LibraryLab unterwegs – diesmal auf der META

 

Heute mal wieder ein Beitrag aus ganz aktuellem Anlass. Ihr alle habt es vermutlich vorgestern und auch schon an anderen Tagen auf unseren Kanälen gesehen: wir sind manchmal nicht nur in der Bibliothek zu finden, sondern gehen auch mal nach draußen. Ja, tatsächlich, wir verlassen manchmal die Heimeligkeit der Bibliothek und die vertraute Atmosphäre unserer Büros, ja, sogar unsere lieben KollegInnen und Kollegen lassen wir manchmal zurück, um uns auch mal an anderen Orten umzusehen.

Warum machen wir das? Ist an unserem Arbeitsplatz nicht Arbeit genug? Nun, zu tun haben wir alle sicher immer etwas, aber wir finden, dass es Gelegenheiten gibt, an denen die Arbeit hier vor Ort bis zum nächsten Tag warten muss und es sich für uns und schließlich für unsere Bibliothek lohnt, dass wir woanders tätig werden.
Einen dieser Fälle hatten wir erst diese Woche und waren in Düsseldorf unterwegs auf einer Konferenz für digitale Trends, Kunst und Kultur, der META.

Warum das Ganze?

Aber bevor ich kurz sage, was wir da gemacht haben (und wie großartig es war), noch mehr dazu, warum wir überhaupt da waren.
Ihr wisst ja, dass wir hier in der Zentralbibliothek gerade mitten in den Planungen zu unserem neuen Projekt, dem „LibraryLab“ stecken – zudem haben wir nun endlich (Jippie!) den Beschluss, dass die Zentralbibliothek in ein paar Jahren ein neues Zuhause bekommt. Und für beides wollen wir optimal vorbereitet sein.

Wir bereiten uns vor…..

Ihr habt es ja hier auch schon gelesen, mit dem LibraryLab bekommt die Bibliothek eine neue, zusätzliche, spannende Komponente, mit der wir euch ermöglichen wollen, an den neuesten digitalen Trends teilzuhaben, Neues kennen zu lernen, Kultur neu zu erfahren und auf unkomplizierte Art zu lernen. Virtual-Reality-Brillen und –Stühle, Elektronikkästen, Coding-Ausstattung, 3D-Druck, Gaming, aber auch Veranstaltungen zu vielen digitalen und anderen aktuellen Themen und die passenden Medien dazu erwarten euch ab Herbst hier bei uns.

Am Anfang dieses Projekts stand – wie bei allen Unternehmungen – eine Idee. Die Idee ist dann bei uns immer größer geworden und gewachsen und hat, nachdem wir vom Land die Zusage der finanziellen Förderungen für unser Vorhaben bekommen haben – schließlich konkretere Formen angenommen.

Das hat nicht nur damit zu tun, dass wir Geräte, Möbel und Ausstattung für unseren neuen Bereich bestellen. Es hat auch mit einer Idee zu tun, die auch von Anfang an das Projekt LibraryLab getragen hat, nämlich: das LibraryLab soll Menschen, die sich in der Region mit den Themen digitaler Kultur befassen, einen weiteren, einen zusätzlichen Raum in unserer Stadt geben. Einen Raum, in dem sie mit anderen Menschen auf einfache und ungezwungene Weise über die Themen in Kontakt kommen können, in dem unsere Besucher sich informieren und über diese Dinge Neues lernen möchten. Wir wünschen uns einen Austausch und wir wünschen uns, ganz eigennützig, auch von diesen Menschen (also vielleicht sogar von euch?) etwas zu lernen.

Und jetzt, wo wir also gerade mitten in den Planungen stecken, versuchen wir also, möglichst viele Informationen und Ideen zu sammeln und zu erfahren, was zum Beispiel im Bereich Gaming oder Virtual Reality alles möglich ist, woran andere Leute arbeiten und was sie mit diesen Sachen Großartiges anstellen können.

Wir können noch was lernen

Es mag euch überraschen, aber – Achtung, nicht erschrecken! – wir sind noch keine Profis oder ausgewiesene Experten in den Bereichen, die wir euch im LibraryLab präsentieren. Naja, ein paar von uns kennen sich da doch schon ziemlich gut aus, aber wie gesagt: keine Profis. Ich zum Beispiel – ich bin erst im letzten Jahr wirklich in Berührung mit dem Bereich Virtual Reality gekommen. Macht aber nichts, denn auch für uns ist das Projekt ein Lernprozess und wir lernen miteinander, aber eben auch von anderen.

Und ja, die anderen: damit wir euch anderen, die ihr euch vielleicht sowieso schon mit einem digitalen Thema beschäftigt, einen Raum geben können und etwas miteinander auf die Beine stellen können, müssen wir euch doch erstmal kennen, oder? Also schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe und gehen einfach da hin, wo wir beides haben können: Informationen und die Leute, die sie haben und weitergeben wollen. Und mal ehrlich: wo geht das besser als bei Konferenzen oder anderen Fach-Treffen?? Dazu müssen wir zwar unseren üblichen Arbeitsplatz verlassen, aber es lohnt sich.

Ein Beipiel: die META

Ein Beispiel ist die großartige Veranstaltung in dieser Woche: ein LibraryLab-Kollege hatte einen Kontakt mit Lars Terlinden vom Düsseldorfer „Kompetenzzentrum Kultur –und Kreativwirtschaft“ aufgebaut und so bekam ich die tolle Möglichkeit an der Konferenz META – Exploring Digital Creativity teilzunehmen. Und so fand ich mich am Mittwoch im NRW-Forum wieder, umgeben von 200 Menschen, die sich mit Digitalem bestens auskennen und bereit waren, mich mit ihrem Wissen, ihren Ideen und ihrer Kreativität zu begeistern.

Schönen Gruß von unterwegs!

Schon der einleitende Vortrag, in dem der Autor und Journalist Dirk von Gehlen über Digitalisierung Mainstream sprach und (unter ganz vielem anderen Interessanten, dass ich hier jetzt weglasse) dazu ermunterte, Neues auszuprobieren und keine Angst davor zu haben, war für mich ein passender Einstieg in unser Thema. Wir probieren mit dem LibraryLab ja auch Neues aus! Diskussionen unter den anderen Teilnehmern und Gespräche in der Pause erlaubten einen Einblick in verschiedene Sichtweisen auf und Erwartungen an Digitales und in Vorhaben mit den neuen Entwicklungen im Bereich Virtual/ Augmented/ Mixed Reality und weckten in mir eine Vorstellung davon, was alles möglich ist. Aufregend! Ganz sichtbar wurde Vieles dann in den Präsentationen von Künstlern, die sich mit digitalen Themen befassen und ihre Kunst mit digitalen Mitteln umsetzen – mal ganz abgesehen davon, dass ich dort die neue Ausstellung „UnrealVR“ besuchen konnte, die mithilfe von VR-Brillen komplett virtuell umgesetzt ist. Ihr könnt euch nichts darunter vorstellen? Tja, das ist wirklich schwierig zu erklären, am besten schaut ihr sie euch einmal selbst an. Das Prinzip ist: man bewegt sich virtuell durch einen, ebenfalls virtuellen, eigenen Erweiterungsbau und kommt auf seinem Weg an den verschiedensten Kunstwerken vorbei, die virtuell von allen Seiten, optisch und akustisch zu erleben sind. Spannend war dann nochmal der Vortrag von Christian Geiger, Professor für VR hier an der Hochschule Düsseldorf, der uns einen Blick darauf gestattete, an welchen spannenden virtuellen Dingen er und seine Studenten arbeiten.
Für mich war diese Gelegenheit der geballten Information großartig, um eine Ahnung davon zu kriegen, was mit Virtual Reality alles machbar ist und in welch verschiedenen Bereichen sie eingesetzt werden kann. Für unser LibraryLab nehme ich deshalb viel Inspiration mit und eine noch bessere Vorstellung davon, für wen diese Themen interessant sein können. Ich glaube nämlich, jetzt noch mehr als vorher: für alle!

Und deshalb sind wir manchmal auch woanders

Ich glaube, ihr versteht, was ich mit dem Beispiel sagen wollte, aber trotzdem nochmal: Wir machen uns manchmal auf den Weg nach draußen, um, wenn wir wieder zurück sind, unsere Arbeit, im Digitalen oder im Analogen, besser zu machen, um Dinge zu erfahren, um Kontakte zu knüpfen und um aktuelle Informationen zu bekommen, die anders nur mühsam zu sammeln sind. Und am nächsten Tag sind wir wieder im Büro oder an der Auskunft, wissen aber mehr und versuchen, mit unserem neuen Wissen und neuen Kontakten an der Bibliothek der Zukunft zu arbeiten. Einer Bibliothek, die möglichst vielen Leuten eine Möglichkeit bietet, sich zu informieren, sich eine Meinung zu Neuem bilden und an Wissen und an der Gesellschaft, wie sie heute ist, teilzuhaben. Es hat keiner gesagt, das dürfte keinen Spaß machen, oder?

 

Und wenn ihr mehr wissen wollt, hier noch ein paar Links:

https://www.metaconference.de/

https://www.nrw-forum.de/ausstellungen/unreal

 

 

 

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