rohrbachAls auf Island im Frühjahr 2010 der Vulkan mit dem zungenbrecherischen Namen Eyjafjallajökull ausbricht, macht sich Carmen Rohrbach auf den Weg in das Land am Polarkreis. Sechs Monate durchstreift sie Island, mal per Bus oder Anhalter, meist aber zu Fuß.

Nachdem sie die Stadt Reykjavik per Fahrrad erkundet hat, geht es per Bus näher an den feuerspuckenden Vulkan heran. Im Zelt wird sie von einem Erdbeben überrascht, und auf einer ihrer Wanderungen erlebt sie hautnah, wie eine Aschewolke mitten am Tag alles in Dunkelheit hüllt. An der Küste trifft sie auf Katastrophenhelfer und staunt, wie gelassen die Menschen hier auf die Naturgewalten reagieren.

An den Westfjorden sind viele Vogelarten, z.B. Papageientaucher beheimatet. Als Biologin versteht es Rohrbach, prägnant und unterhaltsam die jeweiligen Besonderheiten einer Art zu beschreiben, ohne je langatmig zu werden.

Der Höhepunkt ihrer Reise ist die Hunderte von Kilometern lange Wanderung durch das Hochland, bei der sie über Gletscher geht, durch Flüsse watet, in einer heißen Quelle badet und Gipfel erklimmt. Nur an wenigen Zeltplätzen und Wanderhütten trifft sie auf Menschen. Ansonsten ist sie auf beeindruckende Weise ganz auf sich alleine gestellt und spürt auch ihre Grenzen.

Carmen Rohrbach beschreibt die außergewöhnliche Natur Islands, Begegnungen mit Einheimischen und Zugewanderten sowie Ereignisse aus der isländischen Geschichte so anschaulich, dass man mehr über diese Insel aus Feuer und Eis wissen möchte.

Der Reisebericht ist unter der Signatur Cen 5 Rohrba in der Zentralbibliothek und der Bücherei Benrath vorhanden.

(cm)

 

Advertisements