aidswelttagHallo zusammen!

Heute gibt es von mir ausnahmsweise keinen Blog über meine Arbeit, sondern einen zu einem aktuellen Thema.
Am Samstag, dem 1. Dezember ist Welt- Aids- Tag! Diesen Tag gibt es seit 1988, also schon 24 Jahre. Organisiert wird er jedes Jahr von der UNAIDS  (der AIDS-Organisation der Vereinten Nationen).
Natürlich wird weder die Existenz noch die Verbreitung von Aids an diesem Tag gefeiert. Der Welt- Aids- Tag ist auch kein Gedenktag, da das Virus noch immer präsent ist. Es handelt sich mehr um einen Tag der Solidarität und der bewussten Wahrnehmung. Man soll sich daran erinnern, dass es da etwas gibt, das jedes Jahr Menschenleben kostet, etwas, für das es bisher immer noch kein Heilmittel gibt.

Das Thema „Aids“ wird oft und gerne in der Schule besprochen oder von den Medien aufgegriffen. Gerade in ärmeren Ländern und Regionen breitet sich das Virus schnell aus, was Konsequenzen für die Bevölkerung und ihre Entwicklung hat. Aber nicht nur im typischen Beispiel Afrika, auch in Europa und Deutschland steigen die Zahlen der Infizierten. Hier kommt es durch medizinische Versorgung zwar meist nicht zum Ausbruch der Krankheit, dennoch sollte man nicht vergessen, dass wir trotzdem noch lange nicht sicher vor Ansteckung sind.

Auf dieses Risiko wird oft hingewiesen. Zusätzlich zur öffentlichen Aufklärungsarbeit hat jeder noch die Möglichkeit, sich selbst eingehend über die Krankheit zu informieren. Vielleicht, weil man selbst oder jemand aus dem persönlichen Umfeld betroffen ist oder vielleicht auch einfach, weil man Interesse hat und die Betroffenen besser verstehen möchte. In jedem Fall haben die Stadtbüchereien entleihbare Medien zu dieser Thematik. In der Zentralbibliothek stellen wir sogar ein paar davon aus.

Hier noch ein paar Buchtipps (die ihr auch alle bei uns finden könnt):

„Sie nennen mich Smiley“ von Zanele & Bruni Prasske
Zanele wurde ausgesetzt, da war sie ungefähr drei Jahre alt. Ihre Eltern kennt sie nicht. Sie trägt den Aids-Virus im Blut, seit sie neun ist, vergewaltigt von ihrem sogenannten Pflegebruder. Ab da schien ihr Leben vorgeprägt durch Gewalt, Armut, Krankheit, frühen Tod. Doch das Mädchen setzte sich zur Wehr, brach das Schweigen, klagte an, fand ein neues Zuhause in einem katholischen Waisenhaus und lernte etwas völlig Neues kennen: Hoffnung. Sie lebt im steten Gedanken ab ihren Tod, und erlernt einen Beruf. Sie weiß, welche Gefahr sie für andere darstellt, und verliebt sich. Wie weit darf sie gehen? Wie offen kann sie sein – in Südafrika, einer Gesellschaft, die von der Pandemie Aids stärker geprägt ist als jede andere und die Gefahr doch immer noch totschweigt

„Die großen Mütter“ von Christoph Gödan
In weiten Teilen Afrikas pflegen sie ihre schwerkranken Töchter und Söhne. Sind diese gestorben, so ziehen sie ihre Enkelkinder auf. 30 Prozent aller Haushalte in Subsahara- Afrika werden inzwischen von alten Menschen gemanagt, obwohl sie selbst zu den Ärmsten der Armen gehören. Der Fotograf Christoph Gödan war zwei Monate in der tansanischen Provinz Kagera und in den Townships der Industriemetropole Durban in Südafrika unterwegs. Dort besuchte er von Aids betroffene Familien. Neben Porträtfotografien entstanden dabei Interviews mit alten Frauen, die erzählten, wie die Immunschwächekrankheit das Leben ihrer Familie verändert hat und von welchen Schwierigkeiten ihr alltäglicher Überlebenskampf geprägt ist.

„HIV und Aids- Eine Krankheit verändert die Welt“ von Sonja Weinreich und Christop Benn
Vieles hat sich in den letzten Jahren in Bezug auf HIV und Aids geändert: Es gab große Fortschritte in der Durchführung und Finanzierung von umfassenden Aids-Programmen selbst in den ärmsten Ländern und sehr viel mehr Menschen erhalten eine lebensverlängernde antiretrovirale Behandlung. Nach wie vor bleibt die HIV-Epidemie aber eine weltweite Krise – Millionen Menschen sterben daran und Millionen infizieren sich. Das Buch vermittelt Hintergründe und Daten zum gegenwärtigen Stand der HIV-Epidemie und was gegen die weitere Ausbreitung getan wird und getan werden kann. Umfangreiche Literaturhinweise machen die Weiterinformation einfach.

„Love ist he cure“ von Elton John
Das erste Buch von Poplegende Sir Elton John: über seine persönlichen Erfahrungen mit Aids und sein Engagement gegen die Epidemie: „1980, als die ersten Aidsfälle bekannt wurden, war ich drogenabhängig und führte ein selbstzerstörerisches Leben. Es ist ein wahres Wunder, dass ich mich nicht infizierte. In jenen Jahren verlor ich durch die Krankheit Dutzende von Freunden. In diesem Buch erzähle ich ihre und meine Geschichte. Das Immunschwächesyndrom zu bekämpfen wurde zur vordringlichsten Mission seines Lebens.“

„Ich sterbe, aber die Erinnerung bleibt“ von Henning Mankell
Henning Mankell ist nach Uganda gereist, um mit Aidskranken und deren Angehörigen zu sprechen. Entwicklungshelfer unterstützen die Eltern dabei, Memory Books für ihre Kinder zu verfassen: Erinnerungsbücher, kleine Hefte mit eingeklebten Bildern und Texten. Denn was können Kinder über ihre Eltern erzählen, wenn sie bei ihrem Tod noch zu klein waren, um sich an sie zu erinnern? Wie sollen junge Waisen erfahren, wer ihre Eltern waren, wer sie selbst sind, woher sie kommen?

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