Reading Room „Humanities 1“

An meinem zweiten Dienstag habe ich zwei Stunden in einem der 11 „reading rooms“ verbracht. Diese sind für Leser nur zugänglich, wenn Sie ihren Mitgliedsausweis vorzeigen.
Die Leseräume dürfen nicht mit Jacken oder Mänteln sowie mit Taschen betreten werden.
Hierfür gibt es extra Spinde und eine Garderobe.
Außerdem verboten sind: Getränke, Lebensmittel, Stifte (Mit der Ausnahme von Bleistiften) sowie auf laut gestellte Handys.
Wenn man möchte, kann man aber seinen eigenen Laptop zum Arbeiten mitbringen.
Wer seinen Geldbeutel, das lautlose Handy, Bleistifte, Notizzettel oder den eigenen Laptop mitbringen möchte, bekommt an der Garderobe eine durchsichtige Tragetasche, damit man jederzeit sehen kann, ob der Leser ein Buch der Bibliothek eingesteckt hat.
Möchte ein Leser ein Buch bestellen, so kann es bis zu 70 Minuten dauern, bis das Buch bei ihm angekommen ist.
Ein Leser kann bis zu 10 Bücher täglich bestellen und sich maximal 6 Bücher für 3 Tage reservieren lassen.
Es besteht außerdem die Möglichkeit, sich von Zuhause aus Bücher in einen Reading Room zu bestellen. Um diese dann am nächsten Tag lesen zu können, muss die Bestellung vor 16 Uhr geschehen.

Die Bibliothek von innen in Boston Spa

Möchte ein Leser ein Buch aus Boston Spa, so dauert dies maximal 48 Stunden.
Da die British Library keine Bücher ausleiht, besteht die Möglichkeit einige Kapitel zu kopieren.
Hierfür benötigt man allerdings eine Kopierkarte.
Zwischendurch habe ich immer wieder an der Bestellung von deutschen Büchern gearbeitet.

Mein Fazit für das Praktikum:
Ich kann es jedem wirklich, wirklich, wiiiirklich! nur empfehlen, ein solches Praktikum zu absolvieren.

Ich wurde überall herzlich empfangen, habe nicht eine unfreundliche Person getroffen und auch, wenn ich mal Probleme mit der Sprache hatte, wurde mir sofort alles mit Händen und Füßen erklärt.

Ich bin sehr dankbar für die Erfahrungen und Eindrücke, die ich dort sammeln konnte – auch, wenn ich nun weiß, dass ich mich nie mehr alleine in ein Flugzeug setzen werde, Flugangst lässt grüßen!
Vielleicht würde ich aber jedem den guten Tipp geben, ein wenig mehr Zeit einzuplanen. Zwei Wochen waren (trotz Heimweh) schon ziemlich kurz und leider hatte ich auch nicht die Möglichkeit, viel von London selbst zu sehen.
Aber wenn es danach gehen würde, wäre ich wahrscheinlich gar nicht wiedergekommen, es gibt so viele Ecken und Straßen in London die es für mich noch zu besichtigen gibt.

 

Die London Library

Im Dezember 2012 werde ich wieder, diesmal allerdings privat (und mit dem Bus), nach London reisen.
Dort treffe ich mich dann auch mit den ehemaligen Kollegen, zu denen ich noch einen guten Kontakt habe.

Danke, für die tolle Zeit!

Lena

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