twittothek-info

Das Projekt

Erinnert ihr euch an unser Twitter-Projekt, von dem wir im Oktober berichtet haben? Es ist jetzt schon ein bisschen her, und unser Praktikant Sebastian, der das Projekt umgesetzt hat, hat uns auch schon wieder in Richtung Studium verlassen, aber ich will euch heute einmal berichten, was daraus geworden ist.

Nochmal zur Erinnerung und für alle, die damals nicht mitgelesen haben: Mit der #twittothek wollten wir einen Auskunftskanal bei Twitter schaffen. Ganz nach dem Prinzip: wenn ihr etwas von uns wissen wollt, fragt uns – egal wo ihr seid, einfach über eine Nachricht bei Twitter, also einen Tweet. Und wir antworten euch. Auch bei Twitter.

Wir haben uns vorher viele Gedanken gemacht: wie können wir uns organisieren, wer kann mit-twittern, zu welchen Zeiten sind wir erreichbar, wie viele Anfragen könnten kommen, was machen wir mit schwierigen Fragen, was machen wir mit Trolls/blöden Fragen/ Beleidigungen, wie machen wir den Dienst bekannt….und so weiter und so weiter. Während wir für Vieles schon vorher eine Lösung gefunden haben, gab es andere Dinge, die wir auf uns zukommen und uns überraschen lassen mussten. Wir haben immer mal wieder bei den Twitter-Diensten der Deutschen Bahn und der Telekom geschaut, wie die das ganze machen und haben versucht, uns ein bisschen was abzugucken.

Ach ja, und ein schöner, knackiger Name musste her. Twitter und Bibliothek? Das ergab die #twittothek, unsere virtuelle Servicetheke.

Und so war’s

Und dann haben wir einfach gestartet. Wir waren gespannt!

Als erstes musste natürlich die Twitter-Welt und möglichst viele unserer Leser wissen, dass es uns gibt. Unseren Twitter-Kanal gab es ja schon, also mussten wir nur mitteilen, dass es da jetzt noch etwas Neues gibt. Ganz klassisch haben wir natürlich in der Bibliothek überall Aufsteller platziert: „Stellt Eure Fragen auch bei Twitter“. Aber das eigentliche Ziel unserer Bemühungen waren natürlich die sozialen Medien. Es gab einen Blogpost, ein Video-Interview mit unserem Praktikanten, Infos bei Facebook und natürlich immer wieder Tweets, Tweets, Tweets. Unser Praktikant Sebastian hat jeden Morgen bei „Öffnung“ #twittothek um 11 Uhr eine Info getwittert: „Die Twittothek ist geöffnet“. Dazu gab es jedes Mal ein Bild mit einem kleinen bunten Vögelchen. Ja, das habe ich ganz vergessen, wir hatten ja unseren Zwitscher-Vogel Kai-Uwe, der schließlich das Maskottchen der #twittothek geworden ist und Sebastian im ganzen Projekt begleitet hat. Über seinen Namen ist übrigens in einem demokratischen Prozess entschieden worden. Naja.

twittothek_sesamstrasse-tweetUnd dann haben wir gewartet: auf Fragen. Am Anfang kamen direkt ein paar hintereinander, und auch ein paar Sachen, die ganz schön aufwändig zu recherchieren waren. Erstmal ein guter Start. Danach ging es dann eher sparsam zu. Oder es kamen Fragen, die mit der Bibliothek wenig zu tun hatten – aber auch da haben wir uns um die passenden Antworten bemüht. Um das ganz etwas anzukurbeln hat unser Praktikant Sebastian sich fleißig bei Twitter getummelt, selbst nach buch-, medien,- oder bibliotheksbezogenen Fragen gesucht, um mit der #twittothek zu antworten. Er hat auch regelmäßig zu aktuellen Ereignissen und passenden Büchern getwittert, immer mit Kai-Uwe in der Hinterhand und sich hier und da mal in andere Tweets und Unterhaltungen „eingemischt“, alles im Namen der #twittothek. Immer mal wieder hat er sich etwas Neues ausgedacht, um zu Fragen anzuregen. Allerdings: wenige Leute haben gefragt.

Schade, aber wir haben uns natürlich überlegt, warum das so war. Wissen die Twitterer schon so viel? Haben die Twitterer keine Bibliotheks-Fragen? Oder sind Twitterer so digital-affin, dass sie alles, was sie hier fragen könnten, auch durch eigene Recherche selbst rauskriegen? Oder seid ihr vielleicht alle hier bei uns und fragt uns an den Infotischen? Kann alles sein…

Was wird jetzt?

Aber trotzdem: ich will darüber gar nicht klagen. Denn: auch wenn die Resonanz nicht so war, wie erwartet, gab es sie doch und das ist großartig. Ganz viele von Euch haben unsere Tweets zur #twittothek retweetet oder geliked. Und das nicht nur einmal, sondern immer wieder. Das sagt uns, dass ihr uns gesehen habt. Wunderbar! In der Projekt-Zeit haben wir viel mehr neue Follower bekommen als in den Monaten davor und wir erlauben uns, dass eben auch auf unsere  #twittothek-Aktivität zurückzuführen. Außerdem konnte man toll sehen, welche Kreise unsere #twittothek-Infos zogen. An Euren Rückfragen, einer Nachahmer-Bibliothek (ja!) und Twitter-Reaktionen auf unsere Infos zum Thema. Und jemand retweetet uns und ein paar seiner Follower sind plötzlich auch unsere.

In dem digitalen Universum von Twitter hat das Projekt also bei den Medien- und Bibliotheksinteressierten durchaus seinen Niederschlag  gefunden und wir glauben, dass es uns und unsere Dienstleistungen noch ein bisschen näher zu Euch gebracht habt, die Ihr uns hier folgt.

Wir haben aber auch festgestellt, dass sich der Dienst ohne große Probleme in unserem Twitter-Kanal weiterführen lässt. Und das machen wir und wollen von Zeit zu Zeit immer mal wieder daran erinnern. Wir sind also bei Twitter und mit der #twittothek weiter für Euch da, also wenn ihr irgendetwas wissen wollt: stellt Eure Fragen. Kai-Uwe und wir antworten Euch. Auf jeden Fall. (ml)

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