heimatEs gibt Worte in jeder Sprache, die sich der Übersetzung in andere Sprachen sträuben. Zu diesen Worten der deutschen Sprache gehört das Wort „Heimat“. Ganz bewusst setzte daher Ernst Bloch, der während der Herrschaft des Nationalsozialismus aus Deutschland emigrieren musste, an das Ende seines während des Exils geschriebenen Hauptwerkes „Das Prinzip Hoffnung“ den Begriff „Heimat“. Ebenso bewusst wählte der Regisseur Edgar Reitz diesen oft abgenutzten Begriff als Titel für seine über fünfzig Stunden dauernde Filmtrilogie, die das alltägliche Leben des 20. Jahrhunderts zwischen 1919 und 1989 erzählt und gibt ihm so wie Ernst Bloch seine Mehrdimensionalität zurück.

Regie: Edgar Reitz; Deutschland 1981-2004, mit Gudrun Landgrebe, Hannelore Hoger, Anna Thalbach, Armin Fuchs (kph)

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