Foto 2-5Unsere zweite Frage zur Bouillon an Dr. Kamp:

Stadtteilbüchereien und Zentralbibliothek – ist das für Sie wie eine Familie mit konkurrierenden Geschwistern? Braucht eine Stadt wie Düsseldorf so viele Bibliotheken?

Dr. Kamp: „Der Begriff Familie ist sehr gut gewählt. Zentralbibliothek und Stadtteilbüchereien ergänzen sich in einem Gesamtsystem wie ältere und jüngere Geschwister. Konkurrenten sind sie allerdings nicht. Dafür sind sie auch zu unterschiedlich.

Zur zweiten Frage: Braucht eine Stadt wie Düsseldorf so viele Bibliotheken? Unbedingt Ja! Wie in vielen anderen Kommunen wurde in Düsseldorf Mitte der 90er Jahre die Frage von Zentralität und Dezentralität für Bibliotheken auch unter finanziellen Gesichtspunkten politisch diskutiert. Die Entscheidung zugunsten der Dezentralität – also für den Erhalt von Standorten – war im Nachhinein richtig und weise. Man denke nur an die älter werdende Gesellschaft, für die ein ortsnahes Angebot ideal ist. Für Kinder und Familien gilt dies natürlich auch.“

Advertisements