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Buchstabensuppe – Blog der Stadtbüchereien Düsseldorf

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Ausbildung

Famoser FaMI

Häufig wird mir die Frage gestellt, warum ich denn noch privat Bücher lese; schließlich läse ich ja den ganzen Tag auf der Arbeit. Jedes Mal, wenn mir diese Frage gestellt wird, merke ich, wie viele Menschen den Beruf des Fachangestellten für Medien und Informationen (FaMI) gar nicht kennen oder dass die Fragesteller nur wahnwitzige Vorurteile zu diesem Beruf haben. Ich beantworte die Frage immer gleich: Ich habe noch nie ein Buch während der Arbeit gelesen. Dafür ist gar nicht die Zeit vorhanden. Es gibt so viele Dinge in einer Bücherei zu tun, so viele verschiedene Tätigkeiten, die erledigt werden müssen. Da denke ich gar nicht an entspannendes Lesen. Meistens lässt sich im Gesicht meines Gegenübers erkennen, dass er leicht verwirrt ist. Viele Tätigkeiten? Keine Zeit? Du kommst doch sicherlich erst  kurz vor Öffnung in die Bibliothek und sitzt dann den ganzen Tag regungslos auf deinem Stuhl und starrst auf den Bildschirm deines Computers. Ab und zu kommt dann mal eine alte Omi und fragt nach irgendeinem uralten Schinken den sie für ihren Enkel ausleihen will, weil sie das Buch in Ihrer Jugend verschlungen hat und unbedingt möchte, dass er dieses wundervolle Werk liest. Jetzt merke ich, dass der Beruf des FaMI in vielen Köpfen meiner Umgebung völlig falsch dargestellt ist. Ich erkläre meinem Gegenüber, dass ich eine 39 Stunden Woche habe und jeden zweiten Samstag mal arbeiten darf.  Ich komme also nicht kurz vor Öffnung der Bücherei. Ich erläutere grob meine Tätigkeiten: Jedes Medium, das zurück kommt, muss auch wieder zurück ins Regal. Dies geschieht nicht durch einen Zauberspruch, kleine Trolle stellen die Medien auch nicht zurück. Das mache ich. Es kommen nicht nur alte Omis in die Bib und wollen Bücher für ihre Enkel. Das Publikum ist bunt gemischt, was meiner Meinung nach die ganze Angelegenheit viel interessanter macht. Man weiß nie, welcher Leser als nächstes kommt und was er für eine Frage mitbringt. Regungslos sitze ich schon gar nicht vor meinem Computer. Ich bin die ganze Zeit in Bewegung, zeige den Lesern wo sie ein Buch finden und helfe den Lesern, an den Internetcomputern und vieles mehr. Meistens erhellt sich das Gesicht meines Gegenübers und er ist überrascht, was ich alles machen muss. Dabei habe ich gerade meinen Beruf nur minimal beschrieben. Wenn ich meinem Gegenüber alle Tätigkeiten genau erklären würde, dann holte ich mir erst einen Kaffee. (tk)

Ausbildungsrückblick

Hallo zusammen!

Wer ich bin? Eine von insgesamt 12 Azubis aus den Stadtbüchereien Düsseldorf und seit August im dritten und letzten Lehrjahr angekommen.
Warum ich schreibe? Weil ich heute Morgen eine Leerphase hatte und meine Chefin diese füllen wollte, indem sie mich bat, etwas Sinnvolles zu diesem Blog bei zusteuern 😉
Mein Thema? Mangels kreativer spontaner Einfälle werde ich wohl über meine Ausbildung schreiben. Da ich verkürze, ist das Ende schon im Januar.

Als ich mit der Ausbildung begonnen habe, war ich 19 Jahre alt und voller Neugier, was mich in den nächsten drei Jahren so erwarten würde. Das erste wunderbare was ich einfach mal in den Vordergrund stellen möchte ist, dass ich mit zwei tollen „Mitazubinen“ meine Ausbildung starten durfte. Ich kann mich noch genau an das erste Azubi-Treffen erinnern, wo wir uns das erste Mal kennen gelernt haben und ich weiß noch, dass wir alle sehr schüchtern und zurückhaltend waren und ich nur gedacht habe „Oh Gott, das wird nie was „ ^^ Heute zwei Jahre später, in denen wir jede Woche zwei Mal gemeinsam, den ehrlich gesagt nicht sehr spektakulären Berufsschulunterricht besucht, gemeinsam in bestimmten Abteilungen gearbeitet und ein Azubi-Projekt zusammen gemeistert haben, weiß ich, dass es doch was geworden ist, sogar so gut, dass wir schon zwei Mal gemeinsam Urlaub gefahren sind 🙂

Zurück zur Ausbildung.
Generell möchte ich zu der Ausbildung sagen, dass sie für mich bis jetzt sehr abwechslungsreich war, da man in sehr viele verschiedene Abteilungen kommt und man dadurch auch einen Überblick über den „Kreislauf“ des gesamten Systems bekommt.
Meine ersten sechs Monate habe ich in der Stadtteilbücherei Bilk verbracht, wo mir der Einstieg durch super nette und hilfsbereite Kollegin erleichtert wurde.
Die restlichen 18 Monate habe ich größtenteils in der Zentralbibliothek verlebt und dort die verschiedenen Abteilungen durchwandert und auch hier kann ich sagen, dass die Kollegen sehr nett sind.
Ein besonderes Highlight der Ausbildung waren zum einen, die von der Schule organisierten Ausflüge zur Frankfurter Buchmesse. Ein Erlebnis für sich. Die vielen Bücherstände, Autorenlesungen, das Gedränge und die ganze Stimmung und beide Male kamen wir mit Tüten und Taschen voll mit Büchern, die wir als Leseexemplare geschenkt bekommen hatten, wieder zu Hause an.
Ein anderes Highlight war die Azubi-Veranstaltung, die jeder Jahrgang im zweiten Lehrjahr mit Unterstützung einer Zweigstelle selbstständig organisieren soll. Unser Jahrgang entschied sich dafür im März dieses Jahres einen „Poetry-Slam“ – Abend zu veranstalten und mit der Hilfe der Bücherei Flingern, ist der Abend ein voller Erfolg geworden. Auch wenn der Weg bis dahin nicht immer leicht war, hat das Planen, Organisieren, Gestalten, Korrespondieren und Durchführen doch auch viel Spaß gemacht.

Wenn ich zurück an den Anfang denke, merke ich, wie schnell die Zeit vergeht und es ist ein komisches Gefühl zu wissen, dass die Abschlussprüfungen schon in wenigen Monaten vor der Tür stehen. Aber ich kann mit Recht sagen, dass es meistens eine sehr schöne Zeit mit netten Kollegen war. Vielen Dank dafür 🙂

Alles neu!

Das erste Jahr meiner Ausbildung bei den Stadtbüchereien Düsseldorf nähert sich so langsam dem Ende. Das ist doch mal ein guter Zeitpunkt das letzte Jahr Revue passieren zu lassen. Eins vorneweg: es war ein ereignisreiches Jahr mit einigen Höhepunkten und wenigen Tiefpunkten. Aber beginnen wir doch  am Anfang.
Die ersten 6 Monate der Ausbildung verbringen wir Azubis in einer Zweigstelle. Um die Grundlagen der Arbeit zu lernen ist die Arbeit in einem kleinen Team ideal. Hier gibt es kaum Spezialisierungen und jeder muss alles können. Dementsprechend ist die Arbeit auch besonders abwechslungsreich. Ich durfte später sogar eigene Führungen für Grundschulklassen durchführen. Überhaupt hat mir der ständige Kontakt mit den Lesern am besten gefallen.
Bestens mit den Grundlagen gerüstet, ging es dann erstmal in die Zentralbibliothek um hier in den nächsten 4 Monaten gleich 4 Abteilungen kennen zu lernen. Erwerbung, Katalog und Buchbinderei zeigen gut den Weg eines Buches von der Bestellung bis ins Regal. In der Erwerbung werden die Bücher bestellt und gelieferte Bücher bekommen ihren Stempel und ihre Nummer zugewiesen. Im Katalog, tja, da werden die Bücher in den Katalog aufgenommen. Klingt einfach, ist es aber nicht! Ich musste erst einmal schlucken als ich den DIN A4 Ordner mit dem Regelwerk für die Katalogisierung gesehen habe. Aber schon nach ein paar Tagen klappte auch das überraschend gut.
In der Buchbinderei wird das Buch schließlich final bearbeitet, also in Folie eingeschlagen und erhält seinen Signaturaufkleber.
Als vierte Abteilung kam schließlich noch die Verwaltung hinzu. Hier wird etwa der Urlaub der Mitarbeiter verwaltet oder die ein- und ausgehenden Rechnungen bearbeitet.
Tja, und jetzt stehen erstmal drei Wochen Urlaub vor der Tür. Und im Anschluss wartet die nächste Abteilung. Ich bin gespannt!

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