Endlich Ferien! Unsere Tochter hat in den letzten Wochen schon gar nicht mehr in den Kindergarten gehen wollen, aber jetzt hat sie’s geschafft: drei Wochen ohne Kindergarten, ohne morgendliche Hetze, ohne Essen, was vorgeschrieben wird, ohne Rangelei um Spielzeug, … Dafür ganz viel Zeit mit Mama und Papa, morgens länger schlafen und abends später ins Bett gehen, zu Hause spielen (fast) soviel man will und tolle Ausflüge (außerdem fahren wir ein paar Tage ans Meer).

Waren Sie schon mal in einem Maislabyrinth? Wir haben im letzten Jahr diesen Tipp von einer Erzieherin bekommen. Also auf nach Leichlingen-Witzhelden. Landschaftlich wunderschön, in den Ausläufern des Bergischen Landes, schlängelt sich die Landstraße an Feldern und Wiesen vorbei. Beim Gasthaus „Rusticus“ gibt es einen Parkplatz und im angrenzenden Hofladen auch die Eintrittskarten für das Maislabyrinth. Einen kleinen Trick verrate ich noch: hier kann man auch Postkarten mit Luftaufnahmen vom aktuellen Labyrinth bekommen! Die Postkarten sind eine prima Orientierungshilfe – dann läuft man vielleicht nicht dreimal hintereinander in die gleiche Sackgasse (wie es uns im letzten Jahr gegangen ist). Wir fanden es richtig spannend durch das Maislabyrinth zu gehen. Oft sieht man nur ein paar Meter weit, weil es immer wieder um Kurven geht; man ist umgeben von fast durchgehend mehr als mannshohen Maispflanzen; ab und an hört man Stimmen oder trifft überraschend auf andere Besucher. Ich gestehe, dass mir auch diverse Szenen aus Horrorfilmen durch den Kopf gingen, die ich irgendwann vor langer Zeit mal gesehen habe („Kinder des Zorns“). Und immer wieder die Frage: wer oder was begegnet uns nach der nächsten Kurve? Wohin führt dieser Weg? Werden wir hier wieder rausfinden?

Die Betreiber des Maislabyrinths verstecken jedes Jahr auch noch Infostationen im Labyrinth. Mit diesen Informationen kann man Rätselfragen lösen und am Labyrinthquiz teilnehmen.

Der Mais wird übrigens im Herbst als Silofutter für die Kühe verwendet.

Und wer genug davon hat, durch den Mais zu irren, der kann am Kuhstall vorbeigehen, Kühe und Kälbchen gucken oder gemütlich im großen Biergarten oder im Lokal sitzen. Außer leckerem Essen und köstlichem Kuchen gibt es hier noch einen Spielplatz mit viel Wiese drum, einen schnuckeligen Hofladen und selbst gemachte Eiscreme (unbedingt probieren).

kaeseFür einen trockenen, ruhig nicht ganz so heißen Tag, ein idealer Ausflugsort. Und wer hinterher noch Informationen über Bauernhof und Kühe, Käseherstellung, Brotbacken oder die Kunst des Eisherstellens möchte, der kann dann an den bestimmt noch kommenden Regentagen in die Bücherei gehen und sich schlau machen. Zum Beispiel mit diesem Buch:

Warum hat mein Käse Löcher? / Anne-Sophie Baumann. Ill. von Didier Balicevic.  [Übers.: Annalena Heber]. – Freiburg, Br. : Velber, 2010. – 29 S. : überw. Ill.  ; 21 cm. –   (Meine ersten Sachgeschichten : Velber-Kinderbuch)     VB110021.    ISBN 978-3-8411-0021-4 Pp. : EUR 8.95 (DE), EUR 9.20 (AT), sfr 16.50 (freier  Pr.)     ISBN 3-8411-0021-X

4.3 X Kueche Warum

(rhg)

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