Eine kurze Geschichte der Fotografie von Ian Haydn Smith

In der Einleitung dieses Buches wird der berühmte Fotograf und Mitbegründer der Foto-Agentur Magnum Henri Cartier-Bresson zitiert: „Es ist ein Trugschluss, dass Fotos mit der Kamera gemacht werden… Sie werden mit dem Auge, dem Herzen und dem Kopf gemacht“. Und so sucht man in diesem Buch auch vergeblich nach all den technischen Detailangaben und Kennzahlen, die in Fotografie-Ratgebern oft so viel Platz einnehmen. Stattdessen stehen hier Geschichten im Mittelpunkt.

Unter welchen Umständen ist eine berühmte Fotografie entstanden? Wie hat das Bild die Geschichte beeinflusst? Was hat eine technische Erfindung zur gesellschaftlichen Entwicklung beigetragen? Und welche kuriosen Anekdoten gibt es zu erzählen? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigt sich Ian Haydn Smith. Er bündelt auf über 200 Seiten Informationen zu verschiedenen Genres, Themen, sowie Meilensteinen der Technik und zeigt eine Auswahl bekannter Fotografien aus den letzten beiden Jahrhunderten. Die berühmte Fotografie von Che Guevara, die seit Jahrzehnten unzählige Jugendzimmer ziert, oder das Bild des Erdaufgangs, das seit 1968 mehr als jedes andere Foto die Umweltbewegung vorangebracht hat, sind nur zwei Beispiele für die hier versammelten Werke.

Der Leser kann einsteigen wo es ihm beliebt, Querverweise auf jeder Seite führen dann weiter durchs Buch. Natürlich ist die Auswahl der gezeigten Fotografien und der besprochenen Themen subjektiv; wer sich gut auskennt wird vielleicht das eine oder andere vermissen. Dafür erhält der Leser eine unterhaltsame und kurzweilige Einführung in die Geschichte der Fotografie im Handtaschenformat, die nicht nur für Foto-Enthusiasten interessant ist.

Das Buch ist in der Zentralbibliothek mit der Signatur Wsg Smith im Bestand.

(an)