Hallo zusammen!

Wow, ich werde gerade selbst etwas von der Dramatik umgehauen, die aus der Überschrift trieft. Aber es ist wahr, die 12 Monate in Düsseldorf bei den Stadtbüchereien sind fast vorbei, heute ist mein letzter Arbeitstag.

Ich war gestern in der Zentrale, wo ich meine offizielle Verabschiedung bei der Direktion hatte und möchte die Abschiedstimmung, in die man mich geschmissen hat, nutzen, um noch mal allen auf Wiedersehen zu sagen.

In meinen Seminaren haben wir schon so ziemlich alles durchreflektiert. Was wir bei unserer Einsatzstelle hinterlassen, was wir mitnehmen, wie es für uns jetzt weitergeht etc.  Ich will das jetzt gar nicht so ausufern lassen, aber es zumindest kurz halten.

Wenn ich mein Jahr Revue passieren lasse, fallen mir viele Momente und Situationen ein. Die Stadtführung durch Flingern- Süd. Mein erster Besuch bei der Direktion (Chef, ohne eine Miene zu verziehen: „Und der Projektinhalt, Interkultur, interessiert Sie auch?“). Der riesige Sack mit Kissen in Bilk. Origami in Unterrath. Hoppelnde Häschen im Schnee (Hassels). Mein erstes (und bestes) „Frisch gepresst“ mit Frau Zacharieva Dabahar in Flingern. Die erste Führung mit einem Integrationskurs in der VHS. Italienischer Abend in Gerresheim.  Karibuni. Mein erster Besuch in Garath. Aufregung vor der Personalversammlung im Dezember (ich musste auch was sagen, vor ca. 100 Leuten!). Der erste unfreundliche Kunde. Pausenloses Telefonklingeln in der EDV. Die Stadtmaus und die Landmaus. Und und und….

Ich nehme aber nicht nur Erinnerungen mit. Während des FSJs habe ich nicht nur viel über die verschiedenen Bereiche und Aufgaben einer Bücherei gelernt, sondern auch einiges über mich selbst. Über meine Fähigkeiten, Stärken und Schwächen und über den Umgang mit anderen. Das klingt vielleicht ein bisschen komisch, aber mir hat die Arbeit an dem Projekt auch neue Impulse gegeben und mir noch mal die Selbstverständlichkeit vor Augen geführt, mit der wir ein ethnisch gemischtes Miteinander sehen sollten.

Deswegen noch mal ganz deutlich: Nein, mein Jahr war definitiv nicht langweilig! Nein, ich habe keine Zeit verschwendet, in der ich etwas „Sinnvolleres“ hätte tun können! Wenn ich die Wahl hätte, würde mich immer wieder dafür entscheiden.

Ich kann abschließend nur sagen, dass ich (eigentlich) jeden Morgen gerne zur Arbeit gekommen bin und mir grade die Vielseitigkeit (und das Herumfahren quer durch Düsseldorf) viel Spaß gemacht hat. Hätte nie gedacht, wie schnell ein Jahr umgehen kann und ich verlasse euch echt nur ungern und mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Vielen, vielen Dank an die Menschen, die mich so herzlich aufgenommen haben und die mir mit der Zeit wirklich ans Herz gewachsen sind. Ich finde gar keine Worte dafür, wie ich die Zeit bei euch beschreiben könnte (ich habe wirklich lange überlegt, wundervoll, toll, und super passen irgendwie nicht richtig), ich hoffe aber, ihr wisst trotzdem wie super, toll und klasse ihr seid! Und dass ich echt gerne da war!

So, jetzt ist aber Schluss, ich heule sonst gleich.

analinalastUnd noch mal vielen Dank für die Blumen 🙂

 

 

PS: Wie es jetzt für mich weitergeht? Ich fliege am 3. September mit einer Freundin nach Irland, „work and travel“. Die ersten drei Monate sind wir auf zwei Farmen, weiter ist noch nichts geplant. Gibt auch kein Rückflug-Ticket. JA, ich bin schon wahnsinnig aufgeregt!

 

 

 

 

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