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Buchstabensuppe – Blog der Stadtbüchereien Düsseldorf

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Azubi-Tagebuch

Azubi im 1. Jahr – Das erste Jahr ist fast geschafft!

Ich setze mal die kleine Tradition meiner Vorgänger fort und berichte, was ich in den letzten 10 Monaten, den ersten 10 Monaten meiner Ausbildung zum FaMI, erlebt habe.

Angefangen hat alles mit der Berufsschule ab Ende August 2012. Damals kannte ich, außer meinen „Mitazubinen“, keinen aus der Klasse und man kam sich schon fremd vor. Jedoch verfüchtigte sich das Gefühl sehr schnell bei mir.

Der Berufsschulunterricht ist eine Art für sich 😉 Viel Neues und, eventuell nur in meinen eigenen Augen, etwas zu ausführlich.

flingernAls der September vor der Tür stand, habe auch ich, wie alle Azubis, in einer Zweigstelle angefangen. Zu meiner Freude wurde ich in Flingern sehr freundlich aufgenommen und habe dort den besten Start gehabt, den man sich vorstellen kann.

Die Mitarbeiterinnen sind mir im Laufe der 6 Monate (leider viel zu kurz J), ans Herz gewachsen und ich weiß, dass ich dort immer ein offenes Ohr finden werde, wenn mir mal etwas auf der Seele liegt. Also alles prima gelaufen!

Zurück zum Alltag: das Praktische an der Arbeit in den Zweigstellen ist, dass man dabei gut in den Alltag des FaMIs eingearbeitet wird. Man durchwandert viele Abläufe und bekommt so ein solides Grundwissen vermittelt. Besonders wichtig, in meinen Augen, war es zu lernen, wie ich mit den Lesern umzugehen habe. Jeder Leser ist anders und hat verschiedene Wünsche und Anforderungen. Und ich will auch nicht verschweigen, dass es die ein oder andere schwierige Situation gab.

Aber selbst das hat mich nicht abgeschreckt und ich bin weiter auf dem Weg zur Ausbildung des FaMIs vorangeschritten. Das hieß: ab in die Zentrale!

Erwerbung, Katalog, Öffentlichkeitsarbeit/Verwaltung und Buchbinderei standen auf dem Plan.

Hier merkte man schnell, was einem noch alles an Wissen fehlte, um den Beruf richtig auszuüben. Aber wieder kann ich nur sagen, dass ich überall freundlich empfangen wurde.

Natürlich gibt es die eine oder andere Tätigkeit, die einem den letzten Nerv raubte oder die einem nicht so interessant vorkam, aber da musste jeder wohl oder übel durch. Die jeweils 4 Wochen in den Abteilungen verflogen jedoch sehr schnell. Und ehe man sich versieht sitzt man schon an einem anderen Schreibtisch und muss sich durch neue Arbeit wühlen.

Ab und an heißt es dann von der Leitung aus: Vertretung! Und dann geht es, ab die Post, in die Zweigstelle, in der gerade Not am Mann ist. Auch wenn es dann eventuell bedeutet, dass man länger arbeiten muss als geplant, ist es doch sehr vorteilhaft die Zweigstellen dabei kennen zu lernen. Leider kann ich nicht wirklich davon erzählen, denn meine Einsätze waren immer wieder in Flingern (aber darüber kann ich mich absolut nicht beschweren J).

edvMittlerweile ist es schon Juli 2013 und mein erstes Jahr ist fast schon vorbei. Es ist einfach erstaunlich, wie die Zeit verfliegt.

Momentan sitze ich wieder an einem „neuen“ Schreibtisch (in der EDV) und bin gespannt, was mich noch so alles erwarten wird.

Aber eines kann ich mit ruhigem Gewissen sagen: Ich bin froh, dass ich hier als Azubi angenommen wurde und kann es immer noch nicht bereuen, mich für diesen abwechslungsreichen, spannenden und interessanten Beruf entschieden zu haben!

(m.m.)

„Opa, gib mir doch bitte mal mein iPad“. „Was für ein Ei willst du haben, Jung?“

oma2punkt0Genau diese Antwort würde ich erwarten, wenn ich meinen Opa (76 Jahre alt) nach meinem iPad fragen würde. „Was für ein Ei?“. Viele hätten wahrscheinlich diese Antwort von unseren etwas älteren Mitmenschen erwartet. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass der Großteil der heutigen Jung-Erwachsenen so denkt, der Großteil der Ü 60 Generation sei technikfeindlich eingestellt. Nach dem Motto „Was der Bauer nicht kennt, isst der Bauer auch nicht.“ Ich möchte nicht bestreiten, dass es einige ältere Menschen gibt, die sich gerne mit der heutigen Technik auseinander setzten, aber die traurige Wahrheit ist doch, dass es doch noch einen etwas größeren Anteil an alten Menschen gibt, die nichts mit neuen Errungenschaften wie Smartphones oder E-book Readern zu tun haben wollen. Die beliebteste Ausrede um nicht in den Genuss von WhatsApp zu kommen ist, „Ich bin viel zu alt dafür“.

Nach dem, was ich vor wenigen Tagen erleben durfte, sage ich ganz klar: „Nein – zu alt für Smartphones oder E-Reader kann man nicht sein“. Natürlich kann man solch eine Aussage mit Anfang 20 sehr einfach äußern, immerhin ist man ja mit der heutigen Technik bestens vertraut. Ich allerdings kann meine Aussage auch beweisen.

Meine Azubi-Kollegen und ich geben regelmäßig Kurse für Leser, die gerne lernen möchten, wie man die onlineBibliothek anhand eines E-book Readers am besten nutzten kann. Unser Ziel in diesem Kurs ist es, Lesern (egal wie alt!) den sicheren Umgang mit E-book Readern näher zubringen. Der Reader soll ein verlässlicher Freund im Alltag werden und kein unangenehmer Begleiter.

Letzte Woche  war einer unserer Kurse. Es waren gut 13 Leute anwesend. Eine gemischte Gruppe, was das Alter anging. Eine Dame, die ich auf ca. 70 Jahre  geschätzt hätte, setzte sich mit ihrem E-Reader in die erste Reihe. Im Laufe des Vortrages erzählte Sie mir und der Gruppe wie froh Sie doch sei, solch einen Reader zuhaben. Als sie dann anfing, von ihrem Smartphone zu reden, war ich schon tief beeindruckt. Ich dachte mir: “Hut ab, mit Anfang 70 einen Reader und ein Smartphone,  das verdient etwas Annerkennung. Man könnte jetzt denken, „na gut, kaufen kann sich jeder so was, aber die Geräte zu bedienen, ist noch mal etwas ganz anderes“. Jetzt kommt die erste Überraschung: Die Dame konnte bereits vor dem Kurs mit dem Reader umgehen. Sie benutzt unsere onlineBibliothek schon lange und weiß die Vorteile eines Readers zu schätzen. Jetzt kommt die zweite Überraschung: Auf ihrem Smartphone nutzt sie WhatsApp. Wenn das mal nicht mehr als fortschritlich ist.

Jetzt kommt die ganz große Überraschung: Nach dem Kurs kamen diese Dame und ich ins Gespräch. Sie schwärmte von ihrem Reader und sagte: „ Für jemanden der 92 ist, ist solch ein Reader eine wahre Erleichterung. Ich habe mich, was die Altersangabe angeht, nicht vertippt! Die Dame ist wirklich 92 Jahre alt. Erstens hat sie sich topp gehalten und zweitens, sie hat WHATSAPP AUF IHREM SMARTPHONE!

Als nächstes kommt bestimmt noch der eigene Youtube-Kanal. Das Alter ist kein Grund, um sich vor der neuen Technik zu verstecken. Es ist alles eine Sache der Einstellung. Ich denke diese taffe Dame hat bewiesen, dass es nicht auf das Alter ankommt, sondern auf die Einstellung. Geben Sie der Technik eine Chance. Mehr als das Internet können sie nicht löschen 😉

Ein Herz für Untote (Teil 2):

Heute wollen wir den unsere Suche nach DEM ZOMBIE in den Stadtbüchereien Düsseldorf fortsetzen.
Nachdem wir das Erdgeschoss der Zentralbibliothek mit mäßigem Erfolg abgegrast haben, hoffen wir unter den Sachbüchern und Filmen des Obergeschosses erfolgreicher zu sein.

Gut organisiert, wie die Azubis der Stadtbüchereien nun mal sind, beginnen wir unsere Suche in der Geschichtsabteilung.
Dort werden wir prompt fündig unter dem Titel: „Vampire, Wiedergänger und Untote : auf der Spur der lebenden Toten“ von Wolfgang Schwerdt. Das Buch ist auch recht aktuell, aus dem Jahr 2011.

Sinnvollerweise gehen wir als nächstes in die Abteilung S : „Tanz, Theater, Film , Radio und TV“. Dort scheint uns die natürliche Heimat der Zombies zu liegen.

Was uns relativ schnell ins Auge fällt, aber gesichert im Glasschrank liegt, ist das Buch „Zombies!: die illustrierte Geschichte der Untoten“ von Jovanka Vuckovic. Dieses Buch enthält nun wirklich alles was der Zombifan begehrt. Neben einer Auflistung der Zombi-Voodoo-Sagen aus der Karibik, über die literarischen Anfänge der Zombiliteratur bis hin zur Adaption in Filmen und Computerspiel enthält es viele Bilder UND ein Vorwort von George A. Romero, sozusagen der Papst der Zombifilme! Besser kann es kaum noch werden.

Ähnlich informativ, aber spärlicher bebildert ist das Buch „Untot: Zombie, Film, Theorie“ von Michael Fürst in der gleichen Abteilung.

Etwas für den Gehirnschmalz finden wir noch in der Abteilung Philosophie: „Die Untoten und die Philosophie: Schlauer werden mit Zombies, Werwölfen und
Vampiren“, eine Aufsatzsammlung von Richard Greene zum Thema. Verkopft und Trocken, aber wer es mag…. (jetzt hören wir aber auf mit den Gehirn-Witzen).

In der Online-Bibliothek, für die wir hier noch mal ausdrücklich werben wollen, findet sich noch: „Der Zombie Survival Guide: überleben unter Untoten“ von Max Brooks.
Unsere Kritik: Dieses eBook kann Ihr Leben bei einer möglichen Zombi-Apokalypse retten. Außer der Strom fällt aus.

Da die meisten Filme mit Zombies in die FSK: 18-Kategorie fallen, nennen wir hier nur noch schnell 2 Filme, welche sich im Bestand der Stadtbüchereien finden, und etwas (!) familientauglicher sind:

„Ich folgte einem Zombie“ von Jacques Tourneur aus dem Jahr 1943
und
„I Am Legend“ von Francis Lawrence auf DVD und BluRay aus dem Jahr 2007

Unsere Suche nach DEM ZOMBIE ist nun beendet und wir können mit unserem Ergebnis  gut leben. Fazit ist, dass der Vampir stärker vertreten ist, aber der Zombie, langsam wie er ist, aus der Nischenkultur schlurft.

[SO, TK]

Ein Herz für Untote (Teil 1)

Die Massenkultur hat den Vampir seit jeher für sich in Beschlag genommen, von Dracula bis Edward Cullen ziehen sie sich durch die Film- und Buchgeschichte. Auch in der Bücherei können wir uns kaum vor Vampiren jeder denkbaren Art retten. Darüber muss man hier nicht wirklich noch mehr Worte verlieren.

Was ist jedoch mit dem anderen bekannten Vertreter der Untoten, dem Zombie? Er hat seinen Sprung aus der Horrorabteilung hinein in die Alltagskultur nicht gemacht. Oder?
Wir machen uns auf die Suche nach dem Zombie in der Zentralbibliothek, jenseits vom übermüdeten Azubi, morgens bei Dienstbeginn.

Wir beginnen unsere Suche klassischerweise in der Kindheit, genauer im Bestand der Kinderbibliothek.
Erwartungsgemäß sind die Zombies hier eher schwer zu finden. Schließlich stoßen wir doch auf einen Jugendroman: „Plötzlich Zombie“ von David Lubar, geeignet von 9-12 Jahren.
In der gleichen Ecke stoßen wir noch auf die Reihe „Scream Street“ von Tommy Donbavand, hier lautet der Titel des vierten Bandes „Die Zombiejagd“. Dieses Buch hat übrigens recht ansehnliche Zeichnungen von Zombies.
An der Auskunftstheke der KiBi können wir uns aus den Zweigstellen Benrath, Unterrath und Garath den Roman „Zombie Blond“ von Brian James in die Zentralbibliothek schicken lassen.

Weiter geht’s mit unserer kleinen Tour – vorbei an übermüdeten, fast schon zombifizierten Eltern, die ihre Racker für eine glückliche halbe Stunde an der Murmelbahn abgegeben haben – in die Belletristikabteilung.

Hier sieht es für den gediegenen Untotenliebhaber leider auch erst einmal mau aus.
Der Roman „Zombie Nation“ von Joachim Lottmann erweist sich eher als kritische Gesellschaftsanalyse und weniger als fröhliches Gehirne-Spachteln.
Sogar beim guten alten Stephen King entpuppen sich die Protagonisten in „Puls“ nicht als Untote sondern als durch Handystrahlen verdrehte Verrückte.

Beim Rückweg fällt dem geübten Azubi-Auge etwas auf: Der Klassiker „Stolz und Vorurteil“ von Jane Austen steht falsch einsortiert! Unter „G“! Skandal.
Ziemlich schnell bemerken wir aber dann doch den Grund: Es handelt sich um den Titel „Stolz und Vorurteil und Zombies“. Endlich doch ein blutiger Leckerbissen für uns.
Seth Grahame-Smith persifliert in diesem Roman den – zugegeben – für heutige Verhältnisse eher langatmigen Jane-Austen-Stil. Die Geschichte läuft wie gehabt ab, nur dass im England des 18. Jahrhunderts die Untoten los sind. Auf diese Weise versucht er ein wenig Blut und Action einzubringen. Der Witz funktioniert leider aber nicht wirklich, wenn man nicht wenigstens ein paar Seiten des Originals gelesen hat.

An dieser Stelle beenden wir die Suche für heute, verrammeln die Tür gegen etwaige Zombie-Übergriffe und ernähren uns vom leckeren, haltbaren Dosenfutter, welches wir in einem alten Schrank finden.

Herrschaft der Maschinen!?

Immer öfter hört man, unser Alltag sei längst von Maschinen bestimmt. Auch bei den Stadtbüchereien stehen inzwischen Verbuchungsmaschinen.

Immer die selbe Leier. Jeden Tag auf’s Neue erreichen uns dieselben Fragen und Beschwerden, „Arbeiten sie noch?“ oder „Wann wird ihr Arbeitsplatz wegrationalisiert?“. Bei diesen Fragen zeichnet sich immer ein kleines Grinsen in meinem Gesicht ab. „Natürlich arbeiten wir noch, nur nicht alle an einem Fleck sondern im ganzen Haus verteilt oder hinter den Kulissen.“
Immer kaputt, unpersönlich, Medien nicht verbucht; die üblichen Beschwerden die wir Tag für Tag über die neuen Automaten hören.
Immer kaputt? Kann gar nicht sein, sonst könnte ja niemand etwas ausleihen. Sollte der Automat tatsächlich seinen Geist aufgeben, haben wir genügend andere Automaten, die genutzt werden können. Und sollten wirklich alle Automaten gleichzeitig ausfallen, so kümmert sich unsere EDV-Abteilung sofort um das Problem. In den meisten Fällen lässt sich das Problem relativ schnell lösen. Und sollte das Leben aus allen Automaten gleichzeitig entfliehen und wir nicht in der Lage sein, alle Patienten schnellstmöglich zu reanimieren, können sie immer noch auf die Thekenverbuchung zurückgreifen.
Unpersönlich? Kann gar nicht sein, schließlich arbeiten hier nicht nur Maschinen. Natürlich ist der Rückgabe- oder Ausleihvorgang ein Stück weit unpersönlicher geworden, weil das kurze Gespräch an der Theke entfällt. Jedoch gibt die durch die Automaten gesparte Zeit uns die Möglichkeit, intensiver auf ihre Fragen und Anliegen einzugehen. Und selbst wenn es uns gelingen sollte, den Automaten Persönlichkeit  einzuhauchen, wären wir trotzdem noch für sie vor Ort.
Medien nicht verbucht? Kann gar nicht sein, außer Sie haben versucht den Turm zu Babel mit ihren Medien auf den Ausleihautomaten nach zu bauen. Die Reichweite der Leseantennen ist leider nicht unbegrenzt, schließlich wollen sie die Bücher ihres Nachbarn nicht gleich mit verbuchen. Wichtig bei der Verbuchung ist, dass nicht mehr als 6 Bücher gestapelt werden sollten. DVDs, BluRay-Discs, Hörbücher oder Musik-CDs werden am besten nebeneinander bzw. nacheinander verbucht. Und sollte es tatsächlich ein Problem mit der Ausleihe oder Rückgabe geben, stehen wir Ihnen bei.
Sie müssen keine Angst haben, dass durch die Benutzung der Automaten unser Job wegrationalisiert wird. Es gibt genug Dinge, die kein Automat erledigen kann: eine gute Veranstaltung planen oder etwa Medien einkaufen die genau Ihren Geschmack treffen. Sie müssen nur Angst haben, wenn sie sich für die rote oder die blaue Pille entscheiden müssen. Denn dann hat die Herrschaft der Maschinen bereits begonnen. Aber das würden wir niemals zulassen. (tk)(sk)

Lena auf der Insel (Teil 2)

Reading Room „Humanities 1“

An meinem zweiten Dienstag habe ich zwei Stunden in einem der 11 „reading rooms“ verbracht. Diese sind für Leser nur zugänglich, wenn Sie ihren Mitgliedsausweis vorzeigen.
Die Leseräume dürfen nicht mit Jacken oder Mänteln sowie mit Taschen betreten werden.
Hierfür gibt es extra Spinde und eine Garderobe.
Außerdem verboten sind: Getränke, Lebensmittel, Stifte (Mit der Ausnahme von Bleistiften) sowie auf laut gestellte Handys.
Wenn man möchte, kann man aber seinen eigenen Laptop zum Arbeiten mitbringen.
Wer seinen Geldbeutel, das lautlose Handy, Bleistifte, Notizzettel oder den eigenen Laptop mitbringen möchte, bekommt an der Garderobe eine durchsichtige Tragetasche, damit man jederzeit sehen kann, ob der Leser ein Buch der Bibliothek eingesteckt hat.
Möchte ein Leser ein Buch bestellen, so kann es bis zu 70 Minuten dauern, bis das Buch bei ihm angekommen ist.
Ein Leser kann bis zu 10 Bücher täglich bestellen und sich maximal 6 Bücher für 3 Tage reservieren lassen.
Es besteht außerdem die Möglichkeit, sich von Zuhause aus Bücher in einen Reading Room zu bestellen. Um diese dann am nächsten Tag lesen zu können, muss die Bestellung vor 16 Uhr geschehen.

Die Bibliothek von innen in Boston Spa

Möchte ein Leser ein Buch aus Boston Spa, so dauert dies maximal 48 Stunden.
Da die British Library keine Bücher ausleiht, besteht die Möglichkeit einige Kapitel zu kopieren.
Hierfür benötigt man allerdings eine Kopierkarte.
Zwischendurch habe ich immer wieder an der Bestellung von deutschen Büchern gearbeitet.

Mein Fazit für das Praktikum:
Ich kann es jedem wirklich, wirklich, wiiiirklich! nur empfehlen, ein solches Praktikum zu absolvieren.

Ich wurde überall herzlich empfangen, habe nicht eine unfreundliche Person getroffen und auch, wenn ich mal Probleme mit der Sprache hatte, wurde mir sofort alles mit Händen und Füßen erklärt.

Ich bin sehr dankbar für die Erfahrungen und Eindrücke, die ich dort sammeln konnte – auch, wenn ich nun weiß, dass ich mich nie mehr alleine in ein Flugzeug setzen werde, Flugangst lässt grüßen!
Vielleicht würde ich aber jedem den guten Tipp geben, ein wenig mehr Zeit einzuplanen. Zwei Wochen waren (trotz Heimweh) schon ziemlich kurz und leider hatte ich auch nicht die Möglichkeit, viel von London selbst zu sehen.
Aber wenn es danach gehen würde, wäre ich wahrscheinlich gar nicht wiedergekommen, es gibt so viele Ecken und Straßen in London die es für mich noch zu besichtigen gibt.

 

Die London Library

Im Dezember 2012 werde ich wieder, diesmal allerdings privat (und mit dem Bus), nach London reisen.
Dort treffe ich mich dann auch mit den ehemaligen Kollegen, zu denen ich noch einen guten Kontakt habe.

Danke, für die tolle Zeit!

Lena

Lena auf der Insel (Teil 1)

Ein Praktikumsbericht aus England
Im Rahmen des Leonardo DaVinci Projekts des Berufskollegs Bachstraße habe ich in den Herbstferien die Möglichkeit bekommen, ein Auslandspraktikum in der British Library zu absolvieren.

Die British Library ist die Nationalbibliothek des Vereinigten Königreichs. Sie befindet sich in London und ist eine der bedeutendsten Forschungsbibliotheken der Welt. Sie beherbergt mit über 150 Millionen Werken den weltweit größten Medienbestand aller Bibliotheken. Die 1973 gegründete Bibliothek erhält ein Pflichtexemplar aller in Großbritannien, Nordirland und der Republik Irland gedruckten Bücher.
Da ich es für eine gute Idee hielt, meine Sprachkenntnisse zu verbessern habe ich mich im Januar 2012 für ein zwei wöchentliches Praktikum beworben.
Umso mehr habe ich mich dann über die Zusage der British Library gefreut.

Der normale Arbeitstag beginnt hier zwischen 9.30 Uhr und 10 Uhr. Wenn man Zeit findet, hat man etwa eine Stunde zum Frühstücken, eine Stunde um Mittag zu essen und etwas mehr als eine halbe Stunde später am Tag für die klassische „Tea Time“. Zwischen 17 und 18 Uhr endet dann der Arbeitstag.
An meinem ersten Tag habe ich die „German Section“, die „deutsche Abteilung“ kennen gelernt. Hier werden Bücher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bestellt und bearbeitet. Die Bestellung selbst und die Katalogisierung erfolgen jedoch in der Zweigstelle in Boston Spa, dazu später aber noch mehr.
Die restlichen Tage verbrachte ich mit der Österreichischen Nationalbibliographie und habe mir angesehen, welche Bücher man bestellen könnte.

Am Mittwoch fuhr ich dann nach York, Boston Spa. Hier ist eine Zweigstelle der British Library, in der ein Großteil der Bücher aufbewahrt wird. Außerdem werden hier alle Bücher bestellt, bearbeitet und katalogisiert.
Die eigentliche Bibliothek kann man von innen leider nicht besichtigen, da innen Maschinen arbeiten und dort ein zu niedriger Sauerstoffgehalt herrscht. Die Bücher und Zeitungen werden also per Maschine aus dem Regal geholt und mit einem LKW in den Lesesaal in Boston Spa oder in London gebracht.
Einen anderen großen Teil der Bibliothek konnte ich nicht besichtigen, da dieser asbestverseucht ist und Grundsaniert werden muss.
Dennoch hatte ich die Chance den Kollegen in Boston Spa beim Katalogisieren und beim Erwerb der Bücher über die Schulter zu gucken.

Am Donnerstag habe ich an einer Führung in der London Library am Picadilly Circus teilgenommen. Diese Bibliothek hat mich, vor allem durch die Atmosphäre, besonders beeindruckt. Auf mehreren Etagen finden hier seltene Bücher ihren Platz. Da sie aber eine private Bibliothek ist, kostet der Mitgliedsbeitrag für ein Jahr 400£. Auch diese Bibliothek verfügt über einige Leseräume, da man auch hier keine Bücher ausleihen kann.

Fortsetzung folgt…. (lm)

Famoser FaMI

Häufig wird mir die Frage gestellt, warum ich denn noch privat Bücher lese; schließlich läse ich ja den ganzen Tag auf der Arbeit. Jedes Mal, wenn mir diese Frage gestellt wird, merke ich, wie viele Menschen den Beruf des Fachangestellten für Medien und Informationen (FaMI) gar nicht kennen oder dass die Fragesteller nur wahnwitzige Vorurteile zu diesem Beruf haben. Ich beantworte die Frage immer gleich: Ich habe noch nie ein Buch während der Arbeit gelesen. Dafür ist gar nicht die Zeit vorhanden. Es gibt so viele Dinge in einer Bücherei zu tun, so viele verschiedene Tätigkeiten, die erledigt werden müssen. Da denke ich gar nicht an entspannendes Lesen. Meistens lässt sich im Gesicht meines Gegenübers erkennen, dass er leicht verwirrt ist. Viele Tätigkeiten? Keine Zeit? Du kommst doch sicherlich erst  kurz vor Öffnung in die Bibliothek und sitzt dann den ganzen Tag regungslos auf deinem Stuhl und starrst auf den Bildschirm deines Computers. Ab und zu kommt dann mal eine alte Omi und fragt nach irgendeinem uralten Schinken den sie für ihren Enkel ausleihen will, weil sie das Buch in Ihrer Jugend verschlungen hat und unbedingt möchte, dass er dieses wundervolle Werk liest. Jetzt merke ich, dass der Beruf des FaMI in vielen Köpfen meiner Umgebung völlig falsch dargestellt ist. Ich erkläre meinem Gegenüber, dass ich eine 39 Stunden Woche habe und jeden zweiten Samstag mal arbeiten darf.  Ich komme also nicht kurz vor Öffnung der Bücherei. Ich erläutere grob meine Tätigkeiten: Jedes Medium, das zurück kommt, muss auch wieder zurück ins Regal. Dies geschieht nicht durch einen Zauberspruch, kleine Trolle stellen die Medien auch nicht zurück. Das mache ich. Es kommen nicht nur alte Omis in die Bib und wollen Bücher für ihre Enkel. Das Publikum ist bunt gemischt, was meiner Meinung nach die ganze Angelegenheit viel interessanter macht. Man weiß nie, welcher Leser als nächstes kommt und was er für eine Frage mitbringt. Regungslos sitze ich schon gar nicht vor meinem Computer. Ich bin die ganze Zeit in Bewegung, zeige den Lesern wo sie ein Buch finden und helfe den Lesern, an den Internetcomputern und vieles mehr. Meistens erhellt sich das Gesicht meines Gegenübers und er ist überrascht, was ich alles machen muss. Dabei habe ich gerade meinen Beruf nur minimal beschrieben. Wenn ich meinem Gegenüber alle Tätigkeiten genau erklären würde, dann holte ich mir erst einen Kaffee. (tk)

Ausbildungsrückblick

Hallo zusammen!

Wer ich bin? Eine von insgesamt 12 Azubis aus den Stadtbüchereien Düsseldorf und seit August im dritten und letzten Lehrjahr angekommen.
Warum ich schreibe? Weil ich heute Morgen eine Leerphase hatte und meine Chefin diese füllen wollte, indem sie mich bat, etwas Sinnvolles zu diesem Blog bei zusteuern 😉
Mein Thema? Mangels kreativer spontaner Einfälle werde ich wohl über meine Ausbildung schreiben. Da ich verkürze, ist das Ende schon im Januar.

Als ich mit der Ausbildung begonnen habe, war ich 19 Jahre alt und voller Neugier, was mich in den nächsten drei Jahren so erwarten würde. Das erste wunderbare was ich einfach mal in den Vordergrund stellen möchte ist, dass ich mit zwei tollen „Mitazubinen“ meine Ausbildung starten durfte. Ich kann mich noch genau an das erste Azubi-Treffen erinnern, wo wir uns das erste Mal kennen gelernt haben und ich weiß noch, dass wir alle sehr schüchtern und zurückhaltend waren und ich nur gedacht habe „Oh Gott, das wird nie was „ ^^ Heute zwei Jahre später, in denen wir jede Woche zwei Mal gemeinsam, den ehrlich gesagt nicht sehr spektakulären Berufsschulunterricht besucht, gemeinsam in bestimmten Abteilungen gearbeitet und ein Azubi-Projekt zusammen gemeistert haben, weiß ich, dass es doch was geworden ist, sogar so gut, dass wir schon zwei Mal gemeinsam Urlaub gefahren sind 🙂

Zurück zur Ausbildung.
Generell möchte ich zu der Ausbildung sagen, dass sie für mich bis jetzt sehr abwechslungsreich war, da man in sehr viele verschiedene Abteilungen kommt und man dadurch auch einen Überblick über den „Kreislauf“ des gesamten Systems bekommt.
Meine ersten sechs Monate habe ich in der Stadtteilbücherei Bilk verbracht, wo mir der Einstieg durch super nette und hilfsbereite Kollegin erleichtert wurde.
Die restlichen 18 Monate habe ich größtenteils in der Zentralbibliothek verlebt und dort die verschiedenen Abteilungen durchwandert und auch hier kann ich sagen, dass die Kollegen sehr nett sind.
Ein besonderes Highlight der Ausbildung waren zum einen, die von der Schule organisierten Ausflüge zur Frankfurter Buchmesse. Ein Erlebnis für sich. Die vielen Bücherstände, Autorenlesungen, das Gedränge und die ganze Stimmung und beide Male kamen wir mit Tüten und Taschen voll mit Büchern, die wir als Leseexemplare geschenkt bekommen hatten, wieder zu Hause an.
Ein anderes Highlight war die Azubi-Veranstaltung, die jeder Jahrgang im zweiten Lehrjahr mit Unterstützung einer Zweigstelle selbstständig organisieren soll. Unser Jahrgang entschied sich dafür im März dieses Jahres einen „Poetry-Slam“ – Abend zu veranstalten und mit der Hilfe der Bücherei Flingern, ist der Abend ein voller Erfolg geworden. Auch wenn der Weg bis dahin nicht immer leicht war, hat das Planen, Organisieren, Gestalten, Korrespondieren und Durchführen doch auch viel Spaß gemacht.

Wenn ich zurück an den Anfang denke, merke ich, wie schnell die Zeit vergeht und es ist ein komisches Gefühl zu wissen, dass die Abschlussprüfungen schon in wenigen Monaten vor der Tür stehen. Aber ich kann mit Recht sagen, dass es meistens eine sehr schöne Zeit mit netten Kollegen war. Vielen Dank dafür 🙂

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