capHeute fragen wir David Cappel, den Leiter der Stadtteilbücherei in Wersten:

Warum finden eigentlich in den Sommerferien in den Stadtteilbüchereien kaum oder keine Erwachsenenveranstaltungen statt?

Wir planen unsere Erwachsenenveranstaltungen wie Kabarett, Vernissagen, Lesungen bewusst für die kühlere Jahreszeit, vor allem Herbst und Frühling bieten sich da an. Neben der an sich schon für viele Kunden stressigen Vorweihnachtszeit legen wir daher in den Sommermonaten von Juni bis August eine Pause ein, da erwartungsgemäß viele unserer Kunden und Besucher in den Urlaub fahren oder die Abende lieber draußen verbringen… Das hat den kleinen Nebeneffekt, dass wir wie andere Kultureinrichtungen quasi eine Frühjahrs- und eine Herbstsaison für Abendveranstaltungen haben und unsere Stammkunden sich auf die Wiederaufnahme der Veranstaltungen freuen.

Wie überbrücken Sie das Sommerloch?

Natürlich versuchen wir ein Sommerloch zu vermeiden, indem wir Aktionen mit Partnereinrichtungen anbieten, die sich etwa über die ganzen Sommerferien hinziehen, wie in diesem Jahr einen Foto-Wettbewerb für alle ab 6 Jahren oder wir vor zwei Jahren einen Schreibwettbewerb für Jung und Alt. Darüber hinaus bieten wir, oftmals zusammen mit der Zentralbibliothek und anderen Zweigstellen, auch eine Aktion an, die sich speziell an jene Kinder und Jugendliche richtet, die nicht den ganzen Sommer über verreisen. In diesem Jahr heißt die gemeinsame Aktion „Sommer, Sonne, Buch am Stiel“ bei der Kinder auf kreative Art uns ihre Lieblingsbücher vorstellen können, egal ob als Bild, Postkarte, Foto oder persönlich in der Bücherei.

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