Oktober 2018.  Nach 2 Monaten stellt sich dann auch mal die diesjährige Semesterpraktikantin vor. 🙂 Wie meine Vorgänger studiere auch ich an der TH Köln Bibliothekswissenschaften, derzeit im 7. Semester und fast schon am Abschluss meines Studiums.

Nun, nachdem ich bereits in einer Kleinstadtbibliothek und in einer Mini-Schulbibliothek gearbeitet hatte, wollte ich doch einmal wissen, wie es denn nun in einer Großstadtbibliothek so läuft.  …Naja, dachte ich zumindest….

Viele werden mich vielleicht schon in der Stadtteilbücherei Bilk gesehen haben, oder bei meinen kleinen Ausflügen in die Musik-, Kinder- und Jugendbibliothek und die Fernleihe in der Zentralbibliothek. Hauptsächlich findet man mich in Bilk, wo ich das Team von 5 Mitarbeitern unterstütze. Da bin ich auch am 1. August gestartet und war dann doch etwas enttäuscht, wieder nur in einer „kleinen“ Bibliothek gelandet zu sein und von der Zentralbibliothek nur an einzelnen Tagen die anderen Abteilungen kennen zu lernen.

Ich glaube aber, wäre ich direkt in der Zentrale gewesen, hätte ich erst mal einen Schock bekommen: denn in einer Kleinstadt kennt man sich, in einer Schulbibliothek kennt man sogar Familienstand und Freunde der Nutzer, aber in der Zentrale bleibt gar nicht die Zeit, die Leute kennen zu lernen, weil so viel auch neben dem Kundenbetrieb laufen muss. Wer hat sich nicht schon mal gefragt, wer die ganzen Medien auswählt, foliert, bereitstellt, repariert, schließlich raussucht und an den gewünschten Ort schickt, oder welche*r Mitarbeiter*in gerade eine gute Veranstaltung organisiert hat? Nur um ein paar Aufgabenfelder zu nennen, die nicht für jeden wahrnehmbar ablaufen. Alles interessante Abläufe und Aufgaben, die in einer Zentralbibliothek dann doch noch mal von den Aufgaben in der Stadteilbücherei abweichen und sich ziemlich stark von den Aufgabenverteilungen der Kleinstadt- und Schulbibliothek unterscheiden, wo manchmal nur eine Personen alles macht.

So war ich dann doch froh, den Großteil meines Praktikums in Bilk verbringen zu dürfen, wo fast jeder alle Aufgaben erledigen kann/darf und wo auch der Kontakt zu den Nutzern familiärer ist.  Neben den alltäglichen Aufgaben hatte ich bei dem 10 jährigen Jubiläum der Stadtteilbücherei dann auch direkt die Möglichkeit, fast alle möglichen Veranstaltungsarten einer Bücherei mitzuerleben, von Ausstellungen, über klassische Lesungen bis hin zu Theater und live Hörspiel und sogar Kochen in der Bücherei.

Eine weitere Art der Veranstaltung wird mein Projekt sein.  Erstmal nur für Schüler/innen möchten wir in den Stadtteilbüchereien im Rahmen der Medienkompetenzvermittlung einen Einstieg in den Technik- und Informatikbereich bieten. Aber mehr zu dem Projekt erzähle ich euch Anfang November, wenn es auch praktisch auf Herz und Nieren getestet wurde.

Bis dahin freue ich mich darauf Euch bis Ende November in Bilk weiter zu helfen.

Samantha

Advertisements