Bettina Hartz: Auf dem Rad. Eine Frage der Haltung. DVA, 2012
Ein Loblied auf das Fahrradfahren: poetisch, witzig, sachkundig, belesen, philosophisch – und genährt aus eigenen Alltagserfahrungen. Bettina Hartz ist keine Gelegenheitsfahrerin; von Kindesbeinen an war das Fahrrad für sie das Haupt-Verkehrsmittel. Sie nutzt es bis heute für den Arbeitsweg, zum Einkaufen und in der Freizeit und versteht es dem Leser seine Vorteile ohne jeden Dogmatismus nahe zu bringen: mit poesievollen Schilderungen des Gefühls von Freiheit und Lebendigkeit, das sich beim Dahingleiten und Beobachten am Wegesrand einstellt, mit zahlreichen Beispielen aus Literatur und Malerei (vom „Draisinenfahrer“ Lyonel Feiningers bis zu den radelnden Existentialisten Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir) und auch mit einigen ganz handfesten Tipps: Wie erkennt und umgeht man Gefahren, wie schafft man es, unverschwitzt bei der Arbeit anzukommen und vor allem: welches Modell wählt man, welcher Fahrradtyp ist man? Während der Lektüre zuckt es einem garantiert schon in den Beinen, man fragt sich, ob das eigene Fahrrad in einem startbereiten Zustand ist. Am Ende kann man dann gar nicht anders, als die Überzeugung der Autorin anzunehmen: es gibt kein einfacheres, schnelleres, kostengünstigeres und umweltfreundlicheres Fortbewegungsmittel als das Fahrrad! Die treffende Einschätzung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 20.04.2012: „Kein Buch für Schrauber, sondern für Radpoeten.“
Cora Elbin.

Der Titel ist in der Zentralbibliothek unter der Signatur Ybv Hartz vorhanden.