ChildHallo,
ich/wir sind wieder da. Leider war unsere Tochter vermehrt krank in den letzten Wochen, daher kam ich nicht zum Schreiben, weil ich erstmal meine „normale“ Arbeit aufholen musste. Dafür durfte ich die „wunderbare“ Erfahrung machen, wie voll es Heilig Abend in der Notfall-Ambulanz für Kinder in diversen Krankenhäusern ist. Trotz Erkrankung haben wir aber Weihnachten und Sylvester angemessen gefeiert – soweit das mit Kind geht 🙂
Und nachdem unsere Tochter wieder halbwegs genesen ist und ihre enorm große iPad-Fixierung etwas nachgelassen hat, schaut sie nun wieder mit etwas größerer Begeisterung Bilderbücher. Sie ist jetzt ziemlich genau 3,5 Jahre alt. Bisher haben wir die Texte meistens frei erzählt und dabei kräftig gekürzt. Aber jetzt schafft sie es auf einmal, sich relativ lange Texte anzuhören, sogar mehrere Bücher hintereinander. Hurra! Jetzt können wir endlich „richtig“ Bilderbücher vorlesen.

Ihr Favorit sind seit einiger Zeit die Bücher von „Charlie und Lola“. Vor ein paar Jahren liefen die Filme davon bei der „Sendung mit der Maus“. Daher gibt es auch gaaanz viele Filme auf DVD oder youtube. Die Bücher beginnen alle mit dem gleichen Satz “Ich hab ’ne kleine Schwester: Lola. Sie ist klein und ziemlich komisch.“ (Sie werden also aus der Sicht des großen Bruders Charlie erzählt.) … und dann geht’s los. Das Besondere an den Charlie und Lola-Büchern ist zum einen der collagenhafte Stil der Bilder, der ein bisschen was vom Charme des Selbstgebastelten hat und zum anderen die kreativen Sprachgebilde. Um zu bekräftigen, dass sie etwas nicht möchte, sagt Lola zum Beispiel gerne „ich will aber niemals nicht…“ und bei positiven Dingen „apselut“ oder als Steigerung „apselut natürlich“.
„Wir können sehr gut auf deinen Hund aufpassen“ mussten wir schon ganz oft lesen. Lola wünscht sich sehr sehnlich einen Hund und darf schließlich zusammen mit ihrer Freundin Lola auf den Dackel Fritzi aufpassen, der Charlies Freund gehört. Dass es dabei zu einigen Pannen kommt, können Sie sich schon denken. Da wir keinen Hund haben und unsere Katze nicht mitspielen will, hat unsere Tochter einfach ihre alte Nachzieh-Ente aus Kleinkindtagen zum Hund auserkoren. Die Ente heißt jetzt „Fritzi“, ist natürlich ein Hund, muss fast überallhin mit und hat ein Körbchen. Das musste ich den Großeltern, die unsere Tochter auch vom Kindergarten abholen und den Nachmittag über betreuen dann erstmal erklären, um Verwirrungen zu vermeiden. Unsere Tochter hat wohl auch versucht der Oma ganz viel über ihren Fritzi zu erzählen, aber das war wohl etwas zuviel des Guten und die Oma hat irgendwann kapituliert und unsere Tochter nur noch erzählen lassen.

Aber Achtung: in einigen Büchern wird Lola seltsamerweise Pia genannt, sieht trotzdem genau wie Lola aus und benimmt sich auch genau so. Da müssen wir immer sehr aufpassen, dass wir Charlies Schwester beim Vorlesen auch Lola nennen. Mich würde sehr interessieren, was der Verlag sich dabei gedacht hat. (hg)

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