Digitalisierung von Vinyl in der Musikbibliothek
Digitalisierung von Vinyl in der Musikbibliothek

Eine Musiklegende wird heute 75: Tina Turner. Sie wird am 26. November 1939 in Tennessee geboren und wächst in Nutbush auf. Schon in den 1960er und 1970er Jahren ein R&B-Star in den USA, wird sie nach ihrem Comeback 1984 zum Weltstar – ihre Hits wie „What’s love got to do with it“, „We don’t need another hero“ oder „Goldeneye“ klingen einem im Ohr.

Tina Turners erstes Soloalbum „Tina turns the country on“, das bereits 1974 (also 10 Jahre vor dem legendären „Private Dancer“ Comeback-Album) erscheint und allesamt Country-Coverversionen enthält, ist bis dato das einzige Album von ihr, das nicht auf CD oder in irgendeiner digitalen Form erschienen ist. Dadurch wird das Album in der gewaltigen Diskographie Turners leider oft übersehen –  1975 war „Tina turns the country on“ sogar für einen Grammy nominiert.

Mit dem Schallplattenspieler der Musikbibliothek in der Zentralbibliothek kann man analoge Musik in digitale umwandeln – nun kann also auch die Tina-Turner-mp3-Party zum 75. Geburtstag in der digitalen Dauerschleife gefeiert werden, mit allen Turner-Songs als mp3.

Turners Zeit mit Ex-Gatte Ike steht übrigens musikalisch oft im Schatten ihrer zweiten Karriere und der Berichte über die Skandalehe. Dabei sind in der Zeit von 1960 bis 1976 einige beeindruckende R&B- und Soul-Aufnahmen entstanden, wie z.B. die Blues-Alben „Outta Season“ und „The Hunter“ (beide 1969) und das funkige Soul-Album „Feel Good“ (1972). Legendär bleibt ebenfalls die Zusammenarbeit mit Phil Spector für das Album „River Deep Mountain High“ (1966) und dem daraus bekannten Welthit.

Wer Tina Turner einmal live erlebt hat, weiß wie rockig und soulig sie – neben ihren  glatten Pophits – ist. Ihre Live-Versionen von Klassikern von Sam Cooke, Otis Redding, den Rolling Stones oder den Beatles sind legendär. Unglaubliches Potential ist damit in Rente gegangen (Ihr letztes Studio-Album ist bereits von 1999). Besonders bemerkenswert ist daher Tina Turners Beteiligung auf dem Joni-Mitchell-Tribute-Album „River – The Joni Letters“ von Herbie Hancock 2007. Wie sie hier „Edith and the Kingpin“ darbietet ist Gänsehaut pur. Von dieser Art stimmlicher Performance würde man von Tina Turner auch im Rentenalter gerne noch mehr hören … eben nicht nur „nice and rough“ wie sie gerne sagt, sondern durchaus auch mal „nice and easy“ … Happy Birthday!

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