Img_2209Der Klassiker des Antikriegsfilms basierend auf dem Roman von Erich Maria Remarque und stellt die Grausamkeit des Ersten Weltkriegs eindrucksvoll dar. Bemerkenswert sind neben dem Inhalt auch die Filmproduktion und besonders die Filmrezeption. Der Film wurde 1930 in den USA sowohl in einer Ton- wie auch in einer Stummfilmfassung produziert, er ist einer der ersten Tonfilme, die für Kinos in Deutschland synchronisiert wurde. Obwohl der Film für die deutschen Kinos bereits von 124 Minuten auf 85 Minuten gekürzt und zensiert worden war folgte im Dezember 1930 auf die massiven Störaktionen der Nationalsozialisten während der Uraufführung in Berlin ein allgemeines Verbot des Films wegen „Gefährdung des deutschen Ansehens in der Welt“ und der „Herabsetzung der deutschen Reichswehr“. Erst nach Protesten von Künstlern, Journalisten und Schriftstellern konnte im September 1931 eine erneute gekürzte und zensierte Fassung gezeigt werden. Der Film „Im Westen nichts Neues“ wurde 1933 mit der Diktatur der Nationalsozialisten verboten.

Regie: Lewis Milestone; USA 1930, mit Lew Ayres, Raymond Griffith (kph)

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