CovermitTitel13.01.1955 schrieb ich – so ordentlich wie möglich – auf die obere, rechte Ecke des Blattes, um meine gestrigen Erlebnisse zu notieren. Ich führte ein kleines Tagebuch, um mich später an alles erinnern zu können. Alles stand dort drin und würde ich irgendwann sterben, so würde man sich an mich erinnern.

Zu dieser Zeit war ich 11 Jahre alt. Ich wurde ein Jahr vor dem Ende des zweiten Weltkrieges geboren, also 1944, vielleicht sogar auch 1945, in einem kleinen Dorf in der Nähe von Olympia in Griechenland, um genau zu sein in einer kleinen Scheune am 31.12.1944. Da wir die Zeit nicht messen konnten und es schon aufgrund der Jahreszeit recht früh dunkel wurde, weiß man bis heute nicht, ob ich am 31.12.1944 oder am 01.01.1945 das Licht der Welt zum ersten Mal erblickte. Ich schreibe jeden Morgen unter meiner Decke in einen kleinen Notizblock, den meine Eltern zu meiner Geburt geschenkt bekommen hatten. Mein Notizblock war klein und von außen goldbraun mit einem Stift mit Bleimine, den man an der einen Seite des Blockes befestigen konnte. Es sollte mir Intelligenz und Erfolg in meinem Leben bringen.

Es war wie erwartet ein weiterer kalter Morgen. Auf dem weiten Weg zur Schule fror ich am ganzen Körper, denn ich hatte nur eine Jacke aus Schafswolle für das ganze Jahr. Aber ich bin mehr als glücklich gewesen, denn jeden Tag nach dem beschwerlichen Schulweg, sah ich viele Klassenkameraden von mir, die nur mit einem dünnen Hemd bekleidet waren, weil ihre Eltern sich keine weiteren Stoffe leisten konnten. Genau so wenig wie meine. Die meisten Kinder in unserem Dorf hatten leider nicht das große Glück, die Schule überhaupt zu besuchen und meine große Schwester war eine von ihnen. Sie musste sich den ganzen Tag um unsere Tiere kümmern, um unsere Hühner, Ziegen, Schafe und alles, was an einem Bauernhof an Arbeit anfiel. Ich war das zweite von –damals erst- acht Kindern in unserer Familie. Eigentlich war ich die Erstgeborene, doch mein Vater brachte ein Kind mit in die Ehe mit meiner Mutter. Seine erste Frau war durch eine schlimme Krankheit gestorben. Auch wenn sie nur meine große Halbschwester war, liebte ich sie trotzdem, wie alle anderen auch und manchmal sah ich, wie sie in ihr Kissen weinte, weil sie sich um alles kümmern musste und ich zur Schule gehen durfte. Ich fand es ungerecht.

Als ich mit meinen Gedanken wieder in die Realität zurückkehrte, merkte ich erst, dass ich schon längst in der Schule angekommen war und sah wieder manche traurigen Gesichter, die Angst hatten, gleich einen Schlag mit einem dünnen, nassen Stock zu bekommen. Meine Lehrerin benutzte diesen Stock, wenn jemand seine Hausaufgaben nicht oder unordentlich machte, wenn jemand seinen Stift vergaß, bei dreckigen und langen Fingernägeln oder wenn unsere Kleidung schmutzig war. Sie war eine Hexe! Aber ich und alle anderen wussten, dass sie eigentlich nur Gutes im Sinn hatte. Sie wollte uns das Lesen, Schreiben und den Umgang mit Zahlen beibringen. Einen Moment lang, als ich mir versuchte einzureden, dass sie gar nicht so schlimm war, rief sie mich. Alle anderen guckten mich an, weil sie meinen Namen schon zum dritten Mal brüllte, da ich sie vorher nicht gehört hatte. So sehr war ich in meine eigenen Gedanken vertieft.

‟Trissevgeni Bouzalaaaa!!!” Hörte ich sie nur noch schreien, und aus mir kam kein Wort raus. ‟Ja, b-bitte?” Versuchte ich zu erwidern und gleichzeitig meine Angst nicht zum Vorschein zu bringen.

‟Warum hörst du nicht, wenn ich dich rufe? Komm jetzt sofort mit!”

Ohne ein Wort folgte ich ihr in die eine Ecke in unserer Klasse, die für Bestrafungen vorgesehen war.

‟Zeig mir mal deine Handflächen.”

Ich tat, was sie von mir verlangte und wusste genau, was kommen würde. Sie schlug drei Mal mit ihrem Stock auf meine Handflächen. Ich wollte einfach am liebsten nur loslaufen, zu meiner Schwester und ihr alles erzählen, doch ich blieb wie angewurzelt stehen. Die Schmerzen waren so unerträglich. Ich merkte, wie eine Träne über meine Wange lief und meine Hände wurden blutrot. So sehr ich auch versuchte nicht zu weinen, schluchzte ich vor den ganzen Schülern los. Es war mir unendlich peinlich, die ganze Situation war mir peinlich, schließlich war mir das vorher noch nie passiert. Bis jetzt hatte ich immer nur die anderen gesehen, jedoch hätte ich bis zu diesem Zeitpunkt niemals gedacht, dass es so schmerzhaft war und konnte mir nichts Unerträglicheres auf dieser Welt vorstellen. Ich konnte mich gar nicht konzentrieren. Ich hatte jedes Mal, wenn sie mich anguckte, das Gefühl, als hätte ich etwas Böses gemacht. Ich stellte mir schon vor, dass ich dies keinem erzählen würde, nicht einmal meiner Schwester, der ich immer alles erzählte.

Nach dem Unterricht rannte ich mit Tränen in den Augen los. Als ich viel früher als sonst in unserem kleinen Zuhause angekommen war, sah ich meine Schwester mit zwei großen Eimern frischer Milch, die sie wahrscheinlich gerade gemolken hatte. Als ich ihr helfen wollte und meine Hand ausstreckte, um ihr einen Eimer abzunehmen, sah sie die roten Flecken auf meiner Handfläche. Als ich ihrem Blick folgte, merkte ich, dass sie ihre Augen erschrocken zusammenkniff und begriff, was passiert war. Doch wir tauschten kein Wort aus. Im Laufe des Tages half ich meiner Mutter mit meinen jüngeren Geschwistern und meinem Vater auf dem Feld. In der Nacht, als fast alle schon am Schlafen waren, berichtete ich – wie jeden Tag – meiner großen Schwester alles, was ich in der Schule gelernt hatte. Was ich lernte, brachte ich ihr bei und sie war jedes Mal, wenn ich ihr etwas Neues zeigte und sie es verstand, sehr glücklich. Dann sagte sie zu mir, ich wäre die beste Schwester, die man sich wünschen konnte, weil ich ihr ein großes Geschenk machte. Nicht, weil es Geld kostete, sondern weil es etwas war, was man mit Geld nicht kaufen konnte.

Am nächsten Morgen schrieb ich wieder die Sachen, die ich am Vortag erlebte, auf. Mein Leben verlief sehr routiniert bis zu dem Tag, an dem ich die sechste Klasse abgeschlossen hatte. Da erfuhr ich, dass ich nicht mehr zur Schule durfte!

Da viele meiner Geschwister mittlerweile im Alter waren, in dem sie zur Schule gehen konnten, hatte meine Familie nicht mehr die Möglichkeit das zu finanzieren.

Am gleichen Tag erfuhr ich, dass ich mit meiner Mutter und dem Jüngsten von uns nach Athen zum Arbeiten fahren musste. Zum Glück hatten wir dort eine Großtante, die uns sehr helfen würde. Ich arbeitete bei ihrem Mann in einer Manufaktur für Unterwäsche, was allerdings sehr schmerzhaft für mich war. Von dem ganzen Nähen hatte ich mir öfter als ich zählen konnte in meine Handflächen gestochen.

Trotz des ganzen Schmerzes tat ich es gerne, da ich wusste, dass das Geld für meine Geschwister war, damit sie länger als ich zur Schule gehen konnten, damit etwas Großes aus ihnen würde und ich stolz auf sie sein konnte. Auch wenn ich nicht so behandelt wurde, wie es sich gehörte, auch wenn ich jeden Tag auf dem Weg dorthin an meinem ganzen Körper zitterte, machte ich weiter. Ich hatte kein gewöhnliches Leben so wie alle anderen Kinder in der Hauptstadt, die sich morgens auf den Weg zur Schule machten und nachmittags viel Freizeit hatten. Meine Mutter wusste natürlich nichts von dem ganzen und ließ mich bei meiner Tante alleine in Athen und kehrte zurück in unser Dorf. In Athen vergingen die Jahre trotz all dem, dem ich ausgesetzt war, wie im Flug.

06.05.1962

Nach sieben Jahren kehrte ich zum ersten Mal zurück ins Dorf. Ich wusste, dass ich nicht lange bleiben konnte. Ich musste zurück, um wieder zu arbeiten. Bei der Rückkehr in mein Dorf hatte sich alles geändert. Meine Geschwister waren alle älter, größer und für ihr Alter eigentlich schon sehr selbstständig geworden. Als ich sie sah, hatte ich Tränen in den Augen. Mein Herz war wieder zurück an seinen Platz gekommen und ich da, wo ich eigentlich hin gehörte.

Ich hatte jeden in den Arm genommen und fest umarmt. Meine Mutter hatte inzwischen zwei weitere wundervolle Familienmitglieder auf die Welt gebracht und war mit dem elften Kind schwanger. Jedes Mal, wenn jemand aus meiner Familie meinen Namen rief, fühlte es sich für mich an, als würden Engel reden. Ich machte meine Augen zu und genoss die kurzen und wertvollen Sekunden. Es gab nichts für mich, was wichtiger war als meine Familie. So war es, und so würde es auch bleiben. Für immer!

Da meine Schwester schon 20 Jahre alt war, war es Zeit für sie zu heiraten. Sie brauchte auch eine entsprechende Mitgift, bevor sie sich das Jawort gaben. Jeder kümmerte sich um etwas, mein Bruder, der großes Talent als Konditor hatte, backte den Hochzeitskuchen. Mein Onkel kümmerte sich darum, dass wir alle ordentliche Kleidung für die Hochzeit trugen und ließ uns in seinem Haus, in der nächsten Stadt, wo die Hochzeit auch stattfand, schlafen. Es war eine große Hafenstadt an der Westküste Griechenlands. Es war Patra. Von dort aus erreichte man nach einigen Stunden mit der Fähre Italien. Mein Vater fand einen Trauzeugen und damit auch jemanden, der ein Auto besaß, um meine Schwester, wie es sich gehörte, zur Trauung zu fahren. Das Hochzeitskleid nähte ich zusammen mit meiner Schwester. Es war perlweiß und hatte lange Ärmel aus Seide. Das Korsett des Kleides war mit vielen kleinen Perlen bestickt, die ich selbst an dem Kleid befestigte. Der Rock bestand ebenfalls aus Seide und sehr viel Tüll. Das Weiß symbolisierte ihre Reinheit und ihre Unschuld. Wir nähten drei Tage und drei Nächte pausenlos um rechtzeitig fertig zu werden.

19.05.1962

Ich wachte, wie jeden Tag, mitten in den Morgenstunden auf. Es sollte ein sehr langer Tag für mich und meine ganze Familie werden. Ihr Ehebett war schon geschmückt, da es in unserer Kultur üblich ist, dass das Bett von den Frauen der Familie der Braut für die erste Nacht vorbereitet wird. Es wird mit weißen Lacken und weißer Bettwäsche überzogen, schließlich lassen sie ein Baby auf das Bett. Dies soll viele gesunde Kinder mit in die Ehe bringen. All unsere Familienmitglieder kamen schon recht früh zu uns um zu feiern. Nur nicht die Familie des Mannes. Die durfte natürlich nicht kommen. Es würde Unglück in die Ehe bringen, wenn er sie am Hochzeitstag sehen würde. Meine Oma hatte so etwas Ähnliches wie ein Brot gebacken und wir mussten, während meine Schwester saß, dieses Brot über ihrem Kopf, in einem Tuch brechen. Eine weitere abergläubische Sitte aus unserem Dorf.

Die Trauung fand in der schönsten und größten Kirche der Stadt statt. Es war zu dieser Zeit eine Traumhochzeit. Tränen strömten mir über die Wange, als ich sie vor der Kirche sah. Sie war so toll. Eine sehr hübsche Frau, die ein sehr gutes Herz hatte und wusste, was sie vom Leben wollte. Trauzeuge war der Cousin von ihrem Mann, der vergeblich seine Nervosität unterdrückte.

Es war eine wundervolle Hochzeit. Wir feierten bis in die Nacht hinein. Auch wenn unsere Füße schmerzten, tanzten und lachten wir, als wäre nichts gewesen. Um fünf Uhr waren mittlerweile alle nach Hause gegangen nur ich und einige meiner Geschwister halfen beim Aufräumen. Leider kam mein Bus auch schon vier Stunden später, der mich zurück nach Athen brachte. Die schöne Zeit verging wie im Flug. Doch so ist es nun mal, wenn man nach langer Zeit wieder bei seiner Familie ist. Man merkt kein bisschen, wie die Zeit verrinnt.

Zurück in Athen. Zurück in meinem alten Alltag. Ich machte wie vorher auch jeden Tag das schmerzvolle Gleiche und verdiente dabei sehr wenig.

01.07.1969

Ich rannte so schnell wie möglich, um zum großen Platz mit den Bussen zu kommen. Ich war aus der Puste. Doch meine Angst, dass ihm etwas zugestoßen sei, ließ mich nichts anderes spüren! Mein Bus fuhr in 20 Minuten los. Der nächste würde erst in drei Stunden kommen. Das war viel zu spät.

Als ich spät am Abend ankam, sah ich meinen Vater, der mit einer sehr starken Lungenkrankheit im Sterben lag. Meine Mutter schrieb einige Tage zuvor einen Brief an mich, indem sie mich bat, so schnell wie möglich Athen zu verlassen und zurück zu kommen um ihnen zu helfen und vielleicht auch jemanden zum letzten Mal zu sehen, der mir sehr wichtig ist.

Mein Vater, war sehr blass im Gesicht. Nebenbei bemerkte ich, wieviel er an Gewicht verloren hatte. Der Arzt, den meine jüngere Schwester für ihn gerufen hatte, sagte zu mir: “Es wird ein Wunder sein, wenn er diese Nacht noch überlebt!” Ich nickte. Das zu hören war wie mehrere tausend Stiche in meinem Herz. Wie konnte er mir so etwas nur so kaltblütig sagen? Sowas interessierte ihn bestimmt gar nicht. Es war ja schließlich auch nicht sein Vater, der mit geringen Chancen diese Nacht überleben würde. Er gab uns Medizin, die wir ihm geben mussten und versprach am nächsten Morgen wieder zu kommen. Meine Geschwister und ich blieben die ganze Nacht an seinem Bett, obwohl er schlief. Ich hätte niemals gedacht, dass ich mich jemals dafür bedanken würde, aber ich dankte Gott, dass er so laut atmete, so dass es nachts das einzige Geräusch war, was man hörte. In der ganzen Nacht tauschte keiner ein Wort aus. Bei jedem Zucken von ihm erschreckte jeder. Ich und einige andere gingen nacheinander in die kleine Küche, die wir hatten, und beteten mit Tränen in den Augen. Manchmal dachte ich darüber nach, wie wir uns einen Arztbesuch leisten konnten. Irgendjemand aus meiner Familie hat bestimmt mit einem unserer Tiere gehandelt um einen kleinen Sack mit Drachmen zu bekommen. Das kleine Haus wurde langsam heller. Dadurch wussten wir, dass diese Nacht langsam vorbei war. Meine Mutter ging mitten im Morgengrauen los um einen Priester zu holen, der meinen Vater hoffentlich heilen konnte. Wie versprochen kam der Arzt früh am Morgen und untersuchte meinen Vater. Seine gesundheitliche Lage hat sich dabei weder verschlechtert noch verbessert. Mehr konnte er uns nicht sagen. Oder wollte er uns vielleicht gar nichts sagen? Der Arzt verabschiedete sich wieder mit den gleichen Worten. Wir brachten ihn zur Tür hinaus.

Mein Vater fühlte sich dennoch viel besser als gestern. Er redete mit uns, auch wenn es meist nur ein Ja oder ein Nein war. Er lag in Rückenlage in seinem Bett und guckte uns an, bis er auf einmal meine Hand nahm und meinen Namen erwähnte.

“Trissevgeni. Ich bin so stolz auf dich, dass du uns all die Jahre unterstützt hast. Wir hätten dich so gerne bei uns. Es tut mir leid, dass es nicht anders geht, deshalb möchte ich, dass du jemanden kennenlernst… ”

Er hielt inne und wiederholte den letzten Satz:

“ Es tut mir leid, dass es nicht anders geht, deshalb möchte ich, dass du jemanden kennenlernst…”

Und bevor er es beenden konnte, schloss er seine Augen….

13.01.1971

Es war ein eisiger Tag, Frost lag überall. Meine Beine zitterten und fanden keinen Halt. Seit dem Tot meines Vaters war nichts mehr wie früher. Jeder hatte die Lebenslust verloren, die mein Vater uns beigebracht hatte. Große Armut trat in mein Dorf ein und wir waren am meisten davon betroffen. Ernähren konnten wir uns nur von trockenem Brot und Wasser und an manchen Tagen hatten wir nicht einmal das. In diesen Situationen haben wir viele Tiere von unserem Bauernhof verkauft.

Ich war wieder in Athen und arbeitete in einem Laden mit Porzellanware. Alle zwei Monate fuhr ich zu meinem Dorf um zu gucken, ob alles in Ordnung war. Das Geschäft war in einem sehr reichen Stadtviertel und man sah jeden Tag viele verschiedene Leute.

Eines Tages traten viele Männer auf einmal ein. Dies war äußerst ungewöhnlich, da in der Regel nur Frauen an Porzellan interessiert waren. Sie trugen sehr teure Kleidung, die ich vorher nie gesehen hatte. Sie unterhielten sich, aber nicht auf Griechisch. Es war eine Sprache, die ich nicht verstand und kurze Zeit später trat einer von ihnen auf mich zu.

‟Entschuldigung…” Sagte er auf Griechisch und fuhr fort.

‟Sind Sie die Verkäuferin in diesem Laden?”

Ich antwortete nur noch mit einem undeutlich hörbarem Ja. Ich wollte nicht mit ihm reden. Denn er sah alles andere als nett aus. Wegen seinem Akzent konnte ich hören, dass er entweder kein Grieche war oder nicht in Griechenland aufgewachsen ist.

‟Wir beobachten ihre Arbeit schon seit einigen Tagen und haben uns dafür entschieden Sie herzlich in unser Land als Gastarbeiterin einzuladen. Wenn sie die Einladung annehmen möchten, kommen sie doch bitte am 19. Januar um acht Uhr abends zum Hafen von Patras. In Deutschland wird es ihnen viel besser gehen!”

‟Muss ich sonst gar nichts machen?”

Ich fragte nach, denn Gerüchten zufolge war es sehr schwer, als Gastarbeiterin zu arbeiten. Man musste sehr viele Voraussetzungen erfüllen.

Der Mann gab mir einen Zettel und sagte:

‟Entschuldigung. Sie haben Recht. Das hätte ich ja fast vergessen. Nehmen Sie das und gehen sie zum Arzt, der dort drauf steht. Wenn alles in bester Ordnung ist und Sie sich entscheiden nach Deutschland zu kommen, treffen wir Sie wie abgemacht am 19. Januar um acht Uhr abends am Hafen von Patras. Bis in einigen Tagen und auf Wiedersehen. ”

Bevor ich etwas sagen konnte, machte der Mann auf dem Absatz kehrt und verließ mit seinen Leuten den Laden. Er hinterließ mir dabei eine sehr schwere Entscheidung.

15.01.1971

Nach zwei Tagen beschloss ich zurück ins Dorf zu fahren um meiner Familie davon zu erzählen. Doch die Lage hatte sich verschlechtert. Armut war eingetreten. Jeder im Dorf ernährte sich nur noch von trockenem Brot und Wasser.

Ich konnte es nicht mehr ertragen meine Familie in dieser Lage zu sehen. Es brach mir das Herz. Ich musste hier weg!

Noch am selben Tag fuhr ich zurück nach Athen um mein Gesundheitszeugnis zu erlangen. Im Bus holte ich den zerknitternden Zettel mit der Adresse aus meiner Tasche raus. Der Name und die Straße waren mir völlig unbekannt. Ich fragte die Frau neben mir, die in meinem Alter zu sein schien, ob sie vielleicht wüsste, wie ich dahin komme. Als sie ein Blick darauf warf, schien wenigstens ihr diese Adresse bekannt zu sein. Sie fragte mich, ob ich Gastarbeiterin werden wollen würde und sagte, dass sie es auch gerne machen will. Unsere Unterhaltung beinhaltete nur eins: Wie würde unser Leben wohl in Deutschland aussehen? Es war nicht schwierig, zum großen Platz zu gelangen wo sich dieser Arzt befand. Als wir ankamen, war ich sehr verunsichert. Tausende von Männern und Frauen standen in vier verschiedenen Schlangen für die ärztliche Untersuchung mit dem Ziel: Das Land zu verlassen. Männer und Frauen standen getrennt und als ich mich mit der netten Frau, die mir geholfen hatte, hinten in einer Reihe anstellte, sahen wir, wie einige Frauen vor uns sich mit einer Nadel in die Finger stachen. Das Blut was raus lief, haben sie sich an die Wangen und Lippen geschmiert um etwas Farbe im Gesicht zu haben.

Ich betete, dass alles gut lief und zum Glück erfüllte ich alle Anforderungen. Ich ging nach Hause. Gleich am nächsten Morgen würde ich Athen verlassen, meine Sachen vom Dorf nehmen und nach Patra fahren.

Ich packte die wichtigsten Sachen, da ich sehr wenig mitnehmen konnte. Alle im Dorf waren sehr traurig, dass ich das Land verlassen würde. Es tat mir sehr weh. Die Schmerzen fühlten sich an, als würde ich ein großes Loch in meiner Brust haben. Doch ich musste gehen, ich musste in dieses bestimmte Land. Schließlich wurde ich gerufen, um zu helfen das Land wieder aufzubauen. Als Gastarbeiter. Ich wollte nur einige Jahre in diesem fremden Land bleiben.

Meine Mutter und meine neun jüngeren Geschwister begleiteten mich bis zu diesem kleinen Halteplatz, wo der einzige Bus Richtung Patra fuhr. Jeder gab mir eine Kleinigkeit. Das meiste waren Lebensmittel aus unserem Dorf. In Patra würde ich mich noch von meiner großen Schwester verabschieden, da sie nach ihrer Hochzeit dorthin gezogen ist. Später würde ich als erstes die Fähre nehmen und später den Zug.

Es war ein sehr schwerer Abschied, da niemand wusste wann oder ob ich überhaupt wiederkommen würde.

Als ich in Patra angekommen war und aus dem Bus stieg, sah ich von Weitem meine Schwester, wie sie mir entgegen kam. Als sie vor mir stand, drückte sie mich ganz fest und mir fiel Folgendes auf: Als ich sie das letzte Mal sah, waren wir auf der Beerdigung meines Vaters und dieses Mal nahm sie Abschied von mir. Ich war zwar nicht gestorben, aber ich würde in ein fremdes Land reisen.

Sie zeigte mir ihr neues Haus, das erst halb fertig war, aber trotzdem wunderschön aussah. Ich gönnte es ihr. Meine Schwester, so wie meine ganzen anderen Geschwister auch hatten ein sehr großes Herz. Nicht nur für mich, sondern für jeden. Sie behandelten niemanden mit Unrecht. Sie kochte für mich und ihren Mann, der gleich von der Arbeit kommen würde und ich half ihr dabei.

Nach dem Essen, machten wir uns auf dem Weg zum Hafen. Ich wollte noch unbedingt an der Kirche vorbei fahren und eine Kerze anzünden. Doch dafür war es jetzt zu spät. Wir waren angekommen. Ich verabschiedete mich von den beiden und wollte gehen, damit es nicht noch schwerer für mich wird. Meine Schwester gab mir ein kleines Päckchen mit einem kleinen Wörterbuch mit selbstgestrickten Handschuhen, eine dazu passende und selbstgestrickte Mütze mit einem Schal. Sie sagte:

‟Da wo du hinfahren wirst, soll es sehr kalt sein. Ich möchte, dass du auf dich aufpasst und genauso wiederkommst wie du jetzt bist…”

Ich sagte nichts, weil es mir einfach so schwer fiel zu reden. Als ich mich umdrehen wollte um in die Richtung der kleinen Hütte zu gehen, wo ich mir einen Schein kaufen musste, griff sie nach meinem Arm und sprach weiter:

‟…Du musst wissen, ich bin sehr stolz auf dich! Du hast diesen Ehrgeiz von Vater. Er hat auch immer alles getan, nur damit es uns gut geht. Ich möchte, dass du mir immer Briefe schreibst, ich werde für dich jede Nacht beten. Ich weiß, dass du zur Kirche gehen möchtest um eine Kerze an zu machen. Das werde ich für dich tun. Jeden Sonntag.”

Ich fiel ihr wieder in die Arme. Ich wollte nicht gehen. Ich wollte meine Familie nicht zurücklassen nur um Geld zu verdienen. Doch ich musste. Ich hatte keine andere Wahl!

Ich drehte mich um und sah von Weitem den Mann von den deutschen Behörden. Ich ging zu ihm. Da ich nicht die einzige Eingeladene war sagte er einfach:

‟Bleiben Sie bitte alle dicht zusammen! Gehen Sie während der ganzen Reise nicht weit weg”

Dies war der Beginn meiner langen Reise und der Anfang von meinem neuen Leben.

Ein lauter Glockenklang weckte mich auf.

‟ Siderno. Siderno ” rief der Kapitän mehrere Male hintereinander. Ich saß während der ganzen Zeit auf einem engen Stuhl und mein Kopf war an etwas Hartes angelehnt. Ich merkte, wie alle Passagiere die Fähre verließen und meine Gruppe wartete nur auf mich. Ich nahm mein Koffer und folgte ihnen.

Ein großer Bus fuhr uns zum Bahnhof. Von dort aus wurden wir aufgefordert in einen Zug zu steigen, der uns nach München fahren würde. Die Zugfahrt war unendlich lang. Es sollte ein ganzer Tag und eine ganze Nacht dauern. Der Zug an sich war dunkelgrau von außen und hatte sieben Waggons. Wir stiegen alle zusammen in ein vorgegebenes ein. Schließlich durften wir uns nicht trennen. Im Zug gab es abgetrennte Kabinen. In jede Kabine passten vier Leute rein. Jeweils zwei Sitze lagen sich gegenüber, sie waren mit weinrotem, abgenutztem Leder überzogen und boten trotz Nackenlehne keinerlei Komfort und noch strahlte durch das Fenster die Sonne. Männer und Frauen wurden wieder voneinander getrennt und dementsprechend saß ich mit drei weiteren Frauen in einer Kabine.

Wir unterhielten uns über viele verschiedene Sachen. Jede von uns war anders aufgewachsen, doch wir hatten alle den gleichen Grund in diesem Zug zu sitzen. Wir teilten dasselbe Schicksal.

Eine von ihnen ließ ihr Kind zurück, das gerade mal zwei Monate alt war. Als ich das hörte, merkte ich, wie blass ich im Gesicht wurde.

Als die Dunkelheit eintraf, waren die zwei Frauen von der gegenüberliegenden Seite eingeschlafen. Ich wunderte mich, wie das nur gehen konnte. Wie konnten zwei Frauen friedlich schlafen, obwohl sie nicht wussten wo sie hinfahren und was sie erwarten wird? Ich hatte ein ganz mulmiges Gefühl im Bauch. Außerdem waren die Sitze, auf denen wir saßen, sehr unangenehm und alt. Teilweise waren sie durchlöchert. Kurze Zeit später war auch die Frau neben mir eingeschlafen.

Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen. Ich stellte mir vor wie es sein wird, wenn wir angekommen sind. Ob es schneien oder regnen wird? Oder wird es einfach nur kalt sein? Es waren viele Fragen in meinem Kopf. Manchmal guckte ich vergeblich aus dem Fenster, in der Hoffnung etwas erkennen zu können. Oder ich versuchte mir auszumalen wie die anderen Frauen sich das vorstellten. Ich hatte Hunger. Durst hatte ich auch. Das letzte Mal als ich etwas in meinen Mund genommen hatte, waren wir noch in Griechenland und das musste mittlerweile vor fast 24 Stunden gewesen sein.

20.01.1971

Am nächsten Morgen sah ich kaum etwas draußen aufgrund des ganzen Schnees. Alles war weiß. Es war so schön, schließlich hatte ich noch nie vorher so viel Schnee gesehen. Plötzlich kam eine ganz fremde Frau in unserer Kabine, die ich zuvor noch nie gesehen hatte. Sie trug mit beiden Händen ein Tablett, das sie an eine der Frauen von gegenüber gab. Sie ging raus und wir restlichen Drei sahen, was auf dem Tablett war. Eine Tasse mit Kaffee und daneben ein Teller mit einem Gebäck drauf. Ich hatte schon mal davon gehört, es war ganz bekannt. Jedoch wusste ich nicht wie das hieß. In dem Blick der anderen beiden Frauen erkannte ich den Neid. Doch wir bekamen auch jeweils ein Tablett mit den gleichen Sachen.

Ich konnte nicht wirklich sagen, wie lange es dauerte bis wir ankamen. Mir kam es so vor, als wären wir tagelang in diesem Zug. Wir wurden von dem Mann, der sehr schlechtes Griechisch sprach, aufgefordert auszusteigen, sobald der Zug anhielt.

Wir zogen unsere Jacken an und ich packte das Päckchen mit den gestrickten Sachen aus, da ich sah, dass es draußen eiskalt sein musste. Ich stieg aus dem Zug und spürte die Kälte. Es kam mir vor, als wäre ich in einem Haufen mit tausend Nadeln getreten. Im selben Moment wehte ein starker und kalter Wind in mein Gesicht. Der Schnee reichte mir fast bis zu den Knien. Viele Menschen stiegen aus dem Zug aus und ich hörte, wie einige von ihnen miteinander redeten. Sie sprachen italienisch, glaube ich.

Ich hatte ein wenig am Hafen mitbekommen und das, was ich in diesem Moment hörte, war genau gleich. Dann hörte ich noch Gemurmel in einer ganz anderen Sprache. Es mussten Leute aus ganz Europa hier sein.

Nach langem Warten in der Kälte wurden wir in verschiedenen Gruppen eingeteilt. Die Gruppe, in der ich war, ging als erstes los. Wir blieben am Bahnhof, jedoch wechselten wir das Gleis. Wir stiegen in einen weiteren Zug ein. Diesmal hatten wir keine Kabinen, sondern es gab vier verschiedene Reihen und in der Mitte einen Gang. Ich versuchte einen besseren Sitzplatz als eben zu finden und ging einige Meter bevor ich einen fand. Ich setzte mich hin und versuchte es mir einigermaßen gemütlich zu machen. Naja, zumindest habe ich versucht es mir einzureden. Hier waren die Sitze blau mit grünen Punkten. Der Zug fuhr los.

Nach jeder Haltestelle kam ein Mann zu mir und kontrollierte unsere Ausweise. Er guckte mich kurz an, wahrscheinlich um das Bild mit mir zu vergleichen, nickte zufrieden, überreichte mir meinen Ausweis wieder und ging.

Ich wusste nicht genau wo wir waren. Das einzige, was ich wusste, war, dass wir mittlerweile weit von München entfernt sein mussten, da wir schon lange unterwegs waren.

Ich merkte, wie der Zug nach jeder Haltestelle langsam leerer wurde. Woher wussten all die Leute wo sie aussteigen sollten?

Als ich mich darüber wunderte, kam wieder dieser Mann und wollte wieder meinen Ausweis sehen. Ich war mir nicht sicher, wie oft er ihn schon gesehen hatte. Sieben Mal? Acht Mal? Aber diesmal versuchte er mir irgendetwas zu sagen:

‟Sie müssen beim nächsten Halt aussteigen.”

Ich glaube, die Verwirrung stand mir ins Gesicht geschrieben. Er versuchte sich so auszudrücken, dass ich ihn verstand.

‟Sie müssen jetzt aus-stei-gen.”

Das letzte Wort betonte er besonders. Es musste wahrscheinlich wichtig sein. Mir fiel das Wörterbuch in der Tasche ein, das meine Schwester mir geschenkt hatte. Ich holte es raus und reichte es ihm. Er blätterte ein paar Mal und zeigte mir dann ein Wort. Als ich die Übersetzung las, sprang ich auf, zog meine Jacke aus und ging Richtung Tür. Er sagte nur noch:

‟Warten Sie hier, es wird jemand kommen und sie abholen.”

Ich verstand kein einziges Wort und stieg trotzdem aus.

Eine Frau, die mit mir ausgestiegen war, sah mich an und sagte auf Griechisch:

‟Der Man hat zu uns gesagt, wir sollen hier auf jemanden warten, der uns abholen kommt.”

‟Du kannst die Sprache?”

‟Naja, ein bisschen. Ich war letztes Jahr für einige Monate hier. Bin zurückgefahren, weil meine Mutter schwer krank geworden ist.”

Ich lächelte sie nur an, weil mir nichts einfiel, was ich darauf sagen konnte. Erst stellte sie sich vor und dann ich. Sie fragte mich warum ich hergekommen war und was ich mir vorgestellt hatte. Eine kurze Zeit später sah ich von Weitem einen Mann, der auf uns zukam.

‟Guten Tag meine Damen, Willkommen in Hannover. Ich bin Herr Sidiris, sind Sie Frau Bouzala und Frau Papadopoulous?” fragte uns der Mann auf Griechisch. Er schien sehr sympathisch zu sein

‟JA!” antwortete die Frau überzeugt. Ich nickte nur.

‟Na dann, kommen Sie bitte mit mir. Ich werde Sie zu Ihrem Wohnheim bringen und ihnen dort alles zeigen.”

Wir folgten ihm und gingen zu einem Auto. Sehr schnell waren wir angekommen.

Am Wohnheim angekommen zeigte er uns ein Zimmer mit einem Bett, welches wahrscheinlich zusammengebaut war. Eins oben und eins darunter. Sowas hatte ich noch nie zuvor gesehen.

‟Ihre Arbeit fängt um 8 Uhr an. Frühstück gibt es von 7 bis 7:30 Uhr. Mittagessen in der Mittagspause, die von 12:30 bis 13:30 Uhr geht. Feierabend haben sie um 17 Uhr und danach gibt es Abendessen von 18 bis 19 Uhr.”

24.01.1971

Ich lag krank in meinem Bett. Ich war allergisch gegen die Stoffe, mit denen wir arbeiteten. Meine Zimmergenossin half mir dabei mit unserem Abteilungsleiter zu sprechen, um mich woanders hin zu versetzen. Ich sollte morgen von jemandem abgeholt werden.

30.01.1971

Ich wurde in einem kleinen Ort mit dem Namen Neuss versetzt. Hier war es auf jeden Fall besser als in Hannover. Es gab Einzelbetten und ich war nicht gegen die Stoffe allergisch.

26.03.1971

Ich lernte nach einiger Zeit viele Leute kennen, die aus unterschiedlichen Ländern waren. Ich lernte, wie man einkaufen geht und meinen ersten Brief an meine Schwester hatte ich auch schon geschrieben. Ich hatte eine Freundin, die mir sehr nahe stand. Sie bat mir sogar an bei ihr zu wohnen. Was ich auch tat. Wir gingen oft spazieren und redeten sehr viel miteinander. Aus Spaß sagte sie dann zu mir:

‟Wenn du mal heiraten solltest, werde ich deine Trauzeugin.”

Ich dachte nie darüber nach zu heiraten. Sondern eher nach einiger Zeit zu meiner Familie zurück zu kehren.

‟Komm, ich muss dir jemanden vorstellen.”

Ohne etwas zu sagen, folgte ich ihr. Wen wollte sie mir vorstellen?

Wir gingen in ein Café, in dem nur Männer saßen. Ich schämte mich sehr. Sie ging auf zwei Männer zu und begrüßte sie.

‟Hallo. Kann ich euch jemanden vorstellen? Das ist Trissevgeni, sie ist eine Gastarbeiterin aus unserem Heimatland.”

Sie drehte sich in meine Richtung und sprach weiter:

‟Das ist Petros, mein großer Bruder und das ist Konstantinos, ein sehr guter Freund von ihm.”

Petros lächelte mich an und Konstantinos reichte mir seine Hand. Ich blieb mal wieder wie angewurzelt stehen.

‟Es freut mich, Sie kennenzulernen.” kam aus Konstantinos Mund. Ab diesem Tag wollte ich heiraten.

22.09.2008

‟Wir heirateten, bekamen erst deine Tante, dann deinen Papa und er lernte deine Mama kennen und bekam dann dich. Gute Nacht, schlaf gut und träum süß, es ist schon sehr spät. Du hast zwar heute Geburtstag, aber morgen ist trotzdem Schule und ich möchte nie mehr hören, dass du nicht zur Schule gehen möchtest. Sowas ist Gottes Geschenk. Merke es dir!” sagte ich und gab meiner Enkeltochter einen Kuss auf die Stirn.

‟Och Oma, es war gerade so spannend. Erzähl mir bitte noch mehr. Ich werde dir ab sofort versprechen, dass ich immer gerne zur Schule gehen werde. Nur um dich glücklich zu machen.”

Ich musste grinsen, ich gab ihr noch einen Kuss und wünschte ihr noch eine gute Nacht. Ich verließ das Zimmer, knipste das Licht aus und ging ebenfalls in mein Bett.