china1989 war nicht nur in Deutschland und Europa, sondern auch in vielen anderen Teilen der Welt ein folgenreiches Jahr.

In den drei Bänden der Graphic Novel „Ein Leben in China“ erzählen Philippe Ôtié und Li Kunwu, ein französischer und ein chinesischer Autor gemeinsam das Alltagsleben einer Familie in China von 1950 bis 2010. Die Auswirkungen der zahlreichen politisch motivierten Katastrophen und Terrormaßnahmen wie der größten von Menschen selbst verursachten Hungersnot in der Folge der Industrialisierungbestrebungen im „Großen Sprung nach vorn“ zwischen 1958 und 1961 oder des Terrors der „Kulturrevolution“ zwischen 1966 und 1976 auf das Leben dieser Familie werden ebenso erzählt wie die Auswirkungen der wirtschaftlichen Öffnung und Liberalisierung des Arbeits- und Handelsmarktes. Das Tian’anmen-Massaker am 4. Juni 1989, die blutige Niederschlagung der Reformbewegung mit ihren bis heute andauernden Folgen, wird in einer Reflexion der beiden Autoren über die Möglichkeit der Darstellung thematisiert, da es nicht unmittelbar von den Protagonisten erlebt wurde.

Alle drei Bände der Graphic Novel vermitteln mit ihren eindringlichen Zeichnungen in Schwarzweiß einen guten Einblick in das oft schmerzvolle, trotz vieler Hindernisse aber auch manchmal glückliche Leben einer chinesischen Familie in den letzten 65 Jahren.

Die drei Bände der Graphic Novel befinden sich unter der Signatur Icg Leben in der Zentralbibliothek.

Advertisements