Nachdem ich in den letzten Artikeln der Reihe SOS die eher deftigeren Titel angeprangert habe, soll es jetzt nunmehr um die Weichgespülten gehen. Denen unter Euch, die vom Geiste her nie aufgegeben haben, die Welt ein Stückchen besser zu machen, ist dieser Artikel hier gewidmet. Unser Bestand gibt da mannigfaltige Anregungen:
Alicia Silverstone macht mit dem Buch „Meine Rezepte für eine bessere Welt“ hier den Anfang. Sie beschreibt den Inhalt ihres Kochbuchs mit „bewusst genießen, schlank bleiben und die Erde retten mit 120 veganen Rezepten“. Kochen und essen für den Weltfrieden? Okay 😉
Noch ein Stück ungewöhnlicher versucht Josie Jeffrey die Welt zu retten. „Mit Samenbomben die Welt verändern: für Guerilla-Gärtner und alle, die es werden wollen“. Durch wildes Begrünen der grauen Städte alles besser machen? Anscheinend möglich!
Und jetzt mal alle Frauen aufgepasst! Die einfachste (und schönste?) Art seinem Gewissen Genüge zu tun: „Shopping hilft die Welt verbessern“. Perfekt! Ich bin überzeugt! Ich werde ein Gutmensch!
Man kann es wohl auch intellektueller haben. „Social Marketing für eine bessere Welt“ ist ein Praxishandbuch für Politik, Unternehmen und Institutionen. J.F. Rischard startet den „Countdown für eine bessere Welt“ und bietet damit Lösungen für 20 globale Probleme. Gut zuzureden versucht uns Franz Alt mit dem Buch „Eine bessere Welt ist möglich
Wer und was alles die Welt verändern kann, ist wirklich unglaublich!
Was in meiner Branche alle glauben: „Bücher, die die Welt verändern“. Aber auch „Sechs Pflanzen verändern die Welt“. Bei den besagten Wunderpflanzen handelt es sich laut Henry Hobhouse übrigens um Chinarinde, Zuckerrohr, Tee, Baumwolle, Kartoffeln und den Kokastrauch. Ich kann nicht erklären, warum es gerade diese sechs sind. Ihr müsst das Buch schon selber lesen, um herauszufinden, ob es sich lohnt, den Autor vielleicht mit Josie Jeffrey (die mit den Samenbomben) zusammen zubringen.

Hier jetzt etwas, das wahrscheinlich weder Wirtschaftswissenschaftler, noch sonst einer meiner Leser bezweifelt: „Ökonomen verändern die Welt“ und „Maschinen verändern die Welt“.
In etwas vorsichtigem Konjunktiv schlägt Rupert Sheldrake „Sieben Experimente, die die Welt verändern könnten“ vor. Er möchte damit – laut Untertitel – zur Revolutionierung des wissenschaftlichen Denkens anstiften. Etwas praktischer kommt da das Buch von Ulrich Hoffmann daher: „1000 Ideen, täglich die Welt zu verbessern“. Die Jugendversion davon scheint das hier zu sein: „500 junge Ideen, täglich die Welt zu verbessern“ von Daniel Westland.
Also, ich hoffe, ich habe ausreichende und für jedes Individuum passende Möglichkeiten dargestellt, die Welt zu einer besseren zu machen.
Damit endet auch vorerst diese kleine Reihe SOS. Vorschläge zu neuen Themen oder Anmerkungen zu den alten Themen – wer weiß schon, ob sich demnächst nicht noch weitere Autoren zu lustigen Titeln hinreißen lassen – sind hier jederzeit herzlich willkommen!

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