illustriert.

Die Ausstellung ist im September 2012 während der Öffnungszeiten (montags bis freitags von 11 bis 20 Uhr und samstags von 11 bis 14 Uhr) in der Zeitungslesezone und an den vier Vortragsabenden über Günter Grass im Veranstaltungsraum zu sehen.

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