Hallo und so weiter!

Die 11. Woche meines Freiwilligen Sozialen Jahres hat begonnen. Wider manchen Erwartungen einiger Freunde und Bekannter  bin ich noch nicht vor Langeweile gestorben und mir gefällt es hier immer noch. Aber mein Job ist ja auch sehr abwechslungsreich und angenehm. Seltsamerweise haben doch einige ein eher trockenes Bild von der Arbeit in der Bücherei.
Jetzt zum Wochenrückblick, der diesmal zwei Wochen umfasst. Das liegt daran, dass ich mir in der letzten Woche den Freitag freigenommen habe und so ein schönes, langes Wochenende hatte. Es hat sich also angeboten, für den Blog die letzten beiden Wochen zu kombinieren.
Am vorletzten Freitag (26.10.) fand in der Kinder- und Jugendbücherei der Zentralbibliothek eine Kinderveranstaltung statt. Wir hatten zu Gast: Karibuni!!! Eine musikalische Reise um die Welt, bei der die Kinder mitsingen und mittanzen durften. Wir waren z.B. in Afrika, bei den Indianern und auch in Australien („Bring das Känguru mit- Pitt!“). Durch einfache Refrain-Texte und leichte Choreographien konnten alle miteinbezogen werden. Interkulturell waren dabei nicht nur die Musikbeiträge sondern auch das Publikum. Den Kindern und mir hat es auf jeden Fall sehr gefallen und ich freue mich schon auf Ende Januar, da sind Karibuni nämlich in Flingern (und ich natürlich auch!).
Seit letztem Mittwoch bin ich regulär im Lektorat für die Untergruppen Medizin und Naturwissenschaften, wo ich auch vorher schon bei Bestellungen geholfen habe. Freut euch also schon mal auf viele, schöne, neue Sachen. Die haben allerdings einen weiten Weg, bis sie im Regal landen. Man nennt diesen Weg durch  verschiedene Abteilungen auch „Geschäftsgang“ und ist gerade dabei, ihn mir zu erklären (das ist aber etwas zu viel für den Blog). Fakt ist, einige Bestellungen sind schon da, liegen hier gerade auf dem Tisch und warten auf ihre Signatur und die weitere Bearbeitung im Katalog und der Buchbinderei.
Ansonsten ist da noch der Auskunftsdienst, immer wieder eine Freude. Besonders, wenn man zu irgendwelchen fachspezifischen Sachen (z.B. dem Pareto-Prinzip)
gefragt wird, die man noch nie gehört hat und von denen man auch nicht weiß, wie sie geschrieben werden. Oder zu Bildern, die doch eventuell in irgendeinem Buch drin sein könnten. Es ist leider nicht so einfach, ein Buch mit einer Zeichnung eines Herzens im Stil der Renaissance zu finden, da dies ja theoretisch an verschiedenen Standorten (z.B. Anatomie in der Kunst oder der Medizin) stehen könnte. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich mich langsam etwas besser zurecht finde und mir die Auskunft dementsprechend auch mehr Spaß macht.
Ein anderes Highlight meiner letzten Woche war der Probelauf einer Rechercheübung für die Sekundarstufe I. Wer denkt, man zeigt denen eben mal die Räume und die Automaten, der irrt, allein die Vorbereitung für so eine Führung ist zeitaufwendig und muss gut durchdacht werden. Das sieht man auch daran, dass sie zuerst mit dem eigenen Personal geübt wird bevor man den Kindern am Ende noch unlösbare Aufgaben gibt. Die sollen ja auch was dabei lernen. Übrigens werde ich mich wohl die nächsten Wochen etwas genauer mit den Führungen auseinandersetzen und die verschiedenen Prinzipien dahinter kennenlernen.
Am Dienstagabend (30.10) hatten wir auch wieder eine Veranstaltung, eine musikalisch begleitete Lesung. Gelesen wurden „Die Zimtläden“ des bereits verstorbene Autors Bruno Schulz; gelesen hat Bernt Hahn und die musikalische Begleitung erfolgte durch den Klarinettisten und Komponisten Theo Jörgensmann. Eingeleitet wurde die Veranstaltung von Dr. Bastian Fleermann, Leiter der Düsseldorfer Mahn- und Gedenkstätte.
Die Veranstaltung war recht anspruchsvoll, Unterhaltung auf hohem Niveau. Ich persönlich fand die Ausschnitte gut vorgetragen, auch wenn es mir abends um 20:00Uhr etwas an Konzentration für das Gelesene mangelte. Aber so ist das: das vielfältige Programm spricht eben unterschiedliche Menschen an.
Die nächste Veranstaltung findet übrigens nächsten Dienstag statt. Eine Lesung von Lena Gorelik „Sie können aber gut Deutsch!“, um 20 Uhr hier in der Zentralbibliothek. Ich habe mal in das Buch reingelesen und bin echt angetan und gespannt.

So weit, so gut. Macht´ s besser! 🙂

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