Team social media: Karoline Kahmann, Stephan Schwering, Maike Lins, Lena Winter, Priscilla Libanio (v.l.n.r.)

Digitale Kommunikation: Ein Teambericht von Karoline Kahmann, Stephan Schwering, Maike Lins, Lena Winter, Priscilla Libanio

Die Stadtbüchereien möchten in den sozialen Netzwerken als eine sympathische und moderne Bibliothek wahrgenommen werden. Einzelne erfolgreiche Posts erreichen einige Tausend Menschen und machen uns sichtbar. Wir glauben, dass uns nur eine professionelle digitale Kommunikation in den sozialen Netzwerken als Anbieter digitaler Dienstleistungen glaubwürdig macht und es ermöglicht, uns sowohl mit der digitalen Community in Düsseldorf zu vernetzen als auch auf lange Sicht eine eigene Bibliothekscommunity aufzubauen.

Wo man uns findet. Die Plattformen.
Im Blog „Buchstabensuppe“ veröffentlichen wir lange Artikel mit ausführlichen Informationen zu verschiedenen Themen. Auf unserer Facebookseite geht es in der Kommunikation in erster Linie um den Aufbau einer Gemeinschaft. Deshalb zeigen wir bei Facebook Emotionen, Humor und Menschliches. Wichtig ist uns auch der Blick hinter die Kulissen oder durch das Schlüsselloch. Twitter dient den Stadtbüchereien zur Information unserer Follower und Kunden und zu unserer eigenen Information in Bezug auf Bibliotheken, digitale Dienste und vieles mehr.
Twitter ist sehr wichtig zur Vernetzung mit Bibliotheken, Büchermenschen, kulturellen Einrichtungen und der digitalen Gesellschaft in Düsseldorf, NRW und Deutschland. Auf Instagram veröffentlichen wir kleine Schlaglichter aus dem Alltag der Bibliothek. Instagram dient zur Vernetzung mit einer jüngeren Zielgruppe, die Facebook schon den Rücken gekehrt hat. Unser Youtube-Kanal wird nicht kommunikativ genutzt, sondern dient vielmehr als Video Container für die Videos, die wir für andere Netzwerke erstellen. Unser jüngstes Netzwerk Snapchat soll nur eine enge Zielgruppe, nämlich jüngere Jugendliche ansprechen. Jedes Netzwerk hat seine eigene Ausrichtung. Manchmal gibt es natürlich Überschneidungen und unsere Inhalte werden in mehreren Netzwerken entweder parallel oder zeitlich versetzt veröffentlicht. Soziale Netzwerke folgen nicht den Regeln für klassische Kommunikationskanäle von Bibliotheken. Hier gibt es eigene, medienspezifische Regeln. Inhalte, die traurig oder wütend machen, putzig, überraschend oder albern und lustig sind, sind am erfolgreichsten. Soziale Netzwerke funktionieren über Emotionen. Der Weg der Information zum Fan oder Follower führt über sein Herz.

Das Team.
Die Social-Media-Redaktion arbeitet als Team mit jeweiligen Schwerpunkten für einzelne Informationskanäle. Die Arbeit mit den sozialen Netzwerken bedeutet Ausprobieren, Auswerten, Lernen. Das Team entscheidet, welches Format auf welchem Account zu welchem Thema angemessen ist. Gute Geschichten erreichen unsere Fans auf den Plattformen nur dann, wenn alle Bereiche in der Redaktion Hand in Hand zusammenarbeiten.
Wir haben das große Glück, dass wir ein Team sind, in dem alle auch privat in den sozialen Medien aktiv sind, die spezifische Sprache der jeweiligen Plattform verstehen und einschätzen können, welche Inhalte auf der jeweiligen Plattform sinnvoll sind. Sie sind selbst Teil der Community. In einer geschlossenen Facebook-Gruppe sind mittlerweile fast 30 Kolleginnen und Kollegen aus dem Gesamtsystem dabei. Hier haben alle, die selbst in social media aktiv sind, die Möglichkeit Vorschläge und Ideen an die Redaktion weiterzugeben. Seit sechs Jahren sind die Stadtbüchereien mit wachsendem Erfolg und Professionalität in den sozialen Netzwerken präsent. Laut der aktuellen Statistik von Pluragraph (www.pluragraph.de) stehen bei den Öffentlichen Bibliotheken die Stadtbüchereien Düsseldorf mit den Fan- und Follower-zahlen Deutschlandweit an zweiter Stelle. Tendenz steigend. Häufig erreichen das Team Nachfragen aus anderen Bibliotheken oder übergeordneten Einrichtungen (wie die Bezirksregierung Düsseldorf ), um von der Arbeit der Stadtbüchereien als „best-practice“-Beispiel zu berichten. Das freut und ehrt uns sehr und ist für uns gleichermaßen Ansporn für unser Engagement für die moderne, zeitgemäße, zukunftsorientierte Weiterentwicklung der digitalen Kommunikation der Stadtbüchereien Düsseldorf.

Wir sind nicht nur digital. Die Veranstaltungen.
2017 haben wir drei #blogsofa-Lesungen organisiert. Der Gedanke hinter dem #blogsofa ist einfach. Es gibt unglaublich viele spannende Blogs im Netz zu entdecken, und vor allem gibt es auch viele Blogs und Bloggerinnen und Blogger, die aus der eigenen Stadt kommen und in oder über Düsseldorf schreiben. Bei unserem #blogsofa-Abend können Blogleserinnen und -leser Bloggerinnen und Blogger einmal live und hautnah erleben und die Bloggerinnen und Blogger aus Düsseldorf und der Region haben die Chance, auf einer Bühne und mit der Moderatorin Wibke Ladwig außerhalb des Web ihre Geschichten, Anekdoten und Gedanken mit einem Publikum zu teilen. Außerdem hatten wir 2017 mit Erkan Dörtoluk, dem Mann hinter dem Twitter-Account @rheinbahn_intim, eine Twitterlesung in der Zentralbibliothek. Erkan Dörtoluk hat hier sein Buch „Du hast mir das Kind gemacht, nicht ich.“ vorgestellt. Beziehungsratschläge, Lebensweisheiten oder Gesundheitstipps – Erkan Dörtoluk hört hin, wenn allzu Skurriles und Privates öffentlich in der Bahn besprochen wird, sammelt es und twittert die besten Gespräche später als @rheinbahn_intim. Vor der Lesung hat das online-Team der Stadtbüchereien Erkan in der Rheinbahn begleitet und ganz frisch „mitgelauscht“. Diese neuen Rheinbahn-Intimitäten wurden gesammelt und bei der Lesung am Folgetag in Zentralbibliothek exklusiv präsentiert.

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