Der Bookeye-Scanner in der Zentralbibliothek

Jeder von Euch kennt bestimmt solche Situationen: ihr habt ein interessantes Buch bei uns gefunden, aber ihr braucht wirklich nur eine einzige Seite daraus. Oder ihr braucht einen bestimmten Text, aber wollt auch eure eigenen Anmerkungen dran kritzeln. Vielleicht habt ihr auch (noch) keine Leserkarte (warum eigentlich nicht?), und braucht trotzdem irgendetwas aus unseren Büchern. Was man dann macht, ist klar – man sucht sich den nächsten Kopierer, wirft Kleingeld ein und kopiert sich das, was man braucht. Das kopierte Blatt nimmt man mit und fertig. Total simpel – jeder weiß, was ein Kopierer kann und fast jeder hat schon mal einen benutzt.

Das geht auch noch anders

Das ist die eine Möglichkeit. Wir haben aber in der Zentralbibliothek auch noch eine andere, wie ihr Euch das Wissen aus unseren Büchern mit nach Hause nehmen könnt. Das Beste: es ist kostenlos, also Kleingeld ade. Und: ihr nehmt eure Kopie nicht auf Papier mit nach Hause, sondern in digitaler Form, als Datei. Alles, was ihr dafür braucht, ist ein USB-Stick oder euer Smartphone oder sonst ein mobiles Gerät. Denn: wir haben hier auch einen Scanner. Das hört sich jetzt vielleicht erstmal gar nicht so spannend an, aber das ist eben nicht so ein „normaler“ Scanner, auf den man das Buch kopfüber drauflegt, die Klappe zumacht und losscannt, sondern es ist viel einfacher und schneller. Das Ding heißt Bookeye-Scanner und das Scannen funktioniert hier andersherum.
Was soll das heißen?
„Andersherum“ heißt, dass man ein Buch (nur ein Beispiel, alles andere geht natürlich auch) so auf den Scanner legt, als wollte man es lesen, mit den Seiten nach oben, und es dann von oben abgescannt wird statt von unten. Kein Umdrehen, keine nervige Klappe, wenig Aufwand. Dass gescannt wird, erkennt man dabei übrigens an einem hellen Lichtstreifen, der einmal über die Seiten fährt.

Und wie funktioniert das?

Wenn ihr den Scanner benutzen wollt, sind an dem Gerät im Grunde drei Elemente wichtig für Euch: das Steuerungsdisplay bzw. wahlweise die Bedientasten, die Ablageplatte und das große Display, auf dem ihr sehen könnt, wie euer Scan aussieht.

Als erstes legt ihr euer Buch, oder was immer ihr scannen wollt, auf die schwarze Platte. Ein roter Leuchtstreifen hilft euch dabei, Texte gerade auf der Platte auszurichten. Falls euer Buch einen dicken Rücken hat und sich die Seiten in der Mitte wölben, könnt ihr die Platte in der Mitte etwas auseinanderziehen, um Platz für das dicke Buch zu schaffen. Eine andere Möglichkeit ist, dass ihr die beiden Seiten der Platte etwas nach oben klappt – das macht dann Sinn, wenn man das Buch nicht gut flach hinlegen kann. So weit, so einfach. Jetzt kann es also fast losgehen.

Buch auf die Platte – scannen – fertig

Bevor ihr gleich den Scan startet, werft aber doch bitte zuerst noch einen Blick auf das kleine Display ganz vorne, denn da gibt es noch ein paar Einstellungen, die ihr auswählen oder ändern könnt, wenn ihr wollt. Zum Beispiel könnt ihr entscheiden, ob ihr euren Scan als PDF-Datei oder als JPEG mit nach Hause nehmt. Ihr entscheidet, ob ihr in Farbe oder in Graustufen scannt, welche Auflösung das Bild am Ende haben soll, oder ob ihr jeweils Doppel- oder Einzelseiten speichert. Ganz besonders schön ist auch die Option „Fingerentfernung“. Wenn ihr die aktiviert, könnt ihr während des Scannens das Buch links und rechts festhalten, aber eure Finger werden auf dem Scan nicht abgebildet, sondern einfach herausgelöscht. Sieht dann einfach besser aus.

Um den Scan zu starten, tippt ihr auf dem kleinen Display unter der Ablage einfach auf die Option Scannen, ganz unten rechts. Jetzt wandert von oben das Licht über die Seiten und scannt euer Material. Was gescannt worden ist, wird dann sofort auf dem großen Bildschirm angezeigt, und ihr könnt kontrollieren, ob es so gut aussieht. Falls nicht, – vielleicht ist es schief oder zu blass? – einfach wieder auf das kleine Display geschaut, dort löschen und neu scannen. Auf der linken Seite neben dem großen Bild des aktuellen Scans seht ihr außerdem immer eine Übersicht aller gescannten Seiten. Mit den Pfeiltasten auf dem kleinen Display könnt ihr in den Seiten navigieren, nachträglich löschen, Seiten drehen oder sogar umsortieren, falls ihr euch einmal vertan habt.

Per Display scannen und Optionen wählen

Ach so, alternativ zu dem Scannen-Button auf dem Display gibt es auch einen Scan-Knopf direkt am Gerät  – beide haben die gleiche Funktion, nehmt einfach, was euch lieber ist. Und das war es jetzt schon.

Die Scans mit nach Hause nehmen

Die einfachste Möglichkeit als erstes: ihr nehmt eure Scans auf einem USB-Stick mit nach Hause. Dazu braucht ihr nur zwei kleine Schritte. Erstens: ihr steckt euren USB-Stick in den entsprechenden Anschluss – der ist rechts an der Vorderseite des Geräts. Der Scanner gibt euch ein optisches und akustisches Signal, wenn der Stick erkannt worden ist. Jetzt einfach die Speichern-Option auf dem Display drücken oder den „Send“-Knopf direkt am Gerät und die Übertragung startet. Solange das Speichern läuft, seht ihr auf dem kleinen Display eine grafische Darstellung der Übertragung, und wenn diese ausgeblendet wird, ist schon alles erledigt. Fertig. Jetzt nur noch mit dem dicken roten „C“-Button euren Scanjob beenden und das war’s.

Rein mit dem Stick und speichern

Ich hab gerade keinen USB-Stick…

Macht nichts, denn jetzt fehlt noch die zweite Möglichkeit: nämlich das Scannen und Speichern mit eurem mobilen Gerät. Zwei Voraussetzungen müssen dafür gegeben sein: Ihr müsst euer Gerät mit einem WLAN-Netz verbinden können und ihr müsst euch für das Bedienen und Speichern eine App herunterladen.

Die App heißt scan2mobile für Android und scan2pad für alle, die ein Apple-Gerät benutzen. Die Apps findet ihr übrigens hier für Android und hier für iOS.

Ganz wichtig, wenn ihr so scannt: ihr müsst unbedingt ins WLAN gehen und Euer Gerät mit dem Scanner verbinden, bevor ihr anfangt. Dazu gibt es auf dem Anfangsbildschirm des Scanners einen QR-Code – scannt ihn ein und verbindet euch und dann seid ihr bereit zum Scannen.

Und jetzt entscheidet ihr. Eure Scans könnt ihr nämlich, sobald ihr verbunden seid, entweder mit dem Menü des Scanners oder direkt über die App steuern. Probiert einfach aus, was euch besser gefällt. Mir selbst gefällt es immer besser, auf dem Scanner selbst zu navigieren, weil die Ansicht auf meinem (zugegeben recht alten) Smartphone doch ganz schön klein ist. Aber egal, wie ihr es macht, eure Scans werden dabei alle sofort auf euer eigenes Gerät gespeichert und ihr erspart euch den zusätzlichen Schritt, alles zu übertragen. Auch das Bearbeiten, Sortieren und Löschen von Seiten könnt ihr alles direkt in der App erledigen. Einfach, oder?

Also, wenn ihr mal wieder kein Kleingeld habt oder sowieso lieber digital als auf Papier kopiert, schaut euch unseren Scanner doch mal an. Er steht in der Zentralbibliothek im Erdgeschoss, direkt bei der Auskunft.
Und falls ihr euch nochmal in Kurzform anschauen wollt, wie das Ganze funktioniert, gibt es hier eine Anleitung  für Euch. Und bei Fragen – einfach fragen, wir helfen euch.

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