Bonjour Ensemble!

Um das Klischee einer interkulturellen Mitarbeiterin komplett zu machen: Ich war am Wochenende in Paris! Zumindest am Samstag. Ein- Tages- Ausflug mit dem Jugendreisebus. Man gönnt sich ja sonst nichts. Und Frankreich ist doch ums Eck.
Aber bevor ich hier alle Einzelheiten erzähle oder einen Reisführer schreibe, ziehen wir doch die Parallele zu meiner Arbeit. Obwohl ich vier Jahre in den Genuss von Französischunterricht kam musste ich feststellen, dass mein ach so großes Vokabular plötzlich auf wenige Brocken zusammengeschrumpft war und ich mit meinen Kommunikationsversuchen ein doch eher verzweifeltes Bild abgegeben habe. Offenbar so verzweifelt, dass man sofort dazu überging, mir auf Englisch zu antworten. Die Erweiterung meine Französischkenntnisse blieb also leider aus, dennoch  habe ich eins mitgenommen: Es ist ziemlich blöd, wenn man sich nur schlecht verständigen kann. Und man ist dankbar über jedes gedruckte oder gesprochene Wort, das man versteht.
So viel  zu meinem Wochenende und zurück zum eigentlichen. Letzte Woche hatten wir ein Seminar über Interkulturelle Kompetenz. Sollte uns Bibliotheksmitarbeiter noch mal sensibilisieren und uns einiges in Erinnerung rufen, was man beim Umgang mit Menschen mit Integrations- oder Migrationshintergrund beachten sollte. Um anschließend zu beweisen, wie offen und tolerant wir sind, haben wir eine Moschee und einen russischen Verein, AVP (Akzeptanz, Vertrauen, Perspektive) besucht.  Meiner Meinung nach das Interessanteste an dem guten Seminar. Kann ich auch nur weiter empfehlen (am 3. Oktober ist Tag der offenen Moscheen), hilft auf jeden Fall, Vorurteile loszuwerden. Zumindest wenn man bereit ist, sich von ihnen zu trennen. Die meisten sind über ein offenes Gespräch nämlich sehr froh und dankbar und auch jederzeit bereit, jede ernsthafte Frage zu beantworten. Genau wie die Franzosen jederzeit bereit waren, uns die richtige Metro zu zeigen.
Ansonsten hatten wir noch eine Projektbesprechung und waren auf den 30. Geburtstag des Stadtladens der Diakonie in Flingern eingeladen. Leider haben wir den Raum nicht auf Anhieb gefunden und unser Aufenthalt war etwa so lang wie unsere Suche.
So weit, so gut, die Arbeit geht weiter. Salut!

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