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Buchstabensuppe – Blog der Stadtbüchereien Düsseldorf

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Die kleine Prinzessin – nicht nur für kleine Prinzessinnen

prinzessin

Ich hoffe, Sie hatten alle einen schönen ersten Advent. Pünktlich Samstagnacht fing es das erste Mal an zu schneien und am Montag hat es dann sogar fast den ganzen Tag geschneit (auch wenn der Schnee nicht liegen blieb). Man kann auf Weihnachtsmärkte gehen, die Kinder sind glücklich mit einer kleinen Karussellfahrt und frischen Waffeln oder einem Würstchen und man könnte wunderbar zusammengekuschelt sitzen und lesen. Printen und Dominosteine schmecken noch, es riecht schön nach Tanne und die erste Kerze brennt. Nur unsere Tochter entpuppt sich gerade als echter „Sonnenschein“.
Um zu vielen Diskussionen und Geschrei aus dem Weg zu gehen, haben wir schon die Vierer-Vorteilskarte fürs Karussell gekauft. Doch auch nach der vierten Fahrt bockt sie und ich kann sie nur mit dem Versprechen auf weitere Attraktionen vom Karussell locken. Diese Attraktion ist dann eine frische, noch warme Waffel mit Puderzucker. Als ich mir auch ein Eckchen nehmen will, wird sie mir erbost aus der Hand genommen: „Nein, das ist meine.“ Unsere Tochter hält sie dann doch lieber selber fest. Na gut, das ist die Gelegenheit für mich mir ein Crepe zu holen. Dann haben wir beide was. Da ich schneller esse (wahrscheinlich vor lauter Angst, dass unsere Tochter gleich schreit, dass sie was abhaben will – aber pronto), können wir mit dem Buggy schon weiter gehen, während sie den Rest ihrer Waffel isst. Ich schaue mich ein wenig um, was es an den Ständen so alles gibt, da meldet sich unsere Tochter auch schon wieder: die Waffel war dann doch was viel, aber in den Mund musste trotzdem alles mal und dann hat sie es halt wieder ausgespuckt – mitten auf den kuscheligen warmen Winterfußsack. Resigniert wische ich den pampigen Brei mit einem Papiertaschentuch weg.
Später sind wir noch ein bisschen was Einkaufen gegangen. Sogar in einen Laden, in dem es kleine Einkaufswagen gibt. Die stehen im Moment ganz hoch im Kurs und unsere Tochter möchte eigentlich nur noch in diesen Geschäften einkaufen. An der Kasse ist eine kleine Schlange. Unsere Tochter fährt lässig und sehr schwungvoll mit ihrem Einkaufswagen der Dame vor uns in die Hacken und während ich mich noch entschuldige und unsere Tochter zurechtweisen will, meckert sie auch noch los: “Die Frau darf sich nicht vordrängeln.“ Da weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll mit erklären einerseits und schimpfen andererseits.
Trotz Waffel-Ausspuckens schreit dann unsere Tochter kaum das wir im Wagen sitzen, dass sie was zu Essen haben will – und „Nein, keinen Apfel und auch keine Banane – was anderes.“

Aber irgendwann sind wir mehr oder weniger glücklich zu Hause angekommen. (Achtung: jetzt kommt endlich was mit Büchern.) Ich schlage vor, dass wir ja ein Buch schauen können. Vielleicht die Kleine Prinzessin? Die mag sie doch so gerne im Moment. Da strahlt sie mich mit ihren blauen Augen an: „IPad?“ „Nein, wir können ein richtiges Buch schauen. Das ist Papas IPad, damit darfst Du nur schauen, wenn Papa dir das erlaubt.“ Schnell hole ich ein paar Bücher aus ihrem Zimmer „Hm? welches wollen wir denn schauen? „Ich lass mich nicht kämmen“ oder „Ich mag keinen Salat“ oder „Ich will eine Schwester“?“ Recht grummelig schaut sie dann mit mir „Ich will das behalten“. Fast könnte ich denken, sie will mir einen Gefallen damit tun. Die Kleine Prinzessin kommt durch ein kleines Malheur von ihrem Hund Schlamper zufällig an eine Kaulquappe und will sie natürlich behalten. Doch da… kommt endlich Papa nach Hause. Unsere Tochter springt auf, rennt ihm entgegen und ruft „Papa, Papa – IPad gucken?“ Papa hat mit seinen Frauen ein Erbarmen und kurz darauf liegt unsere Tochter mit IPad lang ausgestreckt auf dem Sofa, schaut sich eine Kleine-Prinzessin-Folge nach der anderen auf youtube an und ist total glücklich und in ihrer eigenen Kleinen-Prinzessinnen-Welt. Na, dann habe ich jetzt wohl erstmal frei und kann schnell nach ein paar Weihnachtsgeschenken im Internet schauen.
Ich wünsche Ihnen allen eine stressfreie Adventszeit 🙂 (hg)
Ich will das behalten! / Tony Ross. [Chefred.: Claudia Weber. Übers.: Katrin
Zuschlag]. – Stuttgart : Panini-Verl.-GmbH, 2009. – [27] S. : zahlr. Ill. ; 20
x 24 cm. –
(Kleine Prinzessin ; Bd. 1 : Panini books)
ISBN 978-3-8332-1824-8 Pp. : EUR 6.95
ISBN 3-8332-1824-X

Weihnachts- gegen Sankt-Martin-Lieder

Auch diesmal muss ich noch mal an dem letzten Text anknüpfen. Dass unsere Tochter gerne und viel singt habe ich ja schon erzählt. Im Moment nimmt es aber fast überhand. Wir haben ein sehr schönes Sankt-Martin-Buch entliehen: „Mein Buch von Sankt Martin“. Außer der Martins-Geschichte, die auf jeder Seite auch noch ein Fühlelement hat, sind auch noch zwei sehr bekannte Lieder mit Noten drin („Ich geh’ mit meiner Laterne“ und „Sankt Martin, Sankt Martin“). Seit einigen Tagen müssen wir dieses Buch auch immer wieder schauen. Mitsingen dürfen wir nur noch ganz leise (wenn überhaupt – s. letzter Blog). Manchmal wird unsere Tochter mitten in der Nacht wach, dann hören wir sie bestenfalls etwas in ihrem Bett rumoren, wenn es nicht so gut läuft, kommt sie zu uns ins Bett (und liegt den Rest der Nacht quer) und wenn es ganz schlecht läuft erzählt sie uns dann, dass sie die Augen auf hat und also wach ist und will irgendwas spannenderes machen, als im Bett zu liegen. Am letzten Wochenende hörten wir sie glücklicherweise erstmal nur rumoren, aber dann ging es los (nachts um 3.44 Uhr), sie sang begeistert und laut ein paar Sankt-Martins-Lieder, klatschte dazu in die Hände und fiel irritierenderweise kurz danach wieder in den Schlaf. Ich leider nicht, da ich sie jeden Moment vor bzw. in unserem Bett vermutete. Außer den Martins-Liedern singt unsere Tochter aber auch schon kräftig Nikolaus- und Weihnachtslieder. Ihr großes Weihnachtsliederbuch hat sie auch schon herausgeholt. An einigen Tagen mussten wir es leider auch vollständig durchsingen. Ich bin nun wirklich nicht der beste Sänger und angeblich haben Kleinkinder ja das perfekte Gehör, vielleicht darf ich ja auch deshalb nicht mehr mitsingen. Also, und wenn ich das Buch komplett durchgesungen habe, bin ich wirklich am Ende meiner Kräfte. Glücklicherweise will unsere Tochter mittlerweile nicht mehr das ganze Buch singen, sondern nur noch einzelne Lieder. Es sieht oft so aus, als könnte sie schon lesen, da sie recht treffsicher die Lieder an den Bildern erkennt. Vor ein paar Tagen sangen wir alle gemeinsam „Lasst uns froh und munter sein“, als unsere Tochter mittendrin aufstand und sich das Martins-Buch holte, es aufschlug und begann „Ich geh’ mit meiner Laterne“ zu singen. Mein Mann und ich sangen tapfer weiter (Wir wissen ja, wie kurzlebig gewisse Interessen sein können.), obwohl es ziemlich durcheinander klang. Da beschwerte sich auch unsere Tochter schon: “Eltern, jetzt hört mit dem Singen auf, ich hör mein Lied gar nicht mehr.“  (hg)

Mein Buch von Sankt Martin / [Ill.: Dorothea Cüppers. Text: Birgit Meyer]. –
Münster : Coppenrath, 2003. – [12] S. : überw. Ill., Noten ; 20 cm. –
(^Der^ kleine Himmelsbote ; )
ISBN 3-8157-3028-7  Pp. : EUR 7.95
ISBN 978-3-8157-3028-7

Schlagwörter:
Martini / Bilderbuch

4.3 K Mein (7)                          .

O du fröhliche : das Weihnachtsliederbuch / hrsg. von Sophie Härtling. Bilder
von Annette Swoboda. – Hamburg : Oetinger, c 2002. – 94 S. : Ill. ; 29 cm. –
Enth. u.a.: Schneeflöckchen, Weissröckchen. Es sass ein klein‘ wild‘ Vögelein.
Süsser die Glocken nie klingen. Morgen kommt der Weihnachtsmann. Alle Jahre
wieder. Der Christbaum ist der schönste Baum. Tochter Zion. Maria durch ein‘
Dornwald ging. Als ich bei meinen Schafen wacht‘. Herbei, o ihr Gläubigen.
Inmitten der Nacht. Bruder, ich geh‘ auch mit dir. Joseph, lieber Joseph mein.
O Jesulein zart.
ISBN 3-7891-6605-7  EUR 12.90
ISBN 978-3-7891-6605-1

Schlagwörter:
Weihnachtslied / Kindersachbuch

6 Sbw O (7)

Wimmelbücher Laternenfest

Ich komme noch mal auf die tollen Wimmelbücher von Rotraut Susanne Berner zurück. Irgendwie bin ich letztes Mal ins Plaudern gekommen. Zu unseren Lieblingsfiguren gehören übrigens auch Lene und ihr Papa Thomas. Lenes Mama taucht in keinem der Bücher auf, anscheinend ist er ein alleinerziehender Vater. Einmal wollen die beiden in die Stadt und das Fahrrad hat einen Platten. Glücklicherweise ist die Tankstelle direkt nebenan und Thomas kann dort den Reifen aufpumpen. In einem anderen Buch gehen sie mit dem Nachbarsjungen Linus auf den Trödelmarkt oder Lenes Papagei Niko ist auf Abwegen. Im Moment schaut unsere Tochter „natürlich“ das Herbst-Wimmelbuch am liebsten und da hat es ihr besonders der Laternenumzug angetan. Schon auf der ersten Seite gehen Lene und ihr Papa mit der Laterne los (Lene hat übrigens eine Fisch-Laterne). Linus geht auch wieder mit und auch seine kleine Schwester Barbara, die bei der Mama in der Bauchtrage ist. Von Seite zu Seite werden es mehr Kinder mit Laternen. Vor dem Kindergarten treffen sich dann (fast) alle. Hugo, der Polizist sperrt sogar die Straße ab. Spätestens ab dieser Seite fragt unsere Tochter, ob es denn auch eine Mond-Laterne gibt. Sie hat nämlich in diesem Jahr im Kindergarten eine Mond-Laterne gebastelt. „So ein Mond, mit zwei Ecken.“ sagt sie dann und hält Daumen und Zeigefinger dabei weit auseinander (also einen Halbmond). Da aber auf der nächsten Seite noch das Kaufhaus kommt, in dem einige Kinder noch schnell eine Laterne kaufen, kommen noch einige Laternen-Modelle dazu. Über die ganzen Laternen müssen wir dann ausführlich sprechen. Ich bekomme dann erzählt, welches Kind im Kindergarten, welche Laterne gebastelt hat und wer dabei geholfen hat.
Im Buch tauchen auch immer wieder drei Nonnen auf. Eine davon ist Martha. Martha hat einen Pinguin-Tick. Mal will sie unbedingt einen Pinguin-Luftballon, mal findet sie einen Plüsch-Pinguin (von Linus). Und auf dem Laternenfest hat sie natürlich eine Pinguin-Laterne. Unsere Tochter kann mit den feinen äußerlichen Unterschieden dieser drei Nonnen wenig anfangen. Sie nennt sie immer „die drei Marthas“.
Erst auf der letzten Seite am See sind alle Kinder und ganz viele Erwachsene zusammen und singen Laternen-Lieder. Wir singen dann immer mit. Unsere Tochter singt sowieso sehr gerne und auch sehr viel. Vor einigen Tagen sang sie „Ich habe eine schöne Laterne, die habe ich selber gemacht“. Ich kannte den Text gar nicht und amüsierte mich sehr, da ich dachte, sie hätte „Ich geh mit meiner Laterne“ umgedichtet und war ganz gerührt, wie stolz sie auf ihre Laterne ist. Ich schlug ihr den „richtigen“ Text vor, aber sie sang es weiter, wie bisher. Nach dem ich den Text dann gegooglet habe, wurde ich eines besseren belehrt. Dieses Lied gibt es wirklich. Ich war erstaunt über soviel Textsicherheit bei Dreijährigen. Seitdem sagt unsere Tochter oft, dass ich nicht mitsingen darf („Mama, du nicht!“).

Berner, Rotraut Susanne:
Herbst-Wimmelbuch / Rotraut Susanne Berner. – 9. Aufl.. – Hildesheim :
Gerstenberg, 2009. – [16] S. : überw. Ill. ; 34 cm. –
ISBN 3-8369-5101-0  Pp. : EUR 12.90
ISBN 978-3-8369-5101-2

1 Berner
(hg)

Wimmelbücher

Berner, Rotraut Susanne:   Winter-Wimmelbuch Wimmelbücher gibt es viele, aber für unsere Tochter dürfen es nur die wunderbaren Bücher von Rotraut Susanne Berner sein. Insgesamt gibt es für jede Jahreszeit eines und ein Nachtwimmel-Buch. Und mindestens zwei davon möchte unsere Tochter jeden Abend ansehen. Die Vorlieben für die Jahreszeiten wechseln, aber das Thema bleibt: Wimmelhausen und seine zahlreichen Bewohner. Da die Bücher ohne Text sind, werden bei allen auf der Rückseite ein paar Bewohner namentlich vorgestellt. Und mittlerweile kennen wir sie alle! Für einige weitere mussten wir uns sogar noch Namen ausdenken, da unsere Tochter sie richtig benennen wollte. Viel zu gucken gibt es immer. Besonders schön ist es, wenn unsere Tochter Parallelen zu Leuten findet, die sie kennt oder zu Dingen, die sie selber erlebt hat. In den Büchern taucht zum Beispiel immer wieder Sieglinde auf, die einen kleinen blauen Wagen hat. Oft und gerne steht sie im Parkverbot und bekommt von Hugo, dem Polizisten, ein Knöllchen. Ich überleg da ja immer, ob die beiden sich vielleicht mal näher kommen werden. In einem anderen Buch bekommt der Wagen erst Winterreifen und danach fährt Sieglinde mit ihrem Auto gegen ein Haltestellen-Schild (und auch da kommt Hugo und hilft). Witzigerweise heißt eine der Omas ebenfalls Sieglinde und hat auch einen kleinen blauen Wagen. (Nur das mit dem Unfall und dem Falschparken, hat die Oma zum Glück noch nicht gemacht. Dafür hat sie mal den Autoschlüssel im Wagen vergessen. Das Auto stand dann abgeschlossen auf dem Supermarkt-Parkplatz, Schlüssel und Handtasche drin – Oma und Kind draußen. Ganz in der Nähe ist ein großer Autohändler. Also sind die beiden da hin gelaufen. Leider waren die Leute vom Autohaus nicht in der Lage den Wagen ohne Beschädigung aufzubrechen. Das wollte die Oma dann aber doch nicht. Unsere Tochter hat dann noch ein flottes kleines Metallauto geschenkt bekommen und die Oma durfte den ADAC anrufen. Die haben es dann auch geschafft und das Auto ohne einen Kratzer geöffnet. Von dem „Abenteuer“ erzählt unsere Tochter heute noch gerne – sehr zum Leidwesen der Oma, der das alles etwas unangenehm ist.) Ach ja, und wie die Winterreifen gewechselt werden, durfte sich unsere Tochter bei Papas Auto im letzten Jahr ansehen. Da haben wir einen Familienausflug draus gemacht. Die Werkstatt hatte Samstagstermine angeboten und man konnte auf den Reifenwechsel warten. Also standen wir in der zugigen Werkstatt, bestaunten die ganzen Autos, die dort ein- und ausfuhren, das Werkzeug und die Mechaniker in ihren blauen Arbeitsanzügen. Besonders toll war es jedes Mal, wenn die Autos mit der Hebebühne hochgefahren wurden. Etwas besorgt war unsere Tochter nur, als Papas Auto dann mit einem Mechaniker zur Probefahrt wegfuhr. Zu Hause hat sie den Reifenwechsel dann sehr ausgiebig mit ihren Autos nachgespielt. Das ging so weit, dass wir ihr einen kleinen Spiel-Werkzeug-Koffer holten. Der wurde von unserer Tochter schnell mit unserer Küchenwaage, den Silikon-Backpinseln (zum Fegen des Bodens), einem großen Sieb (als Helm) und dem Eierschneider ergänzt. Was der Eierschneider im Werkzeugkasten zu suchen hat, frage ich mich allerdings immer besonders, denn damit macht unsere Tochter begeistert Musik. Wir nennen das Ding nur noch die „Eierharfe“. Wer mal Langeweile hat, sollte es auch ausprobieren.  (hg)

Berner, Rotraut Susanne:
Winter-Wimmelbuch / Rotraut Susanne Berner. – 16. Aufl.. – Hildesheim :
Gerstenberg, 2009. – [16 S.] : überw. Ill. ; 34 cm. –
ISBN 978-3-8369-5033-6 Pp. : EUR 12.90

1 Berner

Feuerwehr

Unsere Tochter hat sich beim letzten Bilderbuch anschauen wieder mal ein paar „neue“ Bücher gewünscht: die Feuerwehr soll es diesmal sein. In der gut sortierten Kinder- und Jugendbücherei werde ich schnell fündig. Es gibt ein tolles Feuerwehrbuch aus einer bekannten Sachbuchreihe für die Kleinen. Zu Hause schauen wir uns das Buch gleich an. Ausrüstung, verschiedene Feuerwehrautos (es gibt Rüstwagen, Drehleiterfahrzeuge und die Autos für der Einsatzleitung, habe ich gelernt) und die Aufgaben werden beschrieben und anschaulich gezeigt. Vom Feuerlöschen, über Hochwasser und entlaufene Tiere ist alles dabei. Ganz wie ich es erwartet habe. Aber dann, auf der vorletzten Seite erwartet mich eine Überraschung. Die Flughafen-Feuerwehr kommt zum Einsatz: Auf der Landebahn steht ein halbes (!) Flugzeug. Nur das Cockpit, die Türe und ein paar Fenster sind noch vorhanden. Danach kommt nur noch Feuer. Wo die andere Hälfte des Flugzeugs samt Flügel abgeblieben ist, bleibt ein Rätsel. Auch weiter hinten auf der Landebahn ist nichts zu sehen. An der Türe hängt eine quietschgelbe Notrutsche. An deren Ende stehen drei Feuerwehrmänner und fangen die Rutschenden auf. Ein paar Notarztwagen und mehrere Sanitäter wimmeln über eine halbe Seite und sind sehr beschäftigt. Herrje, was haben die Bilderbuchmacher sich denn dabei gedacht? Wie soll ich das denn meiner dreijährigen Tochter erklären ohne schwere Trauma auszulösen? (Verbrennungen, Brüche, Schmerzen, Blut?) Prompt kommt ihre Frage nach den Verletzten. „Ja, hm, ich glaube, die Leute sind zu schnell gerutscht und haben sich dabei ein bisschen weh getan. Aber jetzt wird ihnen geholfen und dann dürfen alle ganz schnell wieder nach Hause.“

Ich bin sehr froh, dass unsere Tochter noch nicht nach dem Rest des Flugzeugs gefragt hat.

Feuerwehr / [Text: Tatjana Marti. Ill.: Maximilian Walther]. – Nürnberg :
Tessloff, 2007. – 25 S. : zahlr. Ill. ; 28 cm, 672 gr.. –
(Was ist was / Junior ; Bd. 4 : Tessloff Wissen : Sehen, hören, mitmachen)
ISBN 978-3-7886-1594-9 Pp. : EUR 9.95
ISBN 3-7886-1594-X  Pp. : EUR 9.95
4.3 W Feuerw

(hg)

Autowerkstatt

Eines der Lieblingsbücher unserer Tochter beim Ins-Bett-gehen ist im Moment „Die Autowerkstatt“. Emil und Lisa besuchen mit ihrem Papa die Autowerkstatt. Das Auto kommt auf die Hebebühne und es wird gaaanz viel repariert. Es braucht neue Bremsen, außerdem einen Ölwechsel, der Auspuff muss geschweißt werden (macht man das noch – ich dachte immer, der wird dann komplett ausgetauscht, weil der Rest des Auspuffs auch bald auseinander fällt), neue Scheibenwischer und ein Lämpchen für die Scheinwerfer. Alles ist sehr nett beschrieben und gezeichnet. Lisa und Emil dürfen sich im Buch alles ganz genau anschauen und auch mal Werkzeug anfassen oder eine Schutzbrille aufsetzen. Also genau das, wovon kleine Mechaniker träumen. Danach muss Papa bezahlen und Emil und Lisa bekommen ein kleines rotes Auto von einem der Mitarbeiter geschenkt.

An dieser Stelle ruft unsere Tochter, dass sie auch sofort und unbedingt ein kleines rotes Auto bräuchte. Da wir gut vorbereitet sind (wir schauen das Buch ja nicht zum ersten Mal), liegt ein rotes Spielzeugauto schon im Regal bereit. Ich gebe ihr das Auto. Leider ist ihre Begeisterung nicht so groß. Dummerweise sind die falschen Räder dran sind (aaaah, ist das so wichtig?) und das geht natürlich gar nicht. Papa steht schon auf und ist auf dem Weg ins Wohnzimmer, wo die restlichen Autos geparkt sind. Ich sage ihr, dass Papa sich schon drum kümmert. Das reicht leider nicht. So wichtige Sachen nimmt der Fachmann lieber selbst in die Hand! Also krabbelt unsere Tochter aus dem Bett (in dem sie glücklicherweise bis gerade eben schon lag), rennt Papa hinterher und ruft dass sie mitgehen muss. Ich versuche sie zu überzeugen, dass es doch besser wäre bei mir zu bleiben mit einem „…aber wir gucken doch gerade Dein Bilderbuch …“
„Mama, Du darfst das alleine weiter gucken. Ich muss jetzt mit Papa gehen.“
Bei soviel Wortgewandtheit gebe ich mich geschlagen, genieße die kleine Pause und bedauere nur, dass mein Krimi ganz weit weg liegt.

Was ist los in der Autowerkstatt? / [Ill.: Sebastian Coenen. Konzept und Text:
Stefanie Steinhorst]. – Nürnberg : Tessloff, 2011. – [14] S. : überw. Ill. ; 21
cm. –
(Was ist was / Mini ; Bd. 11 : Tessloff Wissen : Sehen – Hören – Mitmachen)
ISBN 978-3-7886-1909-1 Pp. : EUR 7.95 (DE), EUR 8.20 (AT)
ISBN 3-7886-1909-0

(hg)

Bobo

Kennen Sie Bobo? Bobo Siebenschläfer? der kleine Nager, der aussieht wie ein verunglückter Hamster? Nein? Dann haben Sie wahrscheinlich keine Kinder. Bobo treibt bestimmt schon 20 Jahren sein „Unwesen“ in den Kinderzimmern. Er ist meistens gut gelaunt und trägt eigentlich immer eine rot-blau gestreifte Hose mit exakt einem Hosenträger. Irgendwann, als unsere Tochter ungefähr zwei Jahre alt war, ist sie ihm in der Bücherei in der Bilderbuchkiste begegnet. Wegen ihrer großen Zuneigung zu ihm haben wir dann zwei kleinere Pappbilderbücher angeschafft: „Bobo geht einkaufen“ und „Bobo auf dem Spielplatz“. Die Anschaffung hat sich auch wirklich gelohnt, da sie relativ bissfest und stabil sind. Mittlerweile ist sie ja schon drei und gaaanz groß. Wenn wir heute noch ab und zu die Bücher ansehen und sie die Bissspuren bemerkt, kommentiert sie diese mit „Das war ich als Baby.“

Vor kurzem haben wir dann in der Buchhandlung einen großformatigen Sammelband „Das beste von Bobo Siebenschläfer“ gefunden. Ganze 79 Seiten Bobo auf normalem Papier. Und die uns bekannten Geschichten waren hier auch noch ausführlicher drin. Unsere Tochter war ganz glücklich über soviel Bobo. Die Geschichten sind auch hier wieder wunderbar aus der Lebenswelt der Kleinen: Urlaub auf dem Bauernhof, Besuch bei der Oma, Mama hat Geburtstag oder Bobo ist krank. In einer der Geschichten findet Bobo im Flur einen Schlüssel und schließt sich dort ein. Dummerweise ist Mama aber im Wohnzimmer und kann Bobo nicht helfen. Ganz zufällig hat sie einen Hausschlüssel dabei (also, ich habe nie unseren Hausschlüssel in der Hosentasche, wenn ich im Haus bin – Sie etwa?), klettert aus dem Fenster und kann Bobo durch die Haustüre befreien.

Einige Tage später stehen mein Mann und ich in der Küche und beratschlagen, was es zum Abendessen geben soll. Auf einmal ruft unsere Tochter recht vergnügt aus dem Flur „Ihr müsst jetzt aus dem Fenster klettern.“ Recht leise kommt noch hinterher: „Macht Bobos Mama auch.“ Glücklicherweise haben wir keine Küchentüre und es gibt nur eine Absperrung aus kleinen Pylonen im Türrahmen. Die kann ich gerade so noch überwinden. Jetzt stellt sich die Frage, auf welche anderen Türen wir auch noch verzichten sollten.

Osterwalder, Markus:
Das Beste von Bobo Siebenschläfer : Bildgeschichten für ganz Kleine / Markus
Osterwalder. – Sonderausg.. – Reinbek bei Hamburg : Rowohlt-Taschenbuch-Verl.,
2011. –  ISBN 978-3-499-21629-9    ISBN 3-499-21629-9

(hg)

Heute ist Internationaler Tag der biologischen Vielfalt

Seit 2000 wird jährlich am 22. Mai der „Internationale Tag der biologischen Vielfalt“ gefeiert (nährere Infos siehe http://www.cbd.int/idb/).

Diesen Tag nehmen wir zum Anlass für einen Buchtipp zum Thema Artenschutz. Der Bild-Text-Band „Wanderer der Wildnis“ von Stanley Johnson und Robert Vagg verbindet herrliche Fotos mit informativen Texten über wandernde Tierarten und die Bedrohungen, denen sie ausgesetzt sind.

Mit Wanderer der Wildnis sind die 8000 bis 10000 Tierarten gemeint, die zwischen ihren Futter- und Brutstrecken regelmäßig Staatsgrenzen überqueren und weite Strecken zurücklegen. Für den Artenschutz bedeutet dies, dass kein Land im Alleingang  ihr Überleben sichern kann. Neben der Bedrohung durch natürliche Feinde sind die tierischen Wanderer auch immer mehr Bedrohung ausgesetzt, für die der Mensch verantwortlich ist.

Gliedert nach Vögeln, Meerestieren und Landtieren werden in dem Buch zahlreiche Arten vorgestellt. In einem Extra-Kapitel werden außerdem die größten Gefahren beschrieben, die Wandertierarten noch vielfältiger bedrohen als ortgebundene Tierarten. Als Beispiele seien hier die Gefahren durch Starkstromleitungen und Windturbinen sowie die der Verlust von Lebensräumen durch die globale Erwärmung genannt. Neben einem mehrsprachigen Verzeichnis der Tiernamen findet man in den Anhängen umfangreiche Informationen über weltweite Instrumente zur Erhaltung der Artenvielfalt.

Natürlich ist dieses engagierte Buch, wie viele andere Titel zum Artenschutz, auch in unserem Bestand zu finden.

Aktion „Lesefreunde“ zum Welttag des Buches

Stadtbüchereien Düsseldorf übergeben 61 Pakete an die Buchschenker.

Ab heute werden in der Zentralbibliothek über 1.800 druckfrische Bücher an 61 registrierte Buchschenker der Aktion „Lesefreunde“ verteilt.

Anfang des Jahres haben die Stiftung Lesen, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und 20 namhafte deutsche Verlage lesebegeisterte Menschen in ganz Deutschland aufgerufen, Lesefreude zu teilen und andere Menschen mit einem Buchgeschenk zum Lesen zu inspirieren.  33.333 Lesebegeisterte haben sich in ganz Deutschland online registriert und ihren Lieblingstitel aus 25 Büchern ausgewählt – so werden zum Welttag des Buches am 23. April bundesweit 1.000.000 Bücher verschenkt.

Die Buchschenker werden ihren Lieblingstitel je dreißig Mal weiter verschenken: an Menschen, die ihnen im Alltag begegnen und die sie zum Lesen einladen möchten. Als Abholstelle unterstützen die Stadtbüchereien Düsseldorf das Ziel,  erwachsene Menschen mit einem Buchgeschenk für das Lesen zu begeistern und so die Chance zu nutzen, dass sie das Lesen für sich neu oder aber auch wieder entdecken.

Mit dem „Fest der Lesefreunde“, das Ulrich Wickert am Abend des 23. April 2012 in Hamburg moderiert, findet die Aktion ihren krönenden Abschluss. Prominente aus Kultur, Sport und Politik werden bei dieser öffentlichen Veranstaltung ihre persönlichen Leseerlebnisse vorstellen und ihre Lesefreude teilen.

Aktuelle Informationen zu Aktion „Lesefreunde“ finden Sie unter

www.welttag-lesefreunde.de
www.facebook.com/Welttag.Lesefreunde
twitter.com/Lesefreunde Hashtag: #lesen2012

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