Bevor wir uns in nächster Zeit ganz viel Neuem widmen – LibraryLab und so weiter – will ich die Gelegenheit nutzen und heute einmal über etwas eigentlich Altbekanntes schreiben. Ich benutzte gerade das meist unnütze Wort „eigentlich“, gemerkt? Eigentlich (haha!) versuche ich, das Wort zu vermeiden, weil es doch meist das, was ich sage, klein macht oder Raum gibt für Interpretation. Hier benutze ich es aber mit voller Absicht, denn mal ehrlich – ist die DigiBib wirklich allen altbekannt – in all ihrer Vielfalt? Oder eigentlich nicht?Wisst ihr genau, was da alles geht oder benutzt ihr doch immer nur einen Teil daraus, zum Beispiel die Fernleihe? Wenn ihr ersteres klar bejaht und letzteres verneint, dann könnt ihr jetzt aufhören zu lesen. Tut mir leid, vielleicht interessiert euch ja mein nächster Beitrag hier wieder mehr.
Wenn ihr aber jetzt mit „ich weiß nicht“, „äääh…“ oder „eigentlich ja“ antwortet (ha, erwischt – das „eigentlich“ hat euch verraten!), dann lohnt es sich vielleicht für euch, ein bisschen weiterzulesen.

Wirklich alles bekannt?

Ich wage nämlich jetzt mal eine kühne Behauptung – die Digibib und was sie kann ist bei vielen gar nicht sooo altbekannt. Und wenn sie es ist, dann oft nur in Teilen. Ich versuche hier mal in der nächsten Zeit, euch einen kleinen Überblick zu verschaffen. Wenn ihr was schon kennt, lest einfach darüber weg.

Also, die DigiBib. Das Schöne an der DigiBib ist, dass sie viele Funktionen unter einer Oberfläche bietet und dass man hier Dinge machen kann, für die man ohne sie immer mehrere andere Webseiten benutzen müsste. Also: Arbeit erspart. Ach übrigens, das alles geht natürlich auch von zu Hause aus, oder wo immer ihr ins Netz gehen könnt.

Und zwar hier, der Link ist dann ziemlich weit unten:

https://www.duesseldorf.de/stadtbuechereien/digitale-angebote.html

Und so sieht das Logo aus:

Suchen in der DigiBib

Fangen wir für heute mal an mit der Suche-Funktion. Ganz oben habt ihr eine Leiste mit verschiedenen  DigiBib-Funktionen: Suche, Fachdatenbanken, Fernleihe, Einstellungen und Info/Kontakt. Wir wählen für heute die erste Option „Suche“.

Wenn ihr in unserem Katalog mal etwas nicht findet – ja, wir geben es zu, manche Bücher haben selbst wir nicht – dann könnt ihr als nächstes mal dort vorbeischauen. Denn in der Suche könnt ihr nachsehen, ob es euer Wunschbuch vielleicht in einer anderen Bibliothek gibt. Dabei wählt ihr aus, ob es in einer Bibliothek in Düsseldorf sein soll (z.B. Uni- oder Hochschulbibliothek) oder in der Gegend (vielleicht kommt ihr ja öfter nach Neuss oder Duisburg oder so?) oder sogar international. Mit der Trefferliste habt ihr dann eine neue Palette an Möglichkeiten – ihr könnt in der Regel sofort in den Katalog der besitzenden Bibliothek(en) verlinken und direkt checken, ob euer Buch da verfügbar ist. Oft geht das, ohne euren Titel nochmals eintippen zu müssen, die Information kommt sofort. Wenn ihr wollt, könnt ihr euch dann auf den Weg dahin machen und dort mal reinschauen, kopieren oder ausleihen. Vergesst nur nicht, euch vorher anzusehen, wie dort die Nutzungs- und Zugangsbedingungen sind.

Doch nichts in der Nähe gefunden?

Macht nichts, alternativ gibt es diesen schönen Button:

Klickt ihr den an, dann ermittelt das DigiBib-System für euch, wo der Titel am besten für euch beschafft werden kann. Hier wird jetzt auch nochmal gegengecheckt, ob er nicht  doch irgendwo in Düsseldorf ist, meist werdet ihr hier außerdem die Möglichkeit erhalten, direkt eine Fernleihe aufzugeben. Das bedeutet, dass wir das Buch für euch aus einer anderen Bibliothek kommen lassen können. Dann heißt es nur noch, einmal mit Bibliotheksnummer und Passwort anmelden und für eine Gebühr von 2 Euro seid ihr dabei und bekommt euer Buch, auch wenn es nur ein paar Exemplare in Pusemuckel gibt.

Wie soll ich mir die ganzen Treffer merken?

Aber gehen wir nochmal zurück zur Trefferliste. Damit ihr euch nicht die Mühe machen müsst, alle Informationen, die ihr gefunden habt, auf einen Notizzettel zu kritzeln oder euch so zu merken, habt ihr hier Hilfe.  Unter jedem Treffer könnt ihr nämlich auswählen, was ihr damit machen wollt:

Das Beste daran, finde ich: das Merken, also die Merkliste. Meldet euch an, packt die Treffer, die euch gefallen, einfach in eure Merkliste und sichert sie so – die sind dann auch noch da, wenn ihr die DigiBib morgen wieder aufruft. Ihr habt also alle Zeit, euch zu überlegen, was ihr damit machen wollt. Einfach wieder mit eurer Bibliotheksnummer in der DigiBib anmelden und schon könnt ihr nochmal schauen, was ihr gestern recherchiert habt. Natürlich könnt ihr euch die Merkliste von hier aus auch einfach komplett per eMail schicken oder direkt auf einen USB-Stick laden.

Die Option Drucken ist euch vermutlich klar, da muss ich nicht viel erklären.

Dann gibt es bei den einzelnen Treffern auch noch das Speichern. Das Gute hier, genau wie beim Speichern der ganzen Merkliste: ihr könnt zwischen neun verschiedenen Speicherformaten wählen; einfacher Text ist genauso dabei wie verschiedene Formate für Literaturverwaltungsprogramme oder die Ausgabe als fertiges Literaturzitat. Wie das jeweilige Format aussieht, seht ihr immer in einer kleinen Vorschau, bevor ihr entscheidet. Der Button Exportieren dürfte euch interessieren, wenn ihr eure Literatur online mit Mendeley oder Bibsonomy organisiert – dann könnt ihr den Eintrag direkt rüberspielen.

Bücher – und sonst?

Stimmt, ich habe bisher nur von Büchern gesprochen. Das habe ich gemacht, weil es bis hierher einfacher war, aber natürlich: genauso wie bei uns im Katalog werden auch alle andere Medien in den durchsuchten Katalogen recherchiert. Ihr findet hier also auch CDs, Hörbücher, CD-Roms, Zeitschriften und was wir und andere Bibliotheken sonst noch so haben. Im Prinzip alles so, wie ihr es auch aus unserem Katalog schon kennt, nur mit mehr Treffern von verschiedenen Orten. Euch geht also keine Information durch die Lappen.

Aber ein bisschen mehr gibt es in der Suche trotzdem noch. Denn wenn ihr etwas weiter runter schaut, dann seht ihr in der Auswahlliste für die Recherche nach den Bibliotheken noch drei weitere Punkte: Zeitschriftenaufsatzdatenbanken, Zeitschriftentiteldatenbanken und Fachdatenbanken. Die Zeitschriftentiteldatenbanken lasse ich hier mal etwas außen vor, aber zur Info: sie tun genau das, was der Titel sagt und bieten Informationen über Zeitschriftentitel und wo sie in gedruckter oder elektronischer Form verfügbar sind.
Noch interessanter sind bei einer thematischen Suche aber die beiden anderen Kandidaten. Damit ganz klar wird, warum, komme ich nochmal auf Bibliothekskataloge zurück, denn, soviel man darin auch finden und entdecken kann, eins könnt ihr damit (meistens) nicht, nämlich nach bestimmten Aufsätzen IN Zeitschriften suchen oder nach Einzelbeiträgen IN Büchern, z.B. Sammelbänden, suchen. Dort findet ihr zwar den Titel einer Zeitschrift oder eines Buches oder auch deren Thema, aber was im Einzelnen für Beiträge drinstecken, das bleibt für die klassische Katalogsuche in der Regel verborgen.

Zeitschriftenaufsätze finden

Anders bei den Zeitschriftenaufsatzdatenbanken, die ihr hier gemeinsam durchsuchen könnt. Die sind genau dafür gemacht und hier findet ihr ausschließlich Zeitschriftenaufsätze.
Ach ja, vielleicht habt ihr gesehen, dass die mit einem kleinen Schloss versehen sind – lasst euch davon nicht abschrecken, wenn ihr euch in der DigiBib mit eurer Bibliotheksnummer anmeldet, dann habt ihr freien Zugriff auf die Suche und das Schloss öffnet sich. Hinter dieser Suchoption stecken vier Zeitschriftendatenbanken verschiedener wissenschaftlicher Zeitschriftenverlage, in denen ihr Aufsätze suchen könnt. Wichtig zu wissen ist dabei für euch, dass ihr hier nicht (unbedingt) in den Zeitschriften sucht, die wir in den Stadtbücherein abonniert oder verfügbar haben, sondern ihr recherchiert „was gibt es in den Zeitschriften dieser Anbieter für Beiträge zu meinem Thema“. Es ist dann wie bei den Büchern in einem zweiten Schritt notwendig, zu schauen, wo ihr die Zeitschrift, die einen gesuchten Aufsatz enthält, findet. Hier kommt euch wieder der „wie komme ich dran“-Button zu Hilfe; in den meisten Fällen werdet ihr hier vermutlich eine Fernleihe machen können. Der Aufsatz wird dann in einer anderen Bibliothek für Euch kopiert, ausgedruckt und liegt dann bei uns für euch zum Mitnehmen bereit.

Literatur sofort herunterladen

Bleiben als Letztes noch die Fachdatenbanken. Auch mit dieser Option durchsucht ihr, wie überall hier, mehrere Datenbanken auf einmal. Anders als bei den Zeitschriftendatenbanken oben bestimmt den Inhalt hier nicht die Medienart (z.B. Zeitschriftenaufsatz), sondern größtenteils ein wissenschaftliches Gebiet. So sind hier z.B. die Themen Gesundheit, Pädagogik, Bildung und Musikliteratur vertreten, aus denen ihr mit der Suche alle Arten von Literatur finden könnt. Bücher genauso wie Aufsätze, Webbeiträge, Zeitschriften und vieles mehr. Auch hier müsst ihr im zweiten Schritt schauen, wo ihr den Titel herbekommt, aber es gibt noch eine schöne Zugabe: die Datenbanken verzeichnen nicht nur Titel, die ihr irgendwo ausleihen oder kopieren müsst, sondern auch Dokumente, die frei im Netz verfügbar sind und die ihr euch sofort herunterladen könnt. Also keine weitere Mühe mehr. Moment, sagt ihr jetzt vielleicht, frei im Netz, ist das denn verlässlich, zitierfähig und nicht einfach irgendwas? Im Netz gibt es ja viel Schund. Ja, stimmt, aber eben dafür sind ja diese Datenbanken da – sie sammeln Literaturinformationen ausschließlich aus zuverlässigen Quellen, es handelt sich um offiziell von Verlagen, an Hochschulen oder von anderen wissenschaftlichen Einrichtungen  publiziertes und geprüftes Material, das ihr bedenkenlos nutzen und zitieren könnt. Falls ihr euch nicht sicher seid – bei jeder der Datenbanken und Kataloge in der Suche findet ihr eine kleinen Infobutton, der Euch eine Kurzinformation über die jeweilige Datenbank liefert und einen Direktlink zur Oberfläche. Also keine Sorge.

Beim nächsten Mal mehr

Ihr seht, aus meinem „kurzen Überblick“ ist jetzt doch ein etwas längerer geworden und ich bin tatsächlich noch nicht einmal weiter als bis zur Suche gekommen. Den ganzen Rest – denn es gibt noch mehr – erzähle ich euch dann einfach beim nächsten Mal. Manches habe ich schon erwähnt – Fernleihe, die Datenbanken…. – aber zu beidem gibt es noch ein bisschen was zu erzählen. Falls ihr also bis hierher mitgelesen habt – bleibt dran, es kommt noch mehr…. Bis dahin könnt ihr ja schon einmal ein bißchen in der DigiBib stöbern. Vielleicht entdecket ihr etwas, das ihr vorher noch nicht kanntet.

Advertisements