Was der deutsche Buchmarkt so hervor bringt, ist nahezu unüberschaubar. Selbst eine Großstadtbibliothek wie unsere, muss eine Auswahl treffen, da natürlich das Budget begrenzt ist. Da spielen viele Faktoren eine Rolle: Aktualität, allgemeiner oder spezieller Bedarf der Nutzer, Bestandslücken, Bedeutsamkeit in den Medien, und so weiter. Es gibt also viele Dinge, die zu bedenken sind, bevor man Medien für die Bibliothek kauft. Und die Verlage machen es einem auch nicht leicht: Die Titel lassen nicht auf den Inhalt schließen, sind manchmal sehr verwirrend, wenig aussagekräftig,  oder sogar unanständig.
Auch in unserer Bibliothek tummeln sich Titel, die auf den ersten Blick seltsam anmuten. Da aber nicht der Titel, sondern der Inhalt und die Nachfrage danach zählt, werden solche Bücher auch in einer öffentlichen Einrichtung wie der unseren geführt.

In den folgenden Wochen werde ich zu diesem Thema eine kleine lockere Reihe starten. Bisher in der Vorbereitung sind posts zum Thema „Prinzipienreiter“ „Seltsame Titel“ „Fäkalsprache“ und „Sex sells“.
Meine Fundstücke sind übrigens ausnahmslos Sachbuchtitel. In der Belletristik sind ansprechende oder auch verrückte Titel durchaus angemessen, finde ich, denn da soll die Phantasie angesprochen werden.

Wer Buchtitel kennt oder sogar in seinem Regal stehen hat, deren Aussage ihn auch immer irritieren, ist herzlich eingeladen, am Zusammentragen der Kuriositäten hier teilzunehmen.

Wer sich jetzt fragt, warum ich diese Reihe SOS genannt habe, dem sei erklärt: Sachbuch ohne sachlichen Titel! Ein schmissiger Name bringt’s 😉   –   ODER?

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