Bov Berg: „Auerhaus“
„Auerhaus“ ist ein humorvoller Roman mit Tiefgang für junge Menschen und solche, die sich gerne an ihre Jugend erinnern. Es geht um Freundschaft,  Lebenssinn, Depression und Spaß. Der Berliner Schriftsteller und Kabarettist Bov Bjerg erzählt flott und eingängig die Geschichte einer Schülerwohngemeinschaft auf dem Land.
Frieder hat einen Selbstmordversuch hinter sich und sein behandelnder Psychologe rät ihm dazu, bei den Eltern auszuziehen. In einem alten Bauernhaus
gründet er eine WG mit Cäcilia – reiche Tochter aus gutem Hause – mit Vera – rebellische Kleptomanin – und mit dem Ich-Erzähler, genannt Herr Höppner,
der sich vor der Musterung drückt und unter dem saufenden Freund seiner Mutter leidet. In der WG-Küche richten sie ein Trainingszentrum ein, um besser Klauen zu lernen. Sie nehmen die bildhübsche, glatzköpfige Pauline bei sich auf, die wegen Brandstiftung in der Psychiatrie saß und beherbergen den schwulen Kiffer Harry, der eine Lehre als Elektriker macht und am Bahnhof auf den Strich geht. Sie feiern eine wilde Silvesterparty mit der ganzen Oberstufe, der halben Psychiatrie und einem großen Teil der schwulen Szene zwischen Stuttgart und Paris.
Kurz: sie erleben „die Zeit ihres Lebens“. Unbeschwert, ohne Gedanken an ein Morgen, ohne den Druck der Verantwortung – Jugend eben. Dass auch die ihre
ernsten Seiten hat, ist so nebenbei und mitfühlend erzählt, dass man sich beim Lesen schwer zwischen Lachen und Weinen entscheiden kann.
Der Roman ist unter der Signatur Z Bjerg (-) mehrfach in der Zentralbibliothek und in allen Stadtteilbüchereien vorhanden. Es gibt ihn bei den Stadtbüchereien
Düsseldorf auch als e-book und in einer Hörbuchfassung, gelesen von Robert Stadlober.
(ak)

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