Alan Gratz: Amy und die geheime Bibliothek
Amy Anne Ollinger verbringt ihre Zeit am allerliebsten in der Schulbibliothek mit ihrem Lieblingsbuch. Eines Tages jedoch steht dieses Buch nicht mehr im Regal, entliehen ist es aber auch nicht und auch einige andere Titel fehlen. Von der Schulbibliothekarin Mrs. Jones erfährt Amy, dass einige Eltern der Meinung sind, diese Bücher seien für eine Grundschule ungeeignet. Also wurden sie verbannt. Amy will sich das nicht gefallen lassen. Ihr Lieblingsbuch kann doch unmöglich schädlich sein. Doch sie traut sich nicht, vor dem Schulausschuss Einspruch einzulegen. Für ihre Eltern ist das Problem schnell gelöst: sie kaufen Amy eine eigene Ausgabe ihres Lieblingsbuches. Aber sollten nicht alle Kinder die Möglichkeit haben, das Buch zu lesen? Zuerst leiht Amy das Buch nur an ihre beste Freundin aus, doch schon bald befinden sich eine ganze Reihe der verbotenen Bücher in Amys Schließfach und ein reger Büchertausch beginnt in Amys geheimer Schließfachbibliothek. Der US-Amerikaner Alan Gratz hat mit seinem Buch Amy und die geheime Bibliothek eine Liebeserklärung an (Schul-)Bibliotheken und ein Plädoyer für Informationsfreiheit und ge-gen Zensur geschrieben. In den USA ist es leider sehr üblich, angeblich schädliche Bücher aus Bibliotheken zu verbannen. Gratz beschreibt, wie Amy und ihre Freunde sich gegen die willkürliche Verbannung der Bücher zur Wehr setzen. Besonders die stille und schüchterne Amy wächst dabei über sich hinaus. Das Buch eignet sich für kleine und große Bücher- und Bibliotheksfreunde, die wissen, wie viel positiven Einfluss ein gutes Buch haben kann. Amy und die geheime Bibliothek ist unter der Signatur 5.1 Gratz in der Zentralbibliothek und den Stadtteilbüchereien Derendorf, Gerresheim, Oberkassel, Eller, Benrath, Kaiserswerth und Hassels verfügbar.
Nathalie Funda, Kinder- und Jugendbibliothekarin der Stadtbücherei Eller