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Hallo Maike! Du bist noch ziemlich neu bei den Stadtbüchereien Düsseldorf und kümmerst Dich jetzt hier um die Digitalen Kundenservices – was heißt das und was machst Du bei uns?

Das ist eine gute Frage – meine Stelle hat es in der Form vorher hier noch nicht gegeben, deshalb werde ich das auch von vielen Kollegen und Kolleginnen gefragt. Ganz grob gesagt: Ich möchte es unseren Kunden und uns leicht machen, unsere digitalen Angebote zu finden und zu benutzen und ich möchte es allen Kolleginnen und Kollegen in den Stadtbüchereien leicht machen, sie unseren Kunden zu erklären. Außerdem werde ich die Augen aufhalten, welche neuen Angebote und Trends vielleicht auch noch für unsere Besucher interessant sein könnten.

Ein bisschen näher erklärt:
In den Stadtbüchereien finden unsere Besucher ja nicht nur gedruckte Bücher, sondern wir haben auch eine ganze Menge an digitalen Angeboten, die man nicht so auf den ersten Blick sieht,   wenn man in die Bibliothek kommt. Diese Angebote findet man erst, wenn man uns im Internet besucht und bei manchen muss man dann schon wissen, dass es sie überhaupt gibt.

Unsere Ebooks und die onlineBibliothek kennen bestimmt viele unserer Kunden, aber wie sieht es zum Beispiel mit dem PressReader aus? Da kann man immerhin tausende von Zeitungen und Zeitschriften aus der ganzen Welt lesen, aber mir scheint er bei unseren Lesern eher wenig bekannt. Und dann gibt es eben häufig noch die Frage: wie nutze ich diese Dienste überhaupt? Brauche ich besondere Geräte? Und wie muss ich mich dazu anmelden?

Das waren jetzt nur zwei Beispiele, aber wir bieten natürlich noch viel mehr und wir wollen, dass alle unsere Angebote für unsere Kunden erstens besser sichtbar werden, auch in der Bibliothek, und zweitens eben auch ganz einfach zu nutzen sind. Dass es möglichst keine Hemmschwellen gibt, egal, wie gut oder schlecht ich mich bisher im Digitalen auskenne.
Das alles ist meine Aufgabe: Ich werde mir also laufend überlegen, wie wir unsere digitalen Services besser erklären können und es für alle leichter machen können, sie auch zu benutzen.
Weil sich ständig etwas ändert und neue Dinge hinzukommen, werde ich aber auch versuchen, uns selbst, also die Mitarbeiter der Stadtbüchereien, immer auf dem Laufenden zu halten und uns für die digitalen Angebote fit zu machen und fit zu halten. Nur wenn wir uns alle gut auskennen, können wir ja die richtigen Tipps geben und Hilfestellung anbieten.

Zu meinen Aufgaben gehört es außerdem, die Augen offen zu halten und auf die Suche nach neuen Angeboten zu gehen, die für unsere Besucher interessant sein könnten und sie dann auch auszuprobieren. Mal sehen, was da noch alles kommen wird.
Ach ja, ich bin auch regelmäßig an drei unserer Auskunftstheken in der Zentralbibliothek zu finden, wo ich versuche, alle Fragen zu beantworten, die unsere Leser haben – egal, ob es um Digitales, Gedrucktes, ums Lesen, Hören, Lernen, Ausleihen, WLAN oder Sonstiges geht.

Du hast vorher in einer wissenschaftlichen Bibliothek gearbeitet, oder? Wie findest Du es hier bei uns?

Das stimmt, ich war bisher an einer Uni- und danach einer Hochschulbibliothek beschäftigt. Die Arbeit ist hier schon anders, vor allem, weil der Besucherkreis sich unterscheidet und die Kunden mit ganz anderen Wünschen zu uns kommen. Das merke ich besonders, wenn ich an der Auskunft sitze. In wissenschaftlichen Bibliotheken sind die Benutzer vor allem Studenten, Wissenschaftler und Dozenten auf der Suche nach Literatur und Diensten, die sie für ihr Studium, die Lehre oder die Forschung brauchen.

Hierhin zu uns kommen Menschen jedes Alters, jeder Bevölkerungsgruppe und jedes Bildungsstandes mit ganz verschiedenen Anliegen und Fragen zu allen möglichen Themen. Es suchen Leute nach einem ganz bestimmten Buch, manche haben  nur ein grobes Thema, das sie interessiert, andere wieder brauchen Bücher zum Deutschlernen, der nächste sucht Hilfe bei der Recherche nach Ratgebern für sein Hobby oder Stoff für ein Schulreferat oder für den Schulabschluss, andere halten sich mit Tageszeitungen auf dem Laufenden oder nutzen die Bibliothek als Ort zum konzentrierten Lernen. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen, ohne dass sich ein Anliegen wiederholt. Wenn ich an der Auskunft sitze, finde ich es immer spannend, welche Frage als nächstes kommt, weil es im Prinzip alles sein kann und je nach Frage die Recherche auch mal um drei Ecken gehen kann oder Forschergeist erfordert – vor allem, wenn man neu  ist.

Durch viele Anfragen oder Gespräche erhält man außerdem einen winzigen, klitzekleinen Einblick in das Leben des Besuchers, man erfährt was oder warum sie oder ihn etwas beschäftigt oder warum etwas Bestimmtes gesucht wird – das mag ich wirklich gerne. Besonders freue ich mich immer, wenn nach gelungener gemeinsamer Recherche ein Kunde später nochmal zu mir kommt und mir freudig erzählt, was er oder sie Schönes oder Passendes gefunden hat. Oder dass das Herunterladen des eBooks endlich geklappt hat.

Die Zentralibliothek wird auch noch lebendiger als Aufenthaltsort und  als Treffpunkt genutzt als die Bibliotheken, die ich bisher kennengelernt habe, das gefällt mir sehr. Jedes Mal, wenn ich die Zentralbibliothek betrete, sehe, wie die Menschen lesen und arbeiten, die arbeitsame Atmosphäre spüre und Menschen auf der Suche nach einem besonderen Buch durch die Regale streifen sehe, freue ich mich hier zu sein. Und ich freue mich darauf, mit den Kollegen und Kolleginnen daran zu arbeiten, dass unsere Dienste noch zugänglicher werden.

Willkommen noch einmal, Maike. Es ist schön, dass du bei uns bist!

 

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