Daniel Speck: Bella Germania

Dies ist der erste Roman von Daniel Speck. Von Haus aus ist er Drehbuchautor. Daher sind die Dialoge überzeugend und erfreulich beim Lesen.

Auch dass Daniel Speck in München und Rom gelebt hat, führt zum Verständnis beider Länder und Mentalitäten.

Nun zum Inhalt: Das Schlüsselwort ist „Gastarbeiter“, denn das Buch spielt zum großen Teil in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts und Autobau spielt eine große Rolle. Es ist damals so viel einfacher als deutscher Ingenieur in Mailand anerkannt zu werden, denn als italienischer Arbeiter in Deutschland. Jeder erwartet von dem Arbeiter, dass er in seine Heimat zurückkehrt, nachdem er hier die Lücken auf dem Arbeitsmarkt gefüllt hat. Dabei bedeutet das Wort Gast in seiner Heimat im Süden: willkommen sein. Natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte, in der sizilianische Tradition eine große Rolle spielt und natürlich gibt es Heimweh in beide Richtungen. Erzählt wird die bewegende Geschichte über einen Zeitraum vom Ende des zweiten Weltkrieges bis heute und umarmt dabei mehrere Generationen.

Der Roman ist mit der Signatur Z Speck in der Zentralbibliothek und vielen Stadtteilbüchereien vorhanden. Karoline Kahmann, online- und socialmedia-Redaktion

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